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Formel E Marrakesch: Felix Rosenqvist König der Wüste

Felix Rosenqvist hat das Formel-E-Rennen in Marrakesch vor Sebastien Buemi gewonnen - Für Audi gab es hingegen ein echtes Debakel

(Motorsport-Total.com) - Felix Rosenqvist ist der Mann der Stunde in der Formel E. Der Schwede hat sich nach dem Erfolg von Hongkong auch den Sieg beim Rennen in Marrakesch gesichert. Der Mahindra-Pilot nahm dem lange Zeit führenden Sebastien Buemi Rang eins vier Runden vor Schluss ab und sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg. Buemi landete dahinter auf Rang zwei vor dem bis dato Meisterschaftsführenden Sam Bird (DS Virgin).

Felix Rosenqvist

Felix Rosenqvist holte in Marrakesch seinen zweiten Saisonsieg

"Was für ein Tag", pustet Rosenqvist nach dem Rennen durch, denn sein Wochenende glich einer Achterbahnfahrt. Erst erlebte er laut eigener Aussage "eines der schlimmsten Trainings meiner Karriere", dann fuhr er fast auf die Pole-Position, bevor er eine halbe Stunde vor dem Rennen noch die Batterie tauschen musste. "Aber die Jungs haben es wieder hinbekommen", lobt er. "Ich bin reingesprungen, und das Auto war perfekt."

Der Mahindra-Pilot war das Rennen in Marokko vom dritten Startplatz angegangen und hielt sich in der ersten Rennhälfte hinter Buemi und Bird auf, um Energie zu sparen. Den Briten knackte er kurz vor dem Boxenstopp, bevor er sich in der zweiten Rennhälfte auf die Jagd nach Buemi machte. Der Schweizer lag die ganze Zeit über in Führung, musste diese nach einem guten Angriff aber vier Umläufe vor Schluss an Rosenqvist abgeben.

Buemi hadert mit FanBoost

Den Schuldigen dafür hatte der Schweizer aber schnell ausgemacht: den FanBoost. "Ich habe mich auf den FanBoost verlassen, der aber nicht funktioniert hat", hadert der Ex-Meister. Eigentlich war Buemi über Rosenqvist im Rückspiegel nicht besorgt, doch als er den Knopf drücken wollte, kam keine Leistung - und Rosenqvist so letzten Endes vorbei.

Im Windschatten der beiden fuhr Sam Bird zu Rang drei und musste die Meisterschaftsführung an Rosenqvist abgeben. Rang vier sicherte sich mit Nelson Piquet jun. (Jaguar) ein weiterer Ex-Meister, der damit die gute Form von Jaguar unterstreichen konnte. Platz fünf ging an Jean-Eric Vergne (Techeetah) vor Rückkehrer Jose-Maria Lopez (Dragon), der gezeigt hat, dass das Dragon-Team doch nicht so hilflos unterwegs zu sein scheint.

Ein ordentliches Ergebnis fuhr auch Maro Engel ein - eigentlich. Der Deutsche wurde in seinem Venturi ursprünglich Siebter vor Landsmann Nick Heidfeld (Mahindra), der sich nach einem Unfall im Qualifying nach vorne arbeiten konnte. Beide hatten aber zwei Runden vor Schluss eine Schrecksekunde zu überstehen, als die beiden mit Engels Teamkollege Mortara kollidierten. Mortara stellte seinen Boliden ab, die beiden anderen konnten weiterfahren.

Nullnummer für Audi

Engel erhielt nach dem Rennen eine Zeitstrafe und fiel auf Rang 13 zurück, was Heidfeld auf Rang sieben hievt. Ein starkes Debüt feierte auch BMW-Protege Tom Blomqvist, der gleich in seinem ersten Rennen für Andretti als Achter in die Punkte fahren konnte und seinen erfahrenen Teamkollegen Antonio Felix da Costa im Griff hatte. Nicolas Prost (9./Renault e.dams) und Alex Lynn (10./DS Virgin) sicherten sich die letzten Zähler.

Ein Debakel erlebte hingegen das deutsche Audi-Team: Meister Lucas di Grassi musste seinen Boliden bereits nach sieben Runden mit einem technischen Problem abstellen und wartet seit seiner Krönung weiterhin auf den ersten Punkt. Daniel Abt holte ebenfalls keine Zähler und landete nur auf Rang elf, weil er in der ersten Runde mit Alex Lynn aneinandergeriet und eine Durchfahrtsstrafe erhielt.

Der Deutsche drehte seinen DS-Virgin-Kollegen in der Zielkurve und musste daraufhin einmal durch die Box fahren. Auf Rang 15 zurückgefallen kämpfte er sich wieder nach vorne, doch weil ein technischer Defekt von Landsmann Andre Lotterer (Techeetah) zur Phase der Boxenstopps eine Gelbphase auslöste, verlor Abt enorm an Boden: Er war eine Runde zuvor an der Box gewesen, während die meisten Konkurrenten das Auto unter Gelb wechselten und weniger Zeit verloren.

Abt bleibt damit bei elf Punkten hängen und rutscht in der Gesamtwertung auf Rang neun zurück. Neuer Gesamtführender ist Felix Rosenqvist mit 54 Punkten vor Sam Bird (50) und Jean-Eric Vergne (43). Der nächste ePrix findet am 3. März im chilenischen Santiago statt.

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