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Schwarzes Wochenende für Deutschland in Durban

24. Februar 2008 - 17:36 Uhr

Michael Ammermüller und das deutsche A1GP-Team suchen nach der Nullnummer in Durban nach Erklärungen - Kritik an der Rennleitung

Michael Ammermüller
Das südafrikanische Durban war für Michael Ammermüller keine Reise Wert
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Erst zum zweiten Mal nach Malaysia ging das deutsche A1GP-Team heute in den beiden Rennen in Durban leer aus. Nach den eher bescheidenen Qualifyings mit Startplätzen in der dritten und vierten Reihe folgte heute die totale Katastrophe: Disqualifikation im Sprint, unverschuldeter Ausfall im Hauptrennen!

Am Vormittag war Ammermüller nach einem mittelmäßigen Start, bei dem er eine Position einbüßte, unterwegs zu Platz sechs. Allerdings war ihm das nicht genug, sodass er den vor ihm liegenden Niederländer Jeroen Bleekemolen mehrfach attackierte - bis es zur Kollision kam. Das Rennen musste daraufhin abgebrochen werden und Ammermüller wurde zunächst als Sechster gewertet, dann aber nachträglich disqualifiziert.

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Strafe gegen Ammermüller zu hart?

Teamchef Willi Weber kann das nicht nachvollziehen: "Nach dem Unfall zwischen Michael Ammermüller und dem Niederländer Jeroen Bleekemolen im Sprintrennen haben wir uns kooperationsbereit gezeigt und alle Daten offengelegt. Wir finden, dass daraus ersichtlich ist, dass es keine eindeutige Schuld gibt. Dennoch erhielten wir die Höchststrafe und wurden disqualifiziert", beschwerte sich der Deutsche.

Ammermüller teilte diese Ansicht: "Es entwickelte sich ein spannender Kampf mit Jeroen Bleekemolen, der leider in einer Kollision endete. Wir haben bei den Rennkommissaren unsere Fahrzeugdaten vorgelegt und die Videosequenz dreimal analysiert. Aus den Daten ging hervor, dass ich nicht später als sonst gebremst habe. Jeroen ließ die Tür offen, ich nutzte die Chance, dann fuhr er auf meine Linie und wir kollidierten. Er ging straffrei aus, wir wurden disqualifiziert", seufzte er.

Am Nachmittag rechnete sich Ammermüller bessere Chancen aus, allerdings kam es schon nach drei Runden zu einem abrupten Ende: "Im Hauptrennen kam ich drei Runden weit, als der Australier John Martin mich umdrehte", so der Pockinger, der schimpfte: "Wir müssen alle noch ausstehenden Entscheidungen des Rennsonntags abwarten, bevor wir uns ein endgültiges Urteil nach diesem kontroversen Wochenende erlauben können."

Weber nach Durban schwer enttäuscht

Michael Ammermüller und Jeroen Bleekemolen
Im Sprintrennen kam es zu einer Kollision mit "Oranje" Jeroen Bleekemolen
© xpb.cc

Weber, der Manager von Ex-Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, fügte enttäuscht an: "Das siebente Rennwochenende hielt gleich mehrere bittere Pillen für uns bereit. Zum einen kehren wir ohne einen Punkt aus Südafrika zurück, wodurch wir in der Tabelle den Anschluss verlieren. In keinem der beiden Rennläufe entwickelte sich ein Rhythmus, denn stets sorgte die Haarnadelkurve für Zwischenfälle."

"Im Hauptrennen ist unser Auto nach wenigen Runden von dem Australier John Martin umgedreht worden. Noch liegen nicht alle Entscheidungen der Kommissare vor, aber es wäre sicher bedenklich, wenn das Strafmaß bei ähnlich gearteten Unfällen vollkommen unterschiedlich ausfallen würde. Eine endgültige Beurteilung beider Rennen liegt noch vor uns. Klar ist derzeit nur, dass sich unsere Chancen auf eine Titelverteidigung drastisch minimiert haben", sagte er weiter.

Das lässt sich leider nicht mehr von der Hand weisen: Drei Events vor Schluss - in Mexiko, China und Großbritannien gibt es insgesamt noch 96 Punkte zu holen - fehlen dem Team Deutschland 41 Zähler auf die Spitzenreiter aus der Schweiz. In der Gesamtwertung bedeutet das momentan den fünften Platz, dabei wäre Durban wegen der mageren Ausbeute von Neuseeland und Südafrika eine große Chance gewesen, Positionen gutzumachen.

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