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Stimmen zum Sprintrennen in Durban

24. Februar 2008 - 14:14 Uhr

Robert Wickens, Oliver Jarvis und Neel Jani über den heißen und turbulenten A1GP-Sprint durch die Straßen von Durban

Durban
Robert Wickens feiert seinen ersten Sieg in der A1GP-Serie
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Robert Wickens hat dem kanadischen A1GP-Team beim Rennwochenende in Südafrika einen perfekten Auftakt beschwert. Der 18-Jährige sicherte sich in einem turbulenten Rennen, das phasenweise an Autoscooter-Action auf dem Rummel erinnerte, souverän gegen den zweitplatzierten Briten Oliver Jarvis und Neel Jani aus der Schweiz durch. Der junge Kanadier feierte seinen ersten Sieg in der A1GP-Serie.

"Das ist eine großartige Erfahrung", gab Wickens zu Protokoll. "Ich wusste, dass wir eine gute Chance auf den Rennsieg hatten, denn wir waren im Qualifying schon schnell und hatten ein echt solides Auto in den Trainings. Ich ging erst einmal in der Hoffnung an den Start, es wenigstens in die erste Kurve zu schaffen, und das war schon echt knapp". Der Neuseeländer Jonny Reid hatte sich beim Start von Rang drei sofort im Heck des Polesitters verbissen.

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Viele Rempler und Karambolagen

"Ich habe gebremst und vielleicht dachte Jonny, ich würde noch später bremsen. Auf jeden Fall sah ich, dass er gefährlich nah auffuhr, und deswegen ich die Bremse dann noch mal gelöst, um ihm mehr Platz geben, aber das reichte nicht. Er fuhr mir leicht ins Heck und mein Auto war etwas beschädigt", meinte Wickens. Für den Neuseeländer endete der Auffahrunfall mit einer defekten Fahrzeugnase. Reid musste an die Box und konnte später Verlauf des Rennens wenigstens noch mit der schnellsten Runde glänzen.

Wickens hatte schon vor Beginn des Rennens mit einem Erfolg geliebäugelt, denn der junge Kanadier scheint ein Spezialist für schnelle Innenstadtkurse zu sein: "Ich habe Stadtkurse schon immer geliebt. Es ist eine schnelle Strecke und wahrscheinlich einer der coolsten Stadtkurse, auf denen ich jemals gefahren bin." Mit ähnlichem Optimismus war Jarvis nach Südafrika gereist, doch er musste sich hinter seinem sechs Jahre jüngeren Kontrahenten anstellen.

"Ich hatte einen tollen Start und konnte auf der Außenlinie sehr spät bremsen und eigentlich dachte ich, ich könnte sogar in Führung gehen. Aber dann hat Robbie Wickens von Neuseeland einen Schlag bekommen und rutschte sehr weit nach außen und deswegen kam ich in Bedrängnis. Danach habe ich noch einen seitlichen Schlag bekommen und mein Auto war leicht beschädigt", so der Brite. Im Gegensatz zu vielen seiner Mitstreiter konnte Jarvis sein Rennen trotz leichter Blessuren fortsetzen.

Jarvis rettet Platz zwei ins Ziel

"Ich war dann auf Platz zwei, aber ich hatte schon leichte Probleme. Ich war nie schnell genug, um die Spitze anzugreifen, also war ich am Ende froh, es auf das Podium geschafft zu haben", ergänzte er. Im Nacken des Briten war über viele Runden der Atem von Neel Jani zu spüren. Der Schweizer machte rundenlang Druck, ohne allerdings entscheidende Manöver starten zu können.

"Ich bin als Fünfter gestartet und wusste also von vornherein, dass es in der ersten Kurve so eng werden würde. Ich war die ganze Zeit schneller als Jarvis und er hat viele Fehler gemacht, also habe ich erst einmal ein wenig Abstand gelassen. Ich wollte schauen, was er macht, und im richtigen Moment angreifen. Ich habe am Ende dann die Punkte mitgenommen und weil Neuseeland und Frankreich nicht vorne mit dabei waren, habe ich jetzt wieder die Führung in der Gesamtwertung", bilanzierte Jani.

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