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GP2 Asia: Nie wieder Rennen in Sentul?

21. Februar 2008 - 15:56 Uhr

Indonesien fliegt möglicherweise aus dem Kalender der GP2 Asia: Streckenzustand jenseits von Gut und Böse

Fairuz Fauzy
Asphaltbeschaffenheit und Streckenposten standen in Sentul in der Kritik
© GP2

(Motorsport-Total.com) - Das Wochenende der GP2 Asia in Indonesien hat zwar den Zuschauern und sicher auch den beteiligten Teams und Fahrern jede Menge Spannung und Spektakel gebracht, aber es gab auch reichlich Ärger. Die Strecke in Sentul war in keinem guten Zustand, viele Teams hatten durch heraus brechende Asphaltbrocken und geschleuderte Steine teure Schäden an den fragilen Autos erlitten. Als Konsequenz aus den Problemen drohen die GP2-Organisatoren, nicht mehr nach Sentul zurückkehren zu wollen.

Der Asphalt war während der Trainingssitzungen und auch im Rennen an vielen Stellen aufgeplatzt. Viele Autos wiesen Löcher in den Flügeln auf, an Seitenkästen oder an den Lufthutzen waren starke Beschädigungen durch aufgewirbeltes Gestein zu erkennen. "Wir brauchten allein vier neue Kühler. Die waren alle entweder von Steinen durchlöchert oder mit Dreck zugesetzt. Das kostet uns 25.000 Dollar pro Auto - allein diese Schäden", beschrieb DPR-Teamchef David Price im Magazin 'Autosprint'.

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Die Strecke von Sentul war bereits zuvor negativ aufgefallen. iSport-Pilot Karun Chandhok berichtete von einem Renault-V6-Rennen vor zwei Jahren: "Der Asphalt ist auch damals schon aufgebrochen, aber nicht ganz so schlimm wie jetzt. Wir fahren mit den GP2-Autos natürlich viel schneller und ich weiß nicht ob es am stärkeren Ansaugeffekt liegt, aber dieses Mal flogen viel mehr Gesteinsbrocken und Dreck durch die Luft."

Streckenposten als Bremsposten

Die Strecken der GP2 Asia müssen ähnlich wie die Pisten der Formel 1 gewisse Standards erfüllen, um einen Reibungslosen Rennablauf gewährleisten zu können. Dazu zählen die Aspekte Sicherheit der Anlage, Streckenbeschaffenheit, Ausstattung der Gebäude und Boxen sowie auch die Ausbildung und der Einsatz von Streckenposten. Und auch die Bergungsmannschaften sorgten für Diskussionen, denn immer wieder hatten Safety-Car-Phasen unnötig lange gedauert, weil die Streckenposten wenig strukturiert zu Werke gingen.

GP2-Serien-Organisator Marco Cordello war entsprechend enttäuscht über die Vorkommnisse und Zustände in Sentul: "Das konnten wir nicht vorhersehen. Wenn eine Strecke die Betriebslizenz erhält, kann man gewisse Standards voraussetzen. Wenn wir denn überhaupt nach Sentul zurückkehren sollten, dann müssten hier die Bedingungen deutlich verbessert werden. Es ist so schade, weil abseits dieser Probleme hatten wir ein richtig schönes Rennwochenende hier."