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Jenson Button

 
Steckbrief
Aktuelles Team McLaren Honda
Startnummer 22
Porträt (Stand: 08. Januar 2015) Jenson Button startete als eine Art Robbie Williams des Motorsports in die Formel 1, mittlerweile gilt er als Elder Statesman der Szene. Lange war der Brite als ewiges Talent gebrandmarkt, ihm wurde immer wieder mangelnder Killer-Instinkt unterstellt. Bis das Jahr 2009 die Erlösung brachte: Mit Brawn GP krönte sich Button wie Phoenix aus der Asche zum Champion und will 2015 in seinem sechsten Jahr bei McLaren wieder nach der Krone greifen. Und zwar nachdem seine Karriere kurz vor dem Aus stand.

Der Mann aus Frome durfte in seiner ersten Formel-1-Saison im Jahr 2000 bereits für ein Topteam, Williams, fahren. Erfolge hatte er damals nur wenige auf der Habenseite, der dritte Gesamtrang in der Britischen Formel 3 war das höchste der Gefühle. Dennoch gelang mit Platz acht in der WM ein erfolgreicher Einstand in der Königsklasse. Nach einer Zwischenstation bei Benetton landete er schließlich bei BAR, also jenem Rennstall, der später zum Honda-Werksteam wurde.

Dass ihm in der Vergangenheit das Leben als Superstar und das viele Geld manchmal zu Kopf stieg, kreidete ihm unter anderem sein Ex-Teamchef Flavio Briatore an. Seit geraumer Zeit lässt er es allerdings deutlich ruhiger angehen, denkt nach eigener Aussage beim Erhalt des Diensthandys auch an dessen stolzen Preis und macht Camping-Urlaub statt im Fünf-Sterne-Ressort. Weit zurück liegen auch die beiden "Buttongate"-Affären aus den Jahren 2004 und 2005: Beide Male hatte er Verträge bei genau jenem Team - Williams beziehungsweise BAR - unterschrieben, für das er nicht fahren wollte.

Honda kaufte ihn schlussendlich für viel Geld aus dem Williams-Vertrag frei - ein Investment, welches sich lohnen sollte: Nach dem dritten WM-Gesamtrang 2005 gewann Button 2006 in Ungarn den ersten Grand Prix für die Japaner, nachdem er zuvor 13 Podiumsbesuche auf den Stufen zwei und drei absolviert hatte. Im letzten Saisondrittel sammelte er sogar mehr Punkte als alle anderen Fahrer. 2007 startete er als Geheimfavorit in die Saison, doch schlussendlich endete das Jahr der Honda-Krise mit vier WM-Punkten und einer herben Enttäuschung.

Zumindest stellte er aber seine neue Reife unter Beweis, indem er hinter den Kulissen alles unternahm, um das Team zu motivieren, und sich in der Öffentlichkeit immer hinter eben dieses stellte. Das war auch während der Katastrophensaison 2008 mit dem unterlegenen RA108 nötig. Seine große Stunde schlug 2009, als er wenige Wochen vor dem Saisonauftakt infolge des Ausstiegs von Honda noch nicht wusste, ob es überhaupt weitergehen würde. Doch Button gab die Hoffnung nicht auf, akzeptierte nach der Übernahme des Teams durch Ross Brawn eine Gehaltskürzung: Er gewann sechs der ersten sieben Rennen, trug den Vorsprung ins Ziel und wurde prompt Weltmeister.

Auch nach dem Wechsel zu McLaren (2010) gelang es ihm, weiterhin Rennen zu gewinnen und dem von vielen Experten höher eingeschätzten Teamkollegen Lewis Hamilton die Stirn zu bieten. Gerade in chaotischen Regenrennen sorgte der ausgebuffte Taktiker für sensationelle Erfolge und beeindruckte sonst mit seiner Konstanz und Fehlerlosigkeit. Auch Hamilton-Nachfolger Sergio Perez hatte der in Woking äußerst beliebte Button im Griff. Im Duell mit dem Mexikaner zeigte sich erstmals Rivalität in der eigenen Box, die man von ihm nicht gewohnt war. Allerdings ging die Würze eher von dem ungestümen Perez aus.

Im Duell mit Kevin Magnussen ging es während der McLaren-Krise 2014 um den Job: Erst im Dezember erhielt Button trotz zwei Jahren ohne Rennsieg einen neuen Vertrag, nachdem er mit einem schwachen Auto die Kohlen nicht aus dem Feuer hatte holen können.

