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Brawn wünscht sich mehr Privatteams

13. Mai 2008 - 08:47 Uhr

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Rückzug von Super Aguri vor dem Grand Prix in der Türkei ist die Diskussion um die Kosten in der Formel 1 neu entbrannt. Die kleinen Privatteams sind schon bald dazu verpflichtet, nur noch reinrassige Eigenkonstruktionen einzusetzen. Bislang waren die Autos von Toro Rosso und des ehemaligen japanischen Rennstalls nur geduldet.

"Es gibt wohl einige Teams, die Angst davor haben, dass sich in Zukunft Kundenteams engagieren könnten", kritisierte Honda-Teamchef Ross Brawn gegenüber 'ITV'. Und weiter: "Die haben offensichtlich die Befürchtung, dass sie selbst dann Sponsoren verlieren könnten." Das Super-Aguri-Team war lange Zeit ausgerechnet von Brawns Arbeitgeber über Wasser gehalten und mit Teilen versorgt worden. Honda stellte seine Unterstützung allerdings abrupt ein.

Der Teamchef sieht sich selbst inmitten eines Haifischbeckens. "Die Teams legen doch auf den Selbsterhalt mehr Wert als auf die Interessen der Formel 1 allgemein." Das Verbot von Kundenautos wird in Zukunft weitere Konsequenzen haben, denn bei Red Bull hat man sich unlängst dazu entschieden, dass Zweitteam Toro Rosso zu verkaufen - ein Käufer scheint allerdings noch nicht gefunden zu sein.

 

 
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