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Lauda: "Eine Riesen-Herausforderung"

Niki Lauda machte sich in der Vergangenheit als Weltmeister, Unternehmer und Teamchef einen Namen und freut sich nun auf seine neue Rolle bei Mercedes

(Motorsport-Total.com) - In dieser Woche sorgte die Formel 1 mit mehreren Meldungen für Paukenschläge: Dass Michael Schumacher bei Mercedes durch Lewis Hamilton ersetzt werden könnte, zeichnete sich zwar schon längere Zeit ab, am Freitag wurde es jedoch endgültig offiziell. Zudem gaben die Stuttgarter die Verpflichtung von Niki Lauda als Aufsichtsrats-Vorsitzender des Formel-1-Teams bekannt. Für eine weitere Überraschung sorgte schließlich McLaren: Die Briten sicherten sich für 2013 die Dienste des bisherigen Sauber-Piloten Sergio Perez.

Niki Lauda

Niki Lauda ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender bei Mercedes

Die Verpflichtung Laudas hat mehrere Hintergründe: Nicht nur, dass der dreimalige Formel-1-Weltmeister bereits unternehmerische Erfahrung mitbringt - Lauda führte lange Jahre eine eigene Fluggesellschaft, war Berater bei Ferrari und Jaguar-Rennleiter und - Teamchef -, er vermittelte kürzlich auch zwischen Formula One Management (FOM), das unter der Leitung von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone für die kommerzielle Vermarktung der Königsklasse zuständig ist, und dem Mercedes-Team, was letzterem einen Verbleib von weiteren acht Jahren in der Formel 1 ermöglichte.

"Es stimmt. Ich habe bei den Verhandlungen mit Bernie Ecclestone geholfen", bestätigt Lauda. "Danach hat man mich gefragt, ob ich nicht mehr tun möchte, und mir dieses Angebot gemacht." Nun freut sich der Österreicher auf seine bevorstehende Tätigkeit bei den Silberpfeilen: "Es ist eine Riesen-Herausforderung", sagt der 63-Jährige. "Vor allem jetzt mit Lewis Hamilton und Nico Rosberg."

Hamilton sei laut Lauda einer der besten Rennfahrer, die es derzeit gebe. Der Weltmeister von 2008 unterschrieb bei Mercedes einen Vertrag bis 2015 und verdrängte somit Michael Schumacher aus dem Team. An Schumachers fahrerischem Können hätte es laut Lauda in den vergangenen Jahren - Schumacher gab 2010 für Mercedes sein Comeback in der Formel 1 und konnte nicht an frühere Erfolge anknüpfen - nicht gehapert: "Das Auto war nicht schnell genug, es war schlicht nicht eines der Top-Fahrzeuge", so der ehemalige Ferrari- und McLaren-Pilot, der heute als Experte für den Fernsehsender 'RTL' agiert.

"Muss man sich erst mal mit der Materie auseinandersetzen, dann ein Bild machen und dann etwas strukturell verändern." Niki Lauda

In der laufenden Saison machte Mercedes in der Formel 1 lediglich zu Beginn Schlagzeilen: Nico Rosberg sicherte dem Rennstall in China den ersten Triumph seit Juan Manuel Fangio im Jahr 1955. Anschließend blieben Erfolge jedoch aus, selbst Podestplatzierungen wurden Mangelware. Derzeit liegt man trotz höheren Budgets nur knapp vor Sauber, die in den vergangenen Rennen immer stärker wurden, auf Platz fünf der Teamwertung.

Lauda möchte sich hinsichtlich weiterer Erfolge nicht unter Druck setzen lassen und sich in seiner Rolle stattdessen erst einmal einen Überblick verschaffen: "Muss man sich erst mal mit der Materie auseinandersetzen, dann ein Bild machen und dann etwas strukturell verändern", erklärt Lauda. "Ich werde es mit aller Kraft angehen und meine Erfahrung einbringen. Ziel ist, bald ein möglichst schnelles Auto zu haben."

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