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Auf in den Fernen Osten

10. April 2007 - 10:42 Uhr

Am kommenden Wochenende steht in Shanghai das vorletzte Rennen der Saison 2006/2007 an und Deutschland kann den Titel holen

Nico Hülkenberg
Nico Hülkenberg kann in Shanghai den Titel für Deutschland holen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Osterfeiertage sind vorbei und der A1GP-Tross macht sich auf in den Fernen Osten: In Shanghai steht am kommenden Wochenende das vorletzte Rennen der Saison 2006/2007 an. Im vergangenen Jahr waren 82.000 Zuschauer an die hochmoderne Rennstrecke in der chinesischen Metropole gekommen und erlebten dort ein packendes Saisonfinale mit Siegen von Malaysia und der Tschechischen Republik sowie dem Meistertitel für Frankreich.

In diesem Jahr findet nicht das Finale, sondern das vorletzte Rennen in Shanghai statt aber trotzdem könnte auch diesmal eine Nation den Meistertitel hier einfahren. Deutschland kann beim China-Rennen schon alles klar machen. In der Gesamtwertung führen die Deutschen mit 27 Punkten vor Neuseeland und Nico Hülkenberg, der dominierende Pilot dieser Saison, kehrt zurück ins schwarz-rot-goldene Cockpit. Deutschland muss nur im Sprintrennen 28 Punkte mehr oder im Hauptrennen 17 Punkte mehr als Neuseeland holen und der Titelgewinn ist perfekt.

So klar die Verhältnisse an der Spitze sind, so heiß umkämpft sind immer noch der zweite und der dritte Platz. Neben Neuseeland haben noch die A1-Teams aus Großbritannien, Frankreich, Malaysia, der Schweiz, den Niederlanden, Italien, Mexiko, USA und Kanada die Chance auf das Podest.

Der Großteil der Fans wird allerdings natürlich die Lokalmatadoren aus China anfeuern. Am Steuer des drachenverzierten Autos wird wieder Congfu Cheng Platz nehmen. Er konnte bereits zum Saisonstart in den Niederlanden und der Tschechischen Republik Punkte holen und wird für China die letzten beiden Rennen in Shanghai und Brands Hatch bestreiten.

Shanghai - ein technisches Wunderwerk

Die hochmoderne Rennstrecke in Shanghai wurde wie so viele anderen von dem deutschen Architekten Hermann Tilke gebaut. Sie bietet über 200.000 Zuschauern Platz und gilt seit ihrer Eröffnung 2004 als eine der beeindruckendsten Strecken der Welt. Der Kurs entstand mitten im Sumpfland und das forderte besondere Tricks: Die Strecke und die Gebäude stehen auf 40.000 Pfeilern und einer schwimmenden Kunststoffschicht.

Shanghai hat mehrere herausfordernde Kurven aber der spektakulärste Abschnitt ist die Gegengerade, die in eine ungewöhnlich breite Haarnadelkurve mündet - eine optimale Überholmöglichkeit. Die jungen A1GP-Piloten könnten sich schwer tun, sich an den technisch schwierigen Kurs zu gewöhnen. Auch die Abstimmung wird eine Herausforderung: Die Teams müssen eine Balance finden zwischen langen Geraden und der Kombination aus langsamen und schnellen Kurven.

Für das A1GP-Rennen wurde der Kurs etwas verkürzt: Die Kurven fünf bis sieben wurden abgeschnitten, damit ergibt sich eine neue Streckenlänge von 4,602 Kilometern. Für die meisten Piloten ist Shanghai Neuland, nur drei aus aktuellen Feld haben hier schon im vergangenen Jahr teilgenommen: Ananda Mikola (Indonesien), Enrico Toccacelo (Italien) und Alex Yoong (Malaysia).

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