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Neues A1GP-Auto wird kein Ferrari sein!

23. Februar 2008 - 19:47 Uhr

Ferrari baut zwar den künftigen A1GP-Motor, aber nicht das Chassis, wie 'Motorsport-Total.com' von Rory Byrne erfahren hat

Michael Schumacher
So ähnlich wie dieser Ferrari wird auch das neue A1GP-Auto aussehen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bereits im vergangenen Oktober hat Serienchef Tony Teixeira bekannt gegeben, dass Ferrari künftig den Motor für seine A1GP-Boliden liefern wird - beginnend mit der Saison 2008/09 wurde ein Siebenjahresvertrag abgeschlossen. Von diesem Deal betroffen ist auch die Chassisseite - "powered by Ferrari" soll auf den Autos zu sehen sein.

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es sich dabei auch wirklich um ein reinrassiges Ferrari-Chassis handelt: "Ferrari ist verantwortlich für den Motor in seiner Gesamtheit. Alles andere obliegt der A1GP", erklärte Ferrari-Berater Rory Byrne heute am Rande des Rennwochenendes in Durban gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "John Travis ist dort Technischer Direktor. Er und sein Designteam in England bauen das Auto."

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Travis ist der ehemalige Designer der Penske-IndyCars. Byrne: "Er ist ein sehr erfahrener und fähiger Mann, ein exzellenter Designer. Ich trete als Berater auf. Wir tauschen technische Ideen und Meinungen aus und ich biete meinen Rat an. Zum Beispiel muss das Auto Crashtests nach 2005er-Formel-1-Standard bestehen. Ich habe mit diesen Bestimmungen direkte Erfahrung, daher ist mein Input in dieser Hinsicht sehr hilfreich. Das ist aber nur ein Beispiel für meine Mitarbeit."

Insgesamt wird also doch eine Menge Ferrari-Know-how im A1GP-Auto der Zukunft stecken, denn abgesehen vom bereits angesprochenen Schriftzug soll das Chassis vom Konzept her auf dem 2004er-Formel-1-Ferrari basieren: "Das war das letzte Auto, für dessen Design ich verantwortlich war", so Byrne. Aber: "Ich bin nur ein Teilzeitberater, könnte das Chassis gar nicht selbst designen - und John ist ja bestens dafür geeignet."

Als Motor soll eine überarbeitete Version jenes Triebwerks zum Einsatz kommen, dass im Ferrari F430 steckt. Dabei handelt es sich in der Serienversion um einen 490 PS starken Ottomotor, der aber natürlich für den Motorsport aufgetunt wird, wie Byrne erklärte: "Die meisten Modifikationen zielen darauf ab, den Motor in einen Rennwagen einzupassen. Klarerweise wird er auch mehr Leistung produzieren als in der Straßenversion."