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KOLUMNE
 
Kolumne: Sven Heidfeld stellt sich vor
 
von Sven Heidfeld 20. Februar 2008 - 11:08 Uhr
 
Sven Heidfeld, der Bruder von Nick, analysiert ab sofort A1GP, GP2 und Co. für unsere Leser und stellt sich in seiner ersten Kolumne einmal vor
 
Sven Heidfeld
Sven Heidfeld verstärkt ab sofort das Team der 'Motorsport-Total.com'-Experten
Zoom © Sven Heidfeld
(Motorsport-Total.com) - Liebe 'Motorsport-Total.com'-Leser,

in genau 25 Tagen beginnt in Melbourne die neue Formel-1-Saison mit dem Grand Prix von Australien, während viele andere Rennserien wie die A1GP-, die GP2-Asia- oder die Speedcar-Meisterschaft schon jetzt laufen. Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Jahr erstmals mein Insiderwissen in Form dieser Kolumne auf dem größten deutschsprachigen Motorsport-Internetportal an Sie vermitteln kann.

Damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben, möchte ich mich zunächst kurz vorstellen. Ich bin um knapp anderthalb Jahre jünger als mein Bruder Nick, den Sie ja aus der Formel 1 kennen, also 29. Motorsport hat mein ganzes Leben geprägt. Das begann schon Anfang der 1980er-Jahre, als wir drei Heidfeld-Brüder zu Weihnachten ein Motocross-Minibike geschenkt bekamen. Wir fuhren damit keine Rennen, aber es hat uns jede Menge Spaß gemacht. Damals wurden wir mit dem Motorsportvirus infiziert.

 

 
Heidfeld-Brüder treffen auf Schumacher-Brüder

Lucas Luhr, Nick und Sven Heidfeld
Rennfahrer unter sich: Unser Freund Lucas Luhr, ich und Nick auf der Kartbahn
© Sven Heidfeld
Ein wenig später schleppte uns unser Vater erst einmal auf eine Leih- und später auf eine richtige Kartbahn, vor allem nach Kerpen, wo wir Michael und Ralf Schumacher kennen lernten, deren Vater Rolf die Bahn gepachtet hatte. Von da an ging alles recht schnell und Nick schaffte über die Formel Ford, die Formel 3 und die Formel 3000 den Sprung in die Formel 1.

Unser ältester Bruder Tim hatte den Motorsport damals wegen eines schweren Unfalls in Jesolo schon aufgegeben, aber es ist natürlich dennoch kein Pappenstiel, für zwei Brüder, Nick und mich, eine Rennfahrerkarriere zu finanzieren. Somit hatte ich es als Nesthäkchen ein bisschen schwieriger als Nick und ich konnte erst mit 18 Jahren in die Formel Renault einsteigen.

In meiner ersten Formel-Renault-Saison 1997 gewann ich aber gleich fünf von acht Rennen und den Titel, sodass die Formel 3 der nächste logische Schritt war. Bei meinem ersten Test traf ich unter anderem auf Jenson Button - und ich habe dabei wohl einen guten Eindruck hinterlassen, denn Bertram Schäfer gab mir eine Chance, obwohl ich ihm nur viel weniger Geld als ansonsten für so ein Cockpit üblich anbieten konnte.

 
Das liebe Geld als Damoklesschwert

Heidfeld-Racing
Bei Heidfeld-Racing kann man unter anderem mit diesem Vehikel selber fahren
Zoom © Sven Heidfeld
1999 wurde ich Dritter der Rookie- und 2000 Neunter der Gesamtwertung, obwohl ich die letzten sechs Saisonrennen gar nicht mehr fahren konnte. Das liebe Geld war einfach ein Riesenproblem - wie für viele Nachwuchsfahrer. In der Formel 3000 klappte es dann aus verschiedenen Gründen nicht mehr so richtig: Erstens hatte ich mir die Rippen gebrochen, was abgesehen vom Offensichtlichen auch wegen der verpassten Tests ein Problem war, und zweitens hing immer das Damoklesschwert der Finanzierung über meiner Karriere.

Also baute ich mir schon damals parallel zur Rennfahrerkarriere ein zweites Standbein auf, nämlich die Firma Heidfeld-Racing. Heidfeld-Racing kümmert sich um junge Nachwuchspiloten und um Profis, hilft ihnen mit Ideen, Ratschlägen und Kontakten, um sich im Motorsport optimal zu positionieren. Wir unterstützen Rennfahrer schon zu Beginn ihrer Karriere, geben ihnen Hilfestellung und die Möglichkeit, ein weites Kontaktnetzwerk zu nutzen, und begleiten sie bei ihrem Aufstieg durch die Rennserien.

 
Heidfeld-Racing: Formelautos selber fahren!

Sven Heidfeld
Viele der 'Motorsport-Total.com'-Leser kennen mich als 'Premiere'-Experte
© Sven Heidfeld
Zum Heidfeld-Racing-Netzwerk gehören auch namhafte Sponsoren, Partner und Unternehmen aus dem Motorsportumfeld. Abgesehen vom Support für junge Rennfahrer bietet Heidfeld-Racing nämlich auch verschiedene Incentives an, zum Beispiel Selberfahren von Rennautos.

Motorsportfans träumen schon lange davon, einmal selbst im Cockpit zu sitzen, Gas zu geben und sich dem Geschwindigkeitsrausch hinzugeben. Heidfeld-Racing gibt ihnen die Möglichkeit dazu: Angefangen bei einer Kartschule über ein PKW-Fahrertraining bis hin zu Renntaxifahrten und der absoluten Krönung: Formel selber fahren in einem echten Rennboliden! Nähere Informationen dazu finden Sie im Internet unter heidfeld-racing.de.

Jetzt hier für 'Motorsport-Total.com' verschiedene Rennserien zu kommentieren, ist für mich übrigens keineswegs unbekanntes Terrain, denn wie viele von Ihnen vielleicht schon wissen, arbeite ich auch für den Pay-TV-Sender 'Premiere' als Motorsportexperte. Für 'Premiere' kommentiere ich fast 100 Rennen im Jahr, unter anderem die IndyCar-Serie, die GP2, die A1GP, die Formel-3-Euroserie und viele mehr. Dass Sie mich jetzt nicht mehr nur hören, sondern auch lesen können, freut mich natürlich sehr!

Ihr
Sven Heidfeld

 
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