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Australien und die Suche nach dem perfekten Fahrer
Australiens Teamchef Alan Jones macht vor allem seine Piloten für den geringen Erfolg verantwortlich - Leanne Tander als mögliche neue Kandidatin
(Motorsport-Total.com) - Rivalitäten zwischen Nachbarländern bilden im Sport zusätzliches Salz in der Suppe, so ist es auch in der A1GP-Serie. Da gibt es immer wieder Häme und Spott für die Australier, weil ihnen ausgerechnet die kleinen Nachbarn aus Neuseeland um die Ohren fahren. Die "Kiwis" aus Neuseeland gehören zu den Spitzenteams der Serie und führen auch aktuell die Gesamtwertung an. Unterdessen fahren die Australier nur im hinteren Mittelfeld. Erst beim Heimlauf am Wochenende in Sydney konnte das Team kräftig punkten und sich von Gesamtrang 18 auf 14 verbessern.
"Ich schätze es wirklich sehr, dass immer wieder Leute kommen und mich daran erinnern, dass die Kiwis besser sind als das Team Australien", grummelte denn auch der australische Teamchef, der frühere Formel-1-Weltmeister Alan Jones. "Es war mir nicht bewusst, dass wir geschlagen werden. Deshalb ist es nötig, dass mir das jeden Tag 40 oder 50 Leute sagen."

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Jones ist der Meinung, dass es an den Piloten liegt, dass sein Team hinterherfährt. Man habe exzellente Ingenieure und die Boxencrew sei eine der besten in dieser Saison - "aber die Fahrer haben das gute Auto, das wir ihnen bereitstellen, noch nicht nutzen können."
Kommen und Gehen im Cockpit
Im australischen Cockpit herrscht ohnehin munteres Kommen und Gehen. Nur zwei der bisherigen Piloten konnten den Erwartungen des Teams gerecht werden und fleißig punkten: Will Power und Ryan Briscoe. Power hat in die ChampCar-Serie gewechselt, Briscoe wurde von Penske für Sportwagenrennen verpflichtet.
Den Saisonstart 2007/08 bestritt Ian Dyk für das Team. Er war vielleicht etwas zu sensibel, um mit der direkten Art von Jones zurechtzukommen. Der junge Pilot wurde mal hoch gelobt und dann wieder heftig kritisiert. Vor dem Rennwochenende in Neuseeland wurde er schließlich von heute auf morgen durch Rookie John Martin ersetzt.
Martin hatte sich in den Rookie-Sessions als sehr schnell erwiesen. In Neuseeland verhinderten Unfälle mit dem Inder Narain Karthikeyan eine erfolgreiche Punkteausbeute. Beim Heimrennen in Eastern Creek konnte Martin aber die Plätze sechs und fünf holen.
Sollte Martin diese Erfolge nicht fortsetzen können, liebäugelt Jones schon wieder mit einer Neubesetzung im Cockpit: Leanne Tander, die derzeit in der australischen Formel 3 fährt. "Es gibt keinen Grund, warum Leanne nicht in der A1GP-Serie fahren könnte", so der Teamchef. "Frauen sind wesentlich cleverer und können oft auch besser Autofahren als Männer."









