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Kurz-Auftritt für Timo Glock in Le Castellet

25. Juni 2007 - 15:27 Uhr

Bei den Testfahrten der GP2 in Le Castellet saß Timo Glock nur an einem halben Tag im Auto

Timo Glock
Timo Glock kam nur für ein paar Stunden hinter dem Lenkrad nach Le Castellet
© GP2

(MST/Speed-Academy.de) - Der Ruhe von Indianapolis folgte die Hektik von Europa. Nachdem Timo Glock beim Großen Preis der USA als Ersatzpilot beim BMW Sauber F1 Team zum Zuschauen verdammt war, tobte er in der Woche drauf durch Südfrankreich und England - unterwegs in Sachen Testfahrer.

Glock verließ Indy am Samstagmittag - als klar war, dass keiner der Stammpiloten ausfallen würde respektive noch ersetzt werden müsste. Denn wenn sich ein Einsatzfahrer am Samstagabend etwas einfängt, ist die Frist, einen Reservisten einzuwechseln, ohnehin abgelaufen. Das geht nur bis kurz vor der Qualifikation.

"In gewisser Weise war ich erleichtert, Indianapolis verlassen zu können", gesteht der Wersauer. "Denn es ist gegen die Natur eines Rennfahrers, in irgendeinem Fahrerlager rumzusitzen und den Kollegen beim Fahren zugucken zu müssen. Das schlägt einem aufs Gemüt - auch wenn man versucht, die Notwendigkeit professionell zu betrachten und zumindest aus den Briefings mit den Ingenieuren das meiste für sich selbst mitzunehmen."

"Ich bin nicht der einzige Testpilot, der sagt: So eine Situation ist für einen Vollblut-Rennfahrer eher langweilig und unbefriedigend. Aber sie gehört nun mal zur eigenen Karriereleiter dazu - und ich bin froh, überhaupt in der Formel 1 dabei zu sein. Insofern ist das Jammern auf hohem Niveau - aber die unmittelbaren Empfindungen vor Ort sind nun mal so, dass man lieber fahren als zugucken möchte."
 
Vom Mittleren Westen der USA ging direkt in den Süden Frankreichs - zum GP2-Sommertest. Doch in Le Castellet fuhr Timo nur einen Vormittag. Danach musste er weiter zum Formel-1-Test nach Silverstone.

In Le Castellet ließ sich Glock zunächst einen neuen Sitz aufschäumen. "Danach testete ich etwa zweieinhalb Stunden - in erster Linie, um zu sehen, ob der neue Sitz beim Fahren passt", berichtet Timo.

"Daneben probierten wir noch zwei, drei Dinge beim Setup im Hinblick auf die Qualifikation. Meine Zeiten sind nicht aussagekräftig, weil ich direkt um 9 Uhr am Morgen rausgefahren bin, als die Strecke noch keinen Grip bot. Aber trotz der Hektik hat es auf jeden Fall Sinn gemacht, den Kurztest noch einzuschieben."

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