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Carroll: "Jedes Jahr das gleiche Zittern"

06. November 2007 - 09:37 Uhr

Adam Carroll gilt als talentierter und erfolgreicher Rennfahrer, doch Talent alleine reicht nicht aus - Saison 2008 mit großem Fragezeichen verbunden

Adam Carroll
Adam Carroll blickt in eine unsichere Zukunft, was die Saison 2008 betrifft
© GP2

(Motorsport-Total.com) - Talent, Schnelligkeit und Geld - das sind die drei Grundbausteine, die ein Rennfahrer für eine erfolgreiche Karriere benötigt. Dass er die ersten beiden Voraussetzungen mühelos erfüllt, hat der nordirische Rennfahrer Adam Carroll bereits mit tollen Leistungen in der DTM und als Quereinsteiger in der GP2 bewiesen. Momentan macht er in der A1GP-Serie auf sich aufmerksam und holte für sein Team im tschechischen Brünn den ersten Podestplatz. Alleine mit guten Leistungen ist es allerdings schwierig die Teams und Entscheider zu beeindrucken.

"Ich bin dieses Jahr um 200.000 Euro gefahren. Mehr als das hatte ich noch nie - und die Teams wissen das."
Adam Carroll

"Das ist jedes Jahr das gleiche Zittern", sagte Carroll gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Auch in der Britischen Formel 3 oder in der Formel-3-Euroserie kostet eine Saison mehr als 600.000 Euro. Ich bin dieses Jahr um 200.000 Euro gefahren. Mehr als das hatte ich noch nie - und die Teams wissen das. Aber sie wissen auch, dass sie mit mir die Meisterschaft gewinnen können."

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Adam Carroll ist mit seinen finanziellen Herausforderungen nicht alleine. Zahlreiche andere Rennfahrer kämpfen jedes Jahr aufs Neue um das Budget für die kommende Saison. Schließlich sind mehrere hunderttausend Euro kein Pappenstiel. Deshalb ist auch für Caroll noch nicht sicher, ob er 2008 in einem Cockpit Platz nehmen darf.

"Wenn mich ein Team also nicht unterstützen will, fahre ich nicht."
Adam Carroll

"Es ist teuer, auf höchstem Niveau zu fahren", sagt der 'Motorsport-Total.com'-Kolumnist. "Ich habe in etwa das gleiche Geld für 2008 beisammen wie für 2007 - um die 250.000 Euro. Wenn mich ein Team also nicht unterstützen will, fahre ich nicht. Aber wir werden wie immer versuchen, einen Sponsor zu finden, was wirklich sehr schwierig ist."

Ginge es nach Carroll, gäbe es eine Lösung für das Problem. "Es sollte meiner Meinung nach so sein, dass die Teams die Sponsoren in so einer hohen Klasse selbst finden, damit die Fahrer nichts zahlen müssen", meint er. "Nur so können sich die echten Talente durchsetzen."