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Trotz Aufschwung: Berger rät Ferrari von Massa ab

Während Gian Carlo Minardi glaubt, dass Felipe Massa Ferrari ins Grübeln gebracht hat, rät Gerhard Berger zu einer Verpflichtung eines Force-India-Youngsters

(Motorsport-Total.com) - Bis nach Südkorea wurde Felipe Massa von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo Zeit gegeben, seine Empfehlung für eine Vertragsverlängerung abzugeben - und mit den starken Leistungen in den vergangenen Wochen sollte der Brasilianer seine Chance eigentlich genutzt haben. Trotzdem will Ferrari die Tür zu Force India nicht zuschlagen, weil die Backup-Optionen Nico Hülkenberg und Paul di Resta noch nicht ganz verworfen wurden.

Luca di Montezemolo und Gerhard Berger

Alte Bekannte: Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Gerhard Berger

Ex-Ferrari-Pilot Gerhard Berger hält ohnehin nichts davon, Massa noch eine Chance zu geben: "Das macht keinen Sinn", erklärt er gegenüber 'Auto Bild motorsport' (Jetzt abonnieren!). "Man sollte nicht alles von einem Rennen abhängig machen, denn bei der Mehrzahl der Grands Prix hat Massa nun mal nichts gebracht. Ich an Ferraris Stelle würde Hülkenberg oder di Resta nehmen. Die sind jung und schnell - genau das, was Ferrari für den Kampf um den Konstrukteurstitel braucht."

Auch Gian Carlo Minardi, mit seinem Formel-1-Team in der Saison 1991 Ferrari-Motorenkunde, ist sich nicht sicher, welche Entscheidung für seine Landsleute richtig wäre: "Massas Leistung war sehr gut und er sammelte wichtige Punkte. Er hat seine aufsteigende Form bewiesen und bringt damit Ferrari in die Bredouille, die meiner Meinung nach über eine längerfristige Lösung über 2013 hinaus nachdenken", vermutet er, dass Montezemolo eigentlich lieber einen jungen Fahrer an Bord holen würde.

Für solche Überlegungen spricht auch, dass McLaren einen mehrjährigen Vertrag mit Sergio Perez abgeschlossen hat, der bisher Mitglied der Ferrari-Akademie war. Perez wäre der ideale Kandidat gewesen, um Massa nach der Saison 2013 abzulösen. Doch weil sich diese Möglichkeit vergangene Woche zerschlagen hat, könnte man in Maranello verlockt sein, lieber sofort einen jungen Fahrer unter Vertrag zu nehmen, um nicht wieder Gefahr zu laufen, diesen an ein starkes Konkurrenzteam zu verlieren.

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