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Tschechien freut sich über Punkteausbeute

16. Dezember 2007 - 13:48 Uhr

Tomás Enge hielt sich aus allem Ärger raus und schaffte sein Auto in beiden Rennen am in die Punkte - ein gutes Ergebnis für die A1-Tschechen

Tomás Enge
Tomás Enge behielt die Übersicht und holte neun Punkte für Tschechien
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Es war Tomás Enges erster A1-Einsatz seit langer Zeit und sofort spielte der alte Hase seine ganze Erfahrung aus. Das hat sich für die Truppe von Antonin Charouz prompt ausgezahlt und dem Rennstall die bislang höchste Punkteausbeute des Jahres beschert - neun Zähler. Schlüssel dafür war, dass sich der Mann aus Liberec aus allem Ärger raushielt.

Nach dem Rennen sprach der Tscheche ausführlich über sein Comeback: "Es war besser, als ich es erwartet hatte! Ich bin sehr glücklich mit beiden Rennen. Mein Start in das Sprintrennen war gut und ich war ein kleines Stück vor Großbritannien, aber dann tauchte er (Oliver Jarvis, Anm. d. Red.) innen in die erste Kurve ein. Ich hielt außen dagegen und die nächste Kurve war dann mein."

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"Er hat sehr viel Druck auf mich ausgeübt, aber ich habe ihm keine Chance gelassen." Und dann kam das Hauptrennen: "Wir haben für das Hauptrennen das Setup ein wenig angepasst, um mit den Hinterrad-Reifen besser zurechtzukommen und das hat prima geklappt. Ich wusste, dass es in der ersten Kurve viele Unfälle geben würde und habe es locker genommen. Es hat sich ausgezahlt, da ich mein Auto nicht beschädigt habe und mein Rennen erst in der zweiten Kurve begann."

"Wir haben ein kleines bisschen beim Boxenstopp verloren, aber dann habe ich es recht schnell geschafft, an Libanon vorbeizugehen", so der ehemalige Prost-F1-Pilot weiter. "Die Lücke zur Spitze war recht groß, im Endeffekt ging es also nur darum, das Ding gemütlich nach Hause zu schaukeln. Unser zweiter Boxenstopp war großartig. Etwa zehn Runden vor Rennende merkte ich, wie das Bremspedal immer länger wurde, nachdem die vorderen Bremsen am Ende waren."

Uns schon kam von hinten Ungemach: "Frankreich war wesentlich schneller und um ehrlich zu sein, habe ich meine Position nicht allzu verbissen verteidigt. Stattdessen habe ich mich auf das Schonen der Bremsen konzentriert und darauf, das Rennen zu beenden. Wir haben uns nach dem Rennen die Vorderrad-Bremsen angesehen und diese waren bis zum Metall abgeschliffen. Wir hätten mit einer besseren Qualifyingsleistung weiter vorne platziert sein können, aber auf der anderen Seite haben wir aus beiden Rennen Punkte mitnehmen können und unser Auto ist am Stück geblieben."

Insgesamt ist Enge mit dem Ergebnis wunschlos glücklich: "Einige andere Wettbewerber können das nicht von sich behaupten. Vielleicht ist die positivste Sache an diesem Wochenende, dass mein Ellenbogen keine Probleme gemacht hat. Es scheint, als hätte sich die lange Pause und das strikte Fitnessprogramm ausgezahlt. Ich habe mich Ende November beim Testen eines Aston Martin etwas aufgewärmt und dieses A1GP-Wochenende zeigt, dass ich wieder vollkommen fit bin und sogar Einsitzer ohne Servolenkung fahren kann."