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Sauber-Teamchef: "Natürlich hat Wehrlein Cockpit-Chance"

Sauber-Teamchef Frederic Vasseur erklärt, wieso sich Pascal Wehrlein trotz Ferrari und der Eigentümer Hoffnung machen darf und Ericssons Verbleib nicht sicher ist

(Motorsport-Total.com) - Was passiert 2018 mit Mercedes-Junior Pascal Wehrlein? Vor der Saison durfte er sich noch Hoffnungen auf ein Cockpit beim Weltmeisterteam machen, jetzt klammert er sich verzweifelt an sein Sauber-Cockpit. Obwohl Ferrari dort in der kommenden Saison vermutlich Formel-2-Meister Charles Leclerc unterbringen will und die Teameigentümer mit Stammpilot Marcus Ericsson in Verbindung stehen, ist die Situation laut Teamchef Frederic Vasseur nicht aussichtslos.

Pascal Wehrlein, Marcus Ericsson

Glaubt man den Aussagen des Teamchefs, dann ist Ericssons Verbleib nicht gesichert

"Natürlich hat er eine Chance", sagt der Franzose gegenüber 'auto motor und sport'. "Ich kenne seine Fähigkeiten, weil wir zusammen schon in der DTM gearbeitet haben. Ich kann verstehen, dass er mit der augenblicklichen Situation nicht ganz happy ist, aber er muss seinen Job machen und zeigen, dass er den Platz verdient."

Mit der Arbeit des 22-Jährigen ist Vasseur zufrieden, auch wenn er zuletzt nicht die erhofften Ergebnisse gebracht hat. "Er hat kürzlich unter schweren Bedingungen gute Arbeit geleistet. Gerade an seinem Auto hatten wir einige technische Probleme. Er hat das gut weggesteckt, das Team angetrieben und sich auf seine Arbeit konzentriert. Und das ist wichtig für mich. Wenn du ein Team neu aufbauen willst, brauchst du nicht nur schnelle Fahrer, sondern auch solche, die gewillt sind, mit dem Team zusammenzuarbeiten und es in die richtige Richtung zu lenken."

"Es wäre ein Fehler, ein Team um einen Fahrer herum aufzubauen, nur weil er eine Verbindung zu den Eigentümern hat." Frederic Vasseur

Dazu gehöre es auch, geduldig zu sein. Genau das scheint Vasseur bei Wehrleins Teamkollegen Ericsson etwas zu fehlen. Als er auf den Schweden angesprochen wird, meint er, man müsse auch zum ihm fair sein. "Es wird nicht über Nacht gehen, das Sauber F1 Team neu aufzubauen. Fahrer denken normalerweise nicht weit voraus. Sie wollen Resultate im nächsten Rennen und nicht im nächsten Jahr sehen. Wenn er nächstes Jahr in einem Auto sitzen will, das aufs Podium fahren kann, wird er bei Sauber ein Problem damit haben. Wir werden uns mit den Eigentümern offen darüber unterhalten, was das Beste für Marcus und das Team ist."

Sein Verbleib sei jedenfalls noch nicht gesichert: "Es wäre ein Fehler, ein Team um einen Fahrer herum aufzubauen, nur weil er eine Verbindung zu den Eigentümern hat." Offenbar würde es auch Ferrari durchaus recht sein, wenn nicht Ericsson, sondern Wehrlein in der kommenden Saison als Teamkollege Leclercs fungiert.

Mit dem ehemaligen DTM-Champion, der auch in der Formel 1 schon kleine Glanzlichter setzte, hätte man eine ernsthafte Messlatte für das Talent, während Ericsson schwer einschätzbar ist. Dazu kommt, dass Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff und Vasseur befreundet sind. Es wird wohl auch eine Frage der Mercedes-Mitgift sein, ob Wehrlein sein Cockpit behalten kann.

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