Startseite Menü

"Komplette Scheiße": Haas-Team in den USA unter Beschuss

Kritik des Haas-Teamchefs an der Güte von US-Rennfahrern erzürnen die IndyCar-Piloten - NASCAR-Legende Gordon und Mario Andretti schalten sich ein

(Motorsport-Total.com) - Die Kritik des Haas-Teamchefs Günther Steiner an der Qualität aktueller US-Piloten hat für wütende Reaktionen aus der nordamerikanischen Rennsportszene gesorgt. IndyCar-Fahrer Graham Rahal lässt via Twitter wissen, dass er die Aussagen für "komplette Scheiße" halten würde. Er sei sich sicher, dass er und seine Kollegen das Zeug hätten, sich in der Formel 1 zu etablieren: "Wenn Sie das glauben, warum rufen Sie uns nicht an und geben uns eine Chance?", fragt er in Richtung Steiner.

Romain Grosjean

Eine US-amerkanische Flagge auf dem Flügel macht noch keinen Patriotismus

Rahal ist überzeugt, dass US-Amerikaner "verdammt gute Rennfahrer" wären. Den Grund, dass in den vergangenen 24 Jahren nur zwei in einem Stammcockpit der Königsklasse saßen, sieht er in der mangelnden Attraktivität der Königsklasse: "Ich bleibe sowieso in der IndyCar-Serie, denn sie ist viel umkämpfter." Ergo würde Rahal nach eigener Aussage abwinken, wenn Steiner tatsächlich bei ihm durchklingen würde: "Die Einstellung bei Haas ist lustig. Dafür ist mir meine Zeit zu schade."

Alexander Rossi, Sieger der 500 Meilen von Indianapolis und Ex-Manor-Pilot, stimmt zu: "Exakt!", antwortet er Rahal bei Twitter. Auch Conor Daly, der im Vorfeld des Formel-1-Einstiegs bei Haas gehandelt worden war und nun ebenfalls in der IndyCar-Serie antritt, ist sauer: "Wie kann man sich nur als 'amerikanisches' Team bezeichnen und dann die versammelten Fahrer aus seinem Heimatland so beschimpfen?", beschwert er sich und spielt auf Haas' Pilotenwahl für die kommende Saison an: "Nicht im Entferntesten wurde ein etablierter US-Fahrer auch nur in Erwägung gezogen."


Fotostrecke: Das Haas-Team der 1980er-Jahre

Ex-Formel-1-Weltmeister Mario Andretti bezeichnet Steiners Aussagen sogar als "falsch und arrogant". Rückendeckung erhalten die erzürnten IndyCar-Asse auch von NASCAR-Legende Jeff Gordon: "Die Formel-1-Teams werden Piloten aus den USA nie akzeptieren, wenn sie sich nicht im Alter von neun oder zehn Jahren in Europa etablieren", sagt er. Es gäbe aber zahlreiche Talente, die unter günstigen Umständen und mit dem richtigen Material den Sprung in die Beletage vollführen könnten. "Nur erkenne ich nicht, dass das auf absehbare Zeit der Fall sein würde", so Gordon.

Neueste Kommentare

Noch kein Kommentar vorhanden!
Erstellen Sie jetzt den ersten Kommentar

Relaunch von Motorsport-Total.com

Aktuelle Bildergalerien

Sebastian Vettels kontroverseste Momente
Sebastian Vettels kontroverseste Momente

Die neuen Formel-1-Regeln für die Saison 2018
Die neuen Formel-1-Regeln für die Saison 2018

Was wurde aus alten Formel-1-Strecken?
Was wurde aus alten Formel-1-Strecken?

2017/2018: Auf Wiedersehen und Hallo!
2017/2018: Auf Wiedersehen und Hallo!

Hamilton vs. Vettel: Der Weg zum Titel
Hamilton vs. Vettel: Der Weg zum Titel

Die zehn besten Funksprüche 2017
Die zehn besten Funksprüche 2017

Formel-1-Tickets

ANZEIGE

Motorsport bei Sport1

Sport1
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott
11.02. 17:00
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott
16.02. 22:30
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott
21.02. 21:00

Google+