Button stand zu Beginn seiner Karriere wegen seiner Ex-Verlobten Louise Griffiths, einem Popsternchen, immer wieder im Rampenlicht. Nach einem Intermezzo mit Florence Brudenell-Bruce, Fotomodell und Bollywood-Schauspielerin, ist er seit Januar 2015 mit dem argentinisch-japanischen Unterwäschemodel Jessica, geborene Michibata, verheiratet. Mit ihr zusammen hat er auch schon einen Triathlon bestritten. Der Sport ist Buttons große Leidenschaft abseits der Rennstrecke, seine Zeiten sind auf internationalem Niveau konkurrenzfähig.

Im heimischen Monaco trainiert er sogar mit Radsport-Stars wie Mark Cavendish und Philippe Gilbert. Sein Engagement gilt aber auch dem guten Zweck, weshalb Button eine eigene Stiftung gegründet hat, für die er unter anderem bei Triathlonevents sammelt. An seiner Seite befand sich häufig auch Vater John. Der im Paddock äußerst beliebte ehemalige Rallyecross-Pilot verstarb Anfang 2014, weshalb sein Sohn eine Formel-1-Auszeit ernsthaft in Erwägung zog. Das pinke Helmdesign Buttons erinnert an "Papa Schlumpf" und sein geliebtes Oberhemd.
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Geburtsort Frome (Großbritannien)
Wohnort Monte Carlo (Monaco)
Geburtsdatum 19. Januar 1980
Nationalität Großbritannien
Größe 1,82 m
Gewicht 71 kg
Stärken - intelligenter Racer und Stratege
- Regenspezialist
- "Reifenflüsterer"
- sauberer Fahrstil
- gute körperliche Fitness
- beliebt bei der Crew, wirkt als Integrationsfigur
Schwächen - Defizit auf eine Qualifying-Runde
- braucht gutes Auto, um schnell zu sein
- Motivation nach Durststrecken fraglich
Familienstand verheiratet mit Jessica Button (geborene Michibata; seit Januar 2015)
Hobbies Internet, Computerspiele, Ausgehen
Lieblingssportarten Triathlon, Surfen, Schwimmen, Squash, Radfahren
Musikgeschmack Tanzmusik und Softrock, The Pigeon Detectives
Lieblingsessen Pasta
Lieblingsgetränk Orangensaft
Was Sie über ihn noch nicht wussten Jenson Button hat zwei Tattoos: Ein schwarzer Mantelknopf auf seinem rechten Unterarm und den Schriftzug "Nummer eins" in japanischen Schriftzeichen auf dem Knöchel. Es handelt sich um den Namen seines Triathlonteams. Er wirbt für Anti-Schuppen-Shampoo.
Was hinter der Startnummer steckt Jenson Button verbindet mit der Startnummer 22 gute Erinnerungen: 2009 wurde er im Brawn GP sensationell Weltmeister - mit ihr auf dem Auto.
Geschätztes Jahresgehalt 8 Millionen Euro
Manager Richard Goddard
Karriereweg - Britischer Super-Prix-Kartmeister (1989)
- Britischer Cadet-Kartmeister (1990)
- Britischer Cadet-Kartmeister (1991)
- Britischer Kartmeister (1993)
- Italienischer Kartmeister, Klasse Senior ICA (1995)
- Kart-Vizeweltmeister, Formel A (1995)
- Kart-Europameister, Formel A (1997)
- Britischer Formel-Ford-Meister (1998)
- Kart-Europameister, Super A (1999)
- 3. Britische Formel 3 (1999)
Karriere in der F1 - Williams (2000)
- Benetton (2001-2002)
- BAR (2003-2005)
- Honda (2006-2008)
- Brawn (2009)
- McLaren (2010 bis 2016)
Formel-1-Debüt 12.03.2000 beim GP Australien / Melbourne
Im Alter von: 20 Jahren und 54 Tagen
Erste Punkte Platz 6
26.03.2000 beim GP Brasilien / Interlagos
Im 2. Rennen der Karriere
Im Alter von: 20 Jahren und 68 Tagen
Erster Sieg 06.08.2006 beim GP Ungarn / Hungaroring
Im 113. Rennen der Karriere
Im Alter von: 26 Jahren und 200 Tagen
Erste Pole Position 25.04.2004 beim GP San Marino / Imola
Im 70. Rennen der Karriere
Im Alter von: 24 Jahren und 98 Tagen
Bestes Erg. Quali Pole Position
Bestes Erg. Rennen Erster
Bestes Erg. WM Weltmeister mit 95 Punkten (Saison 2009)
Die letzten WMs
SaisonPunkteSiegePolesPod.SRs
20141261
201373
20121883162
WM-Titel
SaisonPunkteSiegePolesPod.SRs
2009956492
Starts 271
Siege 15
Quote: 6 Prozent
Punkte 1.202
Quote: 4,44 Punkte pro Rennen
Schn. Rennrunden 8
Quote: 3 Prozent
Poles 8
Quote: 3 Prozent
Ausfallquote 18 Prozent

 

 
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