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Senat wirft Formel E aus Berliner Innenstadt

Der Berlin ePrix wird 2017 voraussichtlich wieder auf dem Flughafen Tempelhof stattfinden - Der Senat wirft die Elektroserie aus der Karl-Marx-Allee

(Motorsport-Total.com) - Die Formel E wird 2017 nicht mehr am Strausberger Platz fahren dürfen. Das teilte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit. Anwohnerbeschwerden über Lärm beim Auf- und Abbau sowie tagelange Verkehrsbeeinträchtigungen ließen den Senat letztlich gegen eine Fortführung in der Innenstadt stimmen. Der Berlin ePrix, der am 10. Juni stattfinden soll, soll wieder nach Berlin-Tempelhof verlegt werden. Dort hatte die Formel E 2015 ihr Deutschland-Debüt gegeben.

Bruno Senna

Der ePrix auf der Karl-Marx-Allee wird eine einmalige Angelegenheit bleiben

Die Linksregierung der deutschen Hauptstadt musste abwägen: So stehen insbesondere die Grünen dem Motorsport bekanntermaßen distanziert gegenüber, gleichzeitig stand aber auch die Förderung der Elektromobilität im Raum. (Ticketverkauf für die Formel E in Berlin gestartet)

Das Ergebnis ist nun ein Kompromiss; man ist um versöhnliche Worte bemüht. "Das Formel-E-Rennen 2017 wurde nicht grundsätzlich abgesagt", heißt es in einer Pressemitteilung. Staatssekretär Jens-Holger Kirchner (Grüne) wird von der 'Berliner Zeitung' so zitiert: "Wir wollen die Formel E in Berlin halten." Außerdem stellt er der eine langfristige Zukunft auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof in Aussicht. Man strebe einen Fünf-Jahres-Vertrag an, lässt er durchblicken.


Formel E in Berlin

"Ich begrüße es sehr, dass sich der neue Berliner Senat gegen das Rennen in der Innenstadt ausgesprochen hat", sagt Johannes Schneider, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Grüne. "Autorennen haben ausschließlich auf geeigneten Strecken stattzufinden. Die massiven Einschränkungen durch den Aufbau, die Durchführung und den Abbau setzen Anwohnerinnen und Anwohnern der Karl-Marx-Allee Lärmemissionen aus und beschränken sie in ihrem Bewegungsraum. Zudem schloss die Veranstalterin durch die Gestaltung eine barrierefreie Überquerung der Straße aus."

Bei der Suche nach einer Alternative wurde neben dem früheren Flughafen Tempelhof auch eine Verlegung auf die Avus diskutiert. Eine neuerliche Öffnung der legendären Stadtautobahn für Rennen scheiterte jedoch an Bedenken über ein mögliches Verkehrschaos. Die Straße des 17. Juni schied als Kandidat ebenfalls schnell aus. Auf dem Flughafen Tempelhof konnte die Formel E wegen der Flüchtlingskrise 2016 nicht fahren. Über eine Durchführung auf dem früheren Flughafen soll 'e-formel.de' zufolge noch diese Woche abgestimmt werden.

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