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Ecclestone widerspricht: Briatore schreibt kein Reglement

Bernie Ecclestone widerspricht der Darstellung von Flavio Briatore, nachdem dieser an einem neuen Formel-1-Reglement arbeite: "Das ist überhaupt nichts dran"

(Motorsport-Total.com) - Ende Mai brachte sich Flavio Briatore mit der Ankündigung, er arbeite an einem neuen Formel-1-Reglement, wieder in die Schlagzeilen. Zuvor war es um den umtriebigen Italiener, der wegen der sogenannten "Crash-Gate"-Affäre als Teamchef bei Renault entlassen worden war, eine Zeit lang recht ruhig gewesen. Kernpunkte des von ihm entworfenen Reglements sollte eine noch stärkere Kostensenkung sowie eine größere Serienrelevanz der Formel 1 sein. Hierzu sollte unter anderem die Aerodynamik stark beschnitten werden.

Bernie Ecclestone (Formel-1-Chef), Flavio Briatore

Bernie Ecclestone kann auf Ratschläge von Flavio Briatore offenbar verzichten

Zwar ist Briatore aufgrund seiner Erfahrung ein Kenner der Szene, aber die Tatsache, dass eine Person, die keinerlei offizielle Position in der Formel 1 hat, angeblich an einem Reglement arbeitet, überraschte dann doch. Der Italiener hatte im Mai angekündigt, dass er in "ein paar Wochen" mehr verraten wolle. Auf Nachfrage unserer Kollegen von 'Pitpass' sagt Briatore, der sonst nie um Worte verlegen ist, lediglich: "Frag Bernie, ob er damit an die Öffentlichkeit gehen möchte."

Dieser äußerte sich auch zum Thema, allerdings nicht in der Form, die sich Briatore gewünscht haben dürfte. Der Formel-1-Boss bestritt, dass der Italiener an einem neuen Reglement arbeite. "Das ist überhaupt nichts dran", wird Ecclestone von 'Pitpass' zitiert. "Ich glaube er hat mit einem Typen von Ferrari gesprochen und erzählt, was wir seiner Meinung nach tun sollten", bewertet der 81-Jährige, der jegliche Zusammenarbeit mit Briatore abstritt, die Situation.

Generell scheint Ecclestone von den Vorschlägen Briatores nur wenig zu halten: "Er wollte auch schon einmal, dass die Startaufstellung umgedreht wird und ähnlichen Unsinn. Er redet seit Jahren über diese Dinge. Wir wollten es nicht beachten", fertigt Ecclestone den 62-Jährigen ab. Allerdings gibt der Formel-1-Boss zu, dass das von Briatore angerissene Thema der Kostensenkung tatsächlich auf der Tagesordnung der Formel 1 steht: "Wir kümmern uns um die Kosten und wollen diese Frage klären. Aber die Entwicklung in den vergangenen Jahren war nicht so schlecht", meint Ecclestone.

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