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Autogramme: Von Jägern und Unterschriften

Jenson Button und Lewis Hamilton erinnern sich, wie sie zunächst selbst als Autogrammjäger unterwegs waren, bevor sie die Fronten wechselten

(Motorsport-Total.com) - Die einen machen es gern, für die anderen ist es ein notwendiges Übel: das Autogrammeschreiben. Besonders in der Anfangsphase einer Karriere bereitet den Fahrern das Schreiben von Autogrammen viel Freude, verleiht es doch das Gefühl, bei den Fans beliebt zu sein und es irgendwie geschafft zu haben. Kein Wunder also, dass sich die meisten Piloten noch daran erinnern können, wann sie das erste Mal einem Fan ihre Unterschrift gegeben haben.

Lewis Hamilton, Jenson Button

Lewis Hamilton und Jenson Button beim Autogrammeschreiben

Davor haben viele Rennfahrer allerdings zunächst auf der anderen Seite gestanden - als Autogrammjäger. "Das war 1993, beim Großen Preis von Europa in Donington Park", erinnert sich Jenson Button. "Eigentlich wollte ich erst gar nicht hingehen, und mir ein Autogramm von einem Fahrer holen, weil ich zu verlegen war. Ich bekam dann eines von Andretti, der damals einen McLaren fuhr. Er war nicht der Bursche, auf den ich es abgesehen hatte, doch Ayrton (Senna; Anm. d. Red.) war halt gerade nicht da."

Auch McLaren-Teamkollege Lewis Hamilton erinnert sich noch an seine erste "Trophäe": "Mein erstes Autogramm stammte von Mark Blundell. Ich fuhr noch im Kart. Ich siegte bei einem Rennen und danach trafen wir uns. Ich habe noch ein Foto mit ihm. Er war der erste Formel-1-Fahrer, den ich traf - und von ihm erhielt ich auch mein erstes Autogramm."

Er selbst kann sich hingegen nicht daran erinnern, wann er sein erstes Autogramm schrieb: "Ich weiß nur noch: Es war sehr groß. Es dauerte zu lange, es zu schreiben. Wenn ich das noch immer so machen würde, käme ich bei der Autogrammstunde nie zurecht. Wir müssen ja so viele Dinge für das Team mit unserer Unterschrift versehen. Ich würde zwei- oder dreimal solange brauchen. Deshalb habe ich mein Autogramm vor ein paar Jahren mal verkürzt."

Martin Whitmarsh, Teamchef der beiden McLaren-Piloten, steht durchaus auch auf Unterschriften: "Normalerweise versuche ich, die Leute dazu zu bewegen, Verträge zu unterschreiben, keine Autogrammkarten (lacht; Anm. d. Red.). Ich kann mich daran erinnern, wie Andretti seinen Vertrag unterschrieben hat. Und ich weiß auch noch, wie ich vor zwei Wochen versucht habe, Blundell aus einer Bar herauszuziehen. Das sind meine Erinnerungen an diese beiden Jungs."

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