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"Wie der Brexit": Silverstone-Posse weit von Lösung entfernt

Bernie Ecclestone spricht sich plötzlich doch für einen Kauf der Strecke durch Liberty Media aus, während David Coulthard den BRDC scharf kritisiert

(Motorsport-Total.com) - Viele Beobachter hatten sich von dem Rennwochenende in Silverstone Klärung bezüglich der Zukunft des Großbritannien-Grand-Prix versprochen. Das Gegenteil war der Fall. Der British Racing Drivers' Club (BRCD) und Formel-1-Besitzer Liberty Media beharren auf ihren Positionen. Die Lage scheint festgefahren. Auswege aus dem Dilemma machen sich so rar, dass Ex-Serienboss Bernie Ecclestone eine Kehrtwende vollzogen hat. Er rät seinen Nachfolgern jetzt doch zu einem Kauf.

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Im Gespräch mit der 'Daily Mail' sagt der 86-Jährige über eine mögliche Akquise der Anlage in Silverstone durch die US-Amerikaner: "Ich mag ja selbst interessiert sein, aber die besten Leute dafür wären die von Liberty. Sie sollten die Strecke übernehmen, genau wie einige andere." Gut möglich, dass Ecclestone von Monza und Hockenheim spricht, wo die Promotergebühr den Verantwortlichen ähnliche Bauschmerzen bereitet. Dass er selbst die Portokasse aufmachen will, verwundert allerdings, schließlich hatte er sich zuletzt aufgrund von Spannungen mit dem BRDC davon distanziert.

Ecclestone fordert Investitionen: "Auf der Anlage muss aufgeräumt werden, anstatt dass der BRDC dort Stückelwirtschaft betreibt und Teile ausbluten lässt." Die Verluste, die das Event schreibt, wären laut des Ex-Zampanos für Liberty keine Hürde: "Das ist kein Problem. Was soll's, wenn das Rennen drei Millionen Miese macht? Das geben sie an einem Abend für Promotion in London aus."


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Ex-Pilot David Coulthard kritisiert im 'Mirror' ebenfalls die aktuellen Silverstone-Besitzer. Ihn stört die Kommunikationsstrategie: "Ich weiß nicht, warum man es am Grand-Prix-Wochenende so breittreten muss. Ich bin selbst BRDC-Mitglied und habe keine Ahnung von den Details. Da müssen die Fans nicht lesen, dass Silverstone auf das Rennen pfeifen würde." Er fühle sich an das Unabhängigkeitsvotum in Schottland oder den Brexit erinnert: Menschen nur die Hälfte der Informationen zu geben und gleichzeitig zu fordern, dass sie sich eine Meinung bilden sollen, sei "unverantwortlich".

Coulthard sieht Alternativen zu Silverstone: "Es wird nach Donington oder Brands Hatch gehen", sagt er über den Fall eines Aus' für den bisherigen Austragungsort. An eine Alternative in London glaubt McLaren-Boss Zak Brown nicht, obwohl sich eine Firma dem Projekt bereits verschrieben hat. "Die Infrastruktur, die es bräuchte, käme keinem anderen Stadtrennen gleich - außer, man veranstaltet es um den Olympiapark herum." Genau das will die Privatinitiative LondonGP jedoch.

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