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Renault: Ex-FIA-Geheimnisträger nicht wegen Infos geholt

Renault hat Details zur zukünftigen Position von Marcin Budkowski bekanntgegeben - Der Ex-FIA-Mann soll nicht das Fahrzeug sondern das Team weiterentwickeln

(Motorsport-Total.com) - Renault hat erneut bestritten, Marcin Budkowski wegen brisanter Infos über andere Autos verpflichtet zu haben. Laut dem Team wird der frühere technische Direktor der FIA bis mindestens April nicht für die Entwicklung des 2018er-Autos verantwortlich sein. Vielmehr sei die Verpflichtung Teil eines langfristigen Plans. Dabei soll Budkowski die Struktur und die Abläufe innerhalb des Teams verbessern und den Franzosen helfen, den letzten Schritt ihres Fünfjahresplans zu erreichen: den WM-Titel.

Marcin Budkowski

Marcin Budkowski arbeitete für die FIA - und ab der Saison 2018 für Renault

Zahlreiche Konkurrenten hatten Bedenken wegen der Verpflichtung geäußert, darunter auch die Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull. Aufgrund seiner bisherigen Rolle beim Automobilweltverband FIA hatte Budkowski bereits Einblick in die Konzepte der Teams für die nun anstehende Saison 2018. Vor allem deshalb regte sich Widerstand gegen die Verpflichtung bei den Teams. Renault verschob den Arbeitsbeginn des Neuzugangs deshalb auf April 2018.

"Ich kann die Sorgen der anderen Teams ja verstehen. Aber wir verpflichten jemanden vom Kaliber Marcins nicht als Geschäftsführer wegen dem, was er über die anderen Teams weiß", versucht Renaults Teamchef Cyril Abiteboul die Wogen zu glätten. Der verspätete Einstand des Neuzugangs sei "sehr fair für alle Seiten", betont er gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

"Wir holen ihn wegen seiner Fähigkeiten und seiner Erfahrung. Er ist jemand mit einem großartigen Lebenslauf, auch außerhalb der Formel 1. Er ist der Richtige, wenn wir in der Formel 1 den nächsten Schritt machen wollen", lobt Abiteboul seinen neuen Mitarbeiter in den höchsten Tönen.


Fotostrecke: 2017/2018: Auf Wiedersehen und Hallo!

"Uns interessieren die Geheimnisse der anderen Autos nicht", behauptet Abiteboul und hebt die selbst auferlegte Sperre erneut hervor. "Ich glaube es ist ein klares Signal, dass wir ihn bis April von jeglicher Entwicklung im Chassis-Bereich fernhalten", verweist er auf das Entgegenkommen gegenüber den anderen Teams.

Die langfristige Perspektive sei dabei wichtiger als der kurzfristige Erfolg durch mögliches Wissen von anderen Teams. "Marcin soll uns auf das nächste Level bringen", wünscht sich Abiteboul. "Er wird sich auf die organisatorischen Dinge konzentrieren. Das soll sicherstellen, dass wir 2020 oder 2021 unser selbstgestecktes Ziel erreichen: um den WM-Titel kämpfen", formuliert er die Erwartungen klar aus.

"Ich möchte, dass Marcin das perfekte Formel-1-Team für das 21. Jahrhundert baut", wählt der Renault-Teamchef abschließend große Worte.

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