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Auf ins Straßengeschlängel von Durban

16. Februar 2008 - 12:00 Uhr

Die A1GP-Serie gastiert am kommenden Wochenende im südafrikanischen Durban - Unklar ist noch, wer für Frankreich die alleinige Führung holen soll

Nico Hülkenberg
Nico Hülkenberg 2007 auf dem kurvigen Straßenkurs von Durban
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seit Wochen laufen im südafrikanischen Durban die Vorbereitungen auf die A1GP-Rennen am kommenden Wochenende (22. bis 24. Februar). Die Organisatoren haben sich selbst durch die andauernden Stromausfälle in Südafrika nicht aufhalten lassen und die Straßen in der Stadtmitte wieder in eine anspruchsvolle Rennstrecke umgebaut.

Dort geht der spannende Titelkampf in der A1GP-Serie in die nächste Runde. Vier Rennwochenenden stehen noch aus und an der Spitze liegen punktgleich Neuseeland und Frankreich mit jeweils 96 Punkten. Neuseeland wird als Spitzenreiter gewertet, da die "Kiwis" mehr Siege haben als die Franzosen. Und bei Frankreich ist noch die Frage offen, wer in Durban an den Start geht. Loic Duval, der am letzten Wochenende in Australien den ersten Saisonsieg für Frankreich geholt hat, kann wegen anderweitiger Verpflichtungen wohl nicht mehr für das A1GP-Team fahren.


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Gesamtdritter mit nur drei Punkten Rückstand ist die Schweiz, gefolgt von Gastgeber Südafrika (79 Punkte). Adrian Zaugg hatte im Regenrennen in Australien den zweiten Saisonsieg für die Südafrikaner geholt. Auf Platz fünf liegen derzeit die Deutschen, die mit 77 Punkten ebenfalls noch gute Chancen auf den Titel haben. Auch der Gesamtsechste Großbritannien möchte noch ein Wörtchen mitreden.

Straßenkurs mit Tücken

Durban ist der einzige Straßenkurs im A1GP-Kalender. Anders als bei permanenten Rennstrecken kommen die Piloten dort auch nie zu Tests oder anderen Rennen hin - nur die Fahrer, die schon in der Vergangenheit dort in der A1GP-Serie gefahren sind, kennen ihn also ein bisschen. Fehler sind auf den engen und kurvenreichen Straßen an der Tagesordnung. Der Kurs gilt als einer der schwierigsten im Kalender.

Robbie Kerr
Der A1GP-Kurs in Durban schlängelt sich mitten durch die Stadt
© xpb.cc

Entworfen wurde der Kurs extra für die A1GP-Serie. Das erste Rennen fand im Januar 2006 statt. Die 3,28 Kilometer lange Strecke hat elf Kurven und wird im Uhrzeigersinn befahren. Nach der Start/Ziel-Geraden geht es durch eine enge Haarnadelkurve nach rechts, bergauf zur "Snell Parade" und dann durch eine Schikane nach links in die Argyle Road. Es folgt eine schnellere Rechtskurve, durch die es auf die NMR Avenue geht, die die längste Gerade auf dem Kurs ist. Durch eine scharfe Rechtskurve verläuft die Strecke weiter über die Battery Beach Road, unter der Autobahn M4 durch.

Danach müssen die Piloten eine weitere Rechtskurve passieren, gefolgt von einer Schikane und einem langen Linksbogen am Suncoast Casino vorbei. Durch eine langgezogene Rechtskurve geht es wieder auf die Start/Ziel-Gerade. Rund um die Strecke wurden temporäre Tribünen mit insgesamt 22.000 Sitzplätzen aufgebaut. Den Rundenrekord mit 1:18:178 Minuten hält übrigens Nelson Piquet jun., der 2006 für das brasilianische Team gefahren ist.

Erst dominierte Verstappen, dann Hülkenberg

Beliebt bei den Fans war das Straßenrennen schon immer - schließlich ist das A1GP-Wochenende derzeit die größte Motorsportveranstaltung in Südafrika. Das erste Meeting 2006 stand im Zeichen des Niederländers Jos Verstappen. Verstappen schied zwar im Sprintrennen in der letzten Runde aus, das Hauptrennen gewann er aber dank eines spektakulären Überholmanövers.

2007 dominierten die Deutschen mit Nico Hülkenberg in Durban. Hülkenberg holte seinen siebten und achten Saisonsieg und stellte damit einen neuen Rekord auf.

Rahmenprogramm am Mittwoch und Donnerstag

Wie am jedem A1GP-Wochenende gibt es auch in Südafrika ein umfangreiches Rahmenprogramm. Am Mittwoch werden die Piloten das "Mount Moriah Ministries Care and Support Centre" besuchen. Das Zentrum kümmert sich um beanchteiligte und unterernährte Kinder aus der Region. Ursprünglich war es eine Suppenküche, inzwischen werden dort 200 Kinder betreut. Einige von ihnen werden am Freitag auch an der Rennstrecke zu Gast sein.

Am Donnerstagmorgen geht es dann an den Strand zum "Suncoast Pirates Surf Lifesaving Club". Dort werden die A1GP-Piloten sich in Baywatch-Manier mehreren Übungen stellen.