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Kein Glück für Daniel Abt im "Big Apple"

Zwei technische Defekte kosten Daniel Abt in New York Spitzenplätze - Besonders bitter war der Ausfall im ersten Rennen in der letzten Runde auf Platz drei liegend

(Motorsport-Total.com) - Viel hatte sich Daniel Abt für den ePrix in New York ausgerechnet, doch nach den beiden Rennen stand der Deutsche praktisch mit leeren Händen da. Die Enttäuschung war vor allem nach dem Samstagsrennen groß. Abt eroberte den zweiten Startplatz in der ersten Reihe und ging beim Start in Führung. Über weite Strecken lag der 24-Jährige auf Podestkurs. Der dritte Platz schien ihm auch nach einer späten Safety-Car-Phase nicht mehr zu nehmen sein.

Sam Bird, Daniel Abt

Daniel Abt (re.) kämpfte im ersten Rennen in der Spitzengruppe mit Zoom

Doch in der letzten Runde rollte sein Bolide Ausgangs der Haarnadel aus und blieb stehen. Abt konnte sein Pech nicht fassen. Statt als Dritter auf dem Podium zu jubeln, wurde er nur als 14. gewertet. Ein Fehler im Batterie-Management-System war der Grund für den Ausfall. Ein ähnliches Schicksal ereilte den Youngster auch am Sonntag, als er von Position acht startete und seinen Abt-Schaeffler FE02 unverschuldet mit einem ähnlichen Fehler schon in der ersten Runde abstellen musste.

Kleiner Trost: Nach dem Wechsel in das zweite Auto fuhr Abt die schnellste Rennrunde des Tages und sammelte dafür einen Punkt. "Das ist natürlich absolut nicht, was ich mir für die Tage in New York erhofft habe", seufzt Abt nach diesen beiden enttäuschenden Rennen. "Es ist schwer zu verdauen, wenn man gleich zweimal um den Lohn der harten Arbeit gebracht wird. Der eine Zähler für die schnellste Runde ist definitiv der am schwersten erkämpfte in meiner bisherigen Formel-E-Karriere."

Der Defektteufel traf beide Male das Auto von Abt, während Teamkollege Lucas die Grassi als Vierter und Fünfter ins Ziel kam. Damit reduzierte der Brasilianer seinen Rückstand auf Sebastien Buemi auf zehn Punkte. Da nur noch die beiden Rennen in Kanada auf dem Programm stehen, muss Abt-Schaeffler an der Zuverlässigkeit arbeiten. Trifft in Montreal di Grassi der Defektteufel, dann wird es mit dem Meistertitel schwierig.

Knapp zwei Wochen hat das Team jetzt Zeit, um neue Kräfte für den Showdown im Titelkampf zu sammeln. "Wir werden die Zeit optimal nutzen, um alle Daten exakt zu analysieren, mögliche Fehlerquellen auszuschließen und uns auf die entscheidenden Rennen einzuschwören", sagt Abt-Sportdirektor Thomas Biermaier. "Unser erklärtes Ziel vor der Saison war es, bis zum Finale um den Titel zu kämpfen - das ist uns gelungen. Und wir wissen genau, wie verrückt die Formel E sein kann. Bei einer offenen Entscheidung in den letzten zwei Rennen kann alles passieren."

Daniel Abt ist nicht mehr im Titelkampf dabei. Da er in New York lediglich einen Punkt sammelte, liegt er in der Meisterschaft auf dem neunten Platz. Dennoch blickt Abt jetzt nur noch voraus: "Ich habe jetzt ein freies Wochenende, um durchzuatmen und alles abzuhaken, und dann werden wir mit aller Energie Montreal in Angriff nehmen."

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