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Andre Lotterer bei Debüt im Fokus: "Schöne Feuertaufe!"

Andre Lotterer stand bei seinem Debüt in der Formel E gleich mehrfach im Fokus: Starke Rundenzeiten, aber viel Pech - Techeetah-Chassis mit Totalschaden

(Motorsport-Total.com) - Im Schatten des bärenstarken Rookies Edoardo Mortara (Venturi) absolvierte auch der Deutsche Andre Lotterer am vergangenen Wochenende in Hongkong seine ersten Rennen in der Formel E. Der Porsche-Werksfahrer in Diensten von Techeetah konnte aus der asiatischen Metropole keine Punkte mitnehmen, dennoch stand der Deutsche in beiden Wertungsläufen im Fokus. Am Samstag wurde Lotterer früh in die Mauer geschoben und sorgte für Stau auf der Strecke. Am Sonntag flog er bei der Zieldurchfahrt heftig ab.

Andre Lotterer

Andre Lotterer will sich vor allem im Qualifying schnell verbessern Zoom

"Schöne Feuertaufe, oder?", lacht der gebürtige Duisburger im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Lotterer war in der letzten Runde des zweiten ePrix der Saison 2017/18 in der Zielkurve brutal in die Mauer gekracht. "Da konnte ich nichts dafür", sagt er. "Der Piquet hat in den letzten Runden richtig angegast. Er ist innen geblieben - und dann ging ihm die Energie aus. Ich habe versucht auszuweichen. Neben der Linie war es sehr staubig. Ich habe gelupft, aber keine Chance. Ich war sofort in der Wand."

"Es hat mich ganz gut durchgeschüttelt", meint Lotterer, der am Abend noch kurz bei den Ärzten im Medical-Center vorbeischauen musste. Verletzungen wurden am Fahrer nicht festgestellt, große Zerstörungen jedoch am Fahrzeug. "Felge nach innen gedrückt, Monocoque platt", so der dreimalige Le-Mans-Sieger. Für das Rennen in Marrakesch im Januar wird Lotterer also ein neues Spark-Chassis bekommen. Dann will der Deutsche mit mehr Erfahrung erste Punkte einfahren.


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"Ich habe viel gelernt. Es war alles nicht einfach für mich. Vielleicht ist es nicht schlecht, wenn man gleich am ersten Wochenende mal alles durchleben muss", so Lotterer nach seinem Debütwochenende. "An beiden Tagen musste ich in der ersten Qualigruppe raus. Das macht es nicht leichter. Und wenn man hinten starten muss, hilft das ganz sicher nicht. In der ersten Runde ist immer extrem viel los. Das ist so krass, das kann man sich nicht vorstellen - einfach nur chaotisch. Das muss man erst einmal überleben."

"Am Sonntag hatte ich einen guten Rhythmus gefunden, aber leider blieb ich im zweiten Stint etwas hinter Buemi stecken. Ich stand bezüglich der Energie zwar besser da, kam aber nicht vorbei. Das Team war zufrieden mit meinem Tempo. Das ist doch eine gute Basis für die nächsten Rennen", so der 36-Jährige. "Die Formel E ist eine große Herausforderung. Es ist fahrerisch anspruchsvoll, aber um wirklich alles auf den Punkt zu bringen, gehört noch mehr dazu. Das muss man lernen."

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