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Ex-Formel-1-Tester Jordan King liebäugelt mit der Formel E

Der ehemalige Formel-1-Entwicklungsfahrer Jordan King will in Zukunft in der Formel E starten, Testfahrten hat der Brite bereits absolviert

(Motorsport-Total.com) - Der aktuelle Formel-2-Pilot Jordan King nimmt die Elektro-Rennserie Formel E ins Visier und möchte in Zukunft eine "professionelle Karriere" als Rennfahrer starten. Der 23-jährige Brite fährt in seiner dritten Formel-2-Saison (früher GP2-Serie) und gewann zwei Sprintrennen 2016. Vor der aktuellen Saison wechselte der ehemalige Manor-F1-Entwicklungsfahrer von Racing Engineering zum niederländischen Rennstall MP Motorsport.

Jordan King

Formel-2-Pilot Jordan King will künftig in der Formel E sein Glück versuchen Zoom

Dort belegt er momentan den elften Gesamtrang, auf einen Podestplatz muss er in diesem Jahr noch warten. Beim Saisonfinale der Formel 2 in Abu Dhabi (24. bis 26. November) hat er noch zwei Chancen, ein Rennergebnis unter den Top 3 zu erzielen. "Es war immer mein Ziel, ein professioneller Rennfahrer zu werden", sagt King zu 'Motorsport-Total.com'. "In der Formel 1 war ich sehr nah dran, vielleicht näher als jeder andere." 2016 nahm er an zwei Trainingssessions mit Manor teil und war 2015 und 2016 Entwicklungsfahrer des Teams, das sein Vater Justin King zwischenzeitlich leitete.

In den Formelklassen musste er bisher für seine Renneinsätze bezahlen. Doch das soll sich in Zukunft ändern, so der Plan des Briten. "Ich war in den vergangenen drei oder vier Jahren in einer günstigen Position, es war kommerziell machbar. In den Nachwuchs-Formelklassen ist jeder für sich selbst verantwortlich und jetzt habe ich das Gesamtbild im Blick", so King.

"Im Winter werde ich den Schritt zu einer professionellen Karriere vollziehen. Ich schaue mir verschiedene Optionen an und die Formel E ist eine davon", erklärt er. "Ich mag die Formel E aus technischer Sicht."


Fotos: Formel-E-Testfahrten in Valencia


King kam in diesem Jahr bereits in den Genuss, einen Formel-E-Test zu absolvieren und "brennt darauf, ein Renncockpit zu ergattern". Die nächste Möglichkeit, einen Formel-E-Renner zu pilotieren, bietet sich beim Rookie-Test am Sonntag nach dem Rennen in Marrakesch im Januar. Der Formel-2-Pilot will nicht verraten, ob er an den Testfahrten teilnehmen wird, deutet aber an, dass eine Rolle als Testfahrer am wahrscheinlichsten sei, da alle Plätze für die Saison 2017/18 bereits vergeben sind.


Fotostrecke: Das Fahrerfeld der Formel E 2017/18

"Ich habe das Auto bereits getestet", sagt er, "aber es ist ein hart umkämpfter Fahrermarkt und viele Piloten haben keinen Vertrag." King verrät, dass er auch in "zwei verschiedenen GT-Autos" getestet hat und dass er verschiedene Rennserien "von Amerika, bis Japan und Europa im Auge hat". Beim Indy-500-Rennen, den 24 Stunden von Le Mans, Bathurst 1000 und ein Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings würde er "liebend gerne" absolvieren.

Doch die Formel E hätte laut King ein "Element von F1-Ruhm", dass die Serie sehr attraktiv machen würde. "Die Entwicklungsingenieure sind in manchen Aspekten auf Augenhöhe mit der Formel 1", meint er. "Du fragst nach einer Änderung und sie führen sie durch."

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