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Inkognito-Sponsoring: Ferrari verlängert Vertrag mit Marlboro

Nach über 40 Jahren Partnerschaft haben die Scuderia und der Tabakkonzern Philip Morris ihre Ehe erneuert - Auch ohne Logos auf dem Auto 50 Millionen Euro pro Jahr

(Motorsport-Total.com) - Ferrari hat seinen ihren Sponsorenvertrag mit der Zigarettenmarke Marlboro beziehungsweise dem Tabakkonzern Philip Morris International (PMI) verlängert. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung der Scuderia hervor. Die vorzeitige Erneuerung des bis 2018 laufenden Deals markiert ein neues Kapitel einer über 40-jährigen Partnerschaft, deren Sinnhaftigkeit sich in Zeiten des Tabakwerbeverbots in der EU und anderen Ländern erst auf den zweiten Blick erschließt.

Mehrheitlich geht es PMI darum, die Formel 1 als Plattform für Geschäftsbeziehungen zu nutzen. Dafür nehmen die US-Amerikaner nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' jedes Jahr rund 50 Millionen Euro in die Hand. Partner, Händler und sonstige Menschen, bei denen man sich beliebt machen möchte, werden an die Strecke eingeladen und verköstigt. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Hospitalitys der Scuderia im Paddock von PMI eingesetzt, bezahlt und betrieben werden.

Da Tabakwerbung in der EU längst verboten ist, finden sich keine Marlboro-Logos auf den Autos der Mythosmarke, aber das Ferrari-Rot wurde bereits vor Jahrzehnten dem Marlboro-Rot angeglichen. Außerdem erinnert das Scuderia-Logo stark an das Design der Tabakpackungen. PMI wiederum wirbt mit Ferrari und der Formel 1 auf Flughäfen, in Shops und in Ländern, in denen keine Vorschriften wie Schockbilder oder neutrale Zigarettenschachteln gelten, auch auf den Packungen.

Dass man bei keinem Formel-1-Grand-Prix mehr Marlboro sieht - auch nicht in Ländern, in denen es gesetzlich erlaubt wäre -, hat den Grund, dass Ferrari juristischen Ärger vermeiden will. Es ließe sich argumentieren, dass ein von einem Tabakkonzern gesponsortes Auto in der EU werbewirksam ist, wenn es beispielsweise in Malaysia fährt, das Rennen aber in der EU im Fernsehen zu verfolgen ist. Mit steuerlicher und physischer Ansässigkeit in Italien vermeidet Ferrari den Drahtseilakt.

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