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Fernando Alonso

 
Steckbrief
Aktuelles Team Scuderia Ferrari
Startnummer 14
Porträt (Stand: 03. Februar 2014) Fernando Alonso ist für viele Experten der kompletteste Fahrer im Formel-1-Feld. Er wird häufig mit Alain Prost verglichen, weil er zwar vom Speed her bestimmt kein Manko hat, aber Rennen immer wieder durch seine Cleverness gewinnt. Außerdem ist er für seinen aggressiven Fahrstil bekannt - am Kurveneingang dreht er so brutal am Lenkrad wie kaum ein anderer Pilot. 2014 will der zweifache Weltmeister zur ersten Krone mit Ferrari rasen - nach vier erfolglosen Versuchen.

Der Spanier schaffte nach seinen Jahren im Kartsport einen kometenhaften Aufstieg in die Formel 1, wo er 2001 bei Minardi prompt alle Experten beeindruckte. Ferrari zeigte damals Interesse an ihm, wollte ihn aber bei Prost parken, weshalb er sich entschied, lieber einen Managementvertrag bei Flavio Briatore zu unterschreiben und zunächst Renault-Testfahrer zu werden. Nach einem Jahr auf der Reservebank trug er sich 2003 als (damals) jüngster Grand-Prix-Sieger und Polesetter in die Geschichtsbücher ein.

2005 schließlich als (damals) jüngster Weltmeister, nachdem er mit einer konstanten Saison und dank der Zuverlässigkeit seines Renault-Boliden den oft schnelleren McLaren-Star Kimi Räikkönen in Schach hielt. 2006 verteidigte er seinen WM-Titel im Duell gegen Michael Schumacher. Die Saison 2007 bei McLaren-Mercedes brachte schließlich vier Siege und den dritten WM-Platz, vor allem aber zahlreiche interne Reibereien mit Lewis Hamilton und Teamchef Ron Dennis im Rahmen des sogenannten "Krieg der Sterne".

Alonso fühlte sich ungerecht behandelt und lieferte der FIA aus Rache an seinem Arbeitgeber die entscheidenden Hinweise in der Spionageaffäre, die zur 100-Millionen-US-Dollar-Geldstrafe und dem Ausschluss aus der Konstrukteurs-WM führte. Weil der Bruch zwischen dem Spanier und den Silberpfeilen nicht mehr zu kitten war, vollzog man nach Saisonende auf eine einvernehmliche Trennung. Anschließend unterschrieb Alonso bei seinem alten Freund Briatore und Renault, der ihn nach einem Jahr Auszeit unbedingt zurückhaben wollte.

Die Saison 2008 begann zunächst enttäuschend, endete aber mit zwei Sensationssiegen in Singapur und Japan. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Sieg beim Nachtrennen nur durch eine Manipulation des Renault-Teams zustande kam: Teamkollege Nelson Piquet jun. setzte sein Auto absichtlich in die Mauer, um eine Safety-Car-Phase herbeizuführen, die Alonso in Führung brachte. Letzterem konnte aber keine Beteiligung an "Crashgate" nachgewiesen werden.

Seit 2010 fährt Alonso für seine "große Liebe" Ferrari, wo er sich auch auf Anhieb als klare Nummer eins gegenüber Felipe Massa etablierte. Das Interesse an ihm ist nicht nur sportlicher Natur, denn der zweifache Weltmeister brachte neben seinem Talent auch Sponsorenmillionen, unter anderem von der spanischen Großbank Santander, mit nach Maranello. Nichtsdestotrotz macht sich der Mann aus Oviedo auch auf der Strecke bezahlt: In seiner Ferrari-Zeit verbuchte er drei Vizemeisterschaften bei den Fahrern, 2010 und 2012 scheiterte er erst im letzten Saisonrennen an Sebastian Vettel.

Besonders das Finale von Abu Dhabi 2010 war ein rabenschwarzer Moment der Karriere Alonsos, schließlich sorgten ein grober Strategiefehler des Teams und der praktisch unpassierbare Renault-Pilot Witali Petrow dafür, dass er trotz Favoritenrolle den Titel noch abschreiben musste. Trotz des ausgebliebenen Titels und andauernden Wechselgerüchten bekennt sich der Routinier regelmäßig zur Scuderia und plant nach eigener Aussage, seine Karriere in Maranello zu beenden.

Wenn Alonso nicht im Formel-1-Auto unterwegs ist, kommt er gerne mit dem Rennrad auf Touren: Und das ist wörtlich zu nehmen. Auch wenn die bisherigen Anläufe scheiterten, gibt der Ferrari-Pilot seine Pläne nicht auf, ein eigenes Profi-Radsportteam an den Start zu bringen. Er stand dem Vernehmen nach zwar kurz davor, die Euskaltel-Truppe für 2014 zu übernehmen, doch der Deal platzte. Mit dem früheren Tour-de-France-Sieger Alberto Contador ist er gut befreundet, im Peloton diverser Rundfahrten ein gerne gesehener Gast.

Beim Fußball jubelt Alonso für Real Madrid und Real Oviedo. Eine weitere Leidenschaft gilt den japanischen Samurai, ein entsprechendes Tattoo trägt er auf dem Rücken. Bei 'Twitter' bedient sich Alonso häufig entsprechender Metaphern. Die Frau an seiner Seite ist Dascha Kapustina. Mit dem russischen Fotomodell ist der Spanier seit er seit 2012 liiert. Zuvor war Alonso mit der Popsängerin Raquel del Rosario verheiratet. Mit der Gruppe "El Sueno de Morfeo" ist die auch ohne ihren Ex ein Star in der spanischsprachigen Welt.

Alonso hat zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen erhalten, darunter der Prinz-von-Asturien-Preis in der Kategorie Sport, die Mitgliedschaft in der spanischen Ehrenlegion sowie die Lorenzo-Bandini-Trophäe. In seiner Heimatstadt Oviedo wurden eine Straße und eine Freizeitanlage nach ihm benannt. Sie beherbergt neben einer 1,4 Kilometer langen Kartbahn ein Museum, das sich mit seiner Karriere beschäftigt sowie ein 2.500 Quadratmeter großes Verkehrssicherheitszentrum.
Linktipps Offizielle Internetseite
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Geburtsort Oviedo (Spanien)
Wohnort Oviedo (Spanien)
Geburtsdatum 29. Juli 1981
Nationalität Spanien
Größe 1,71 m
Gewicht 64 kg
Stärken - sehr schnell
- ausgeprägter Renninstinkt
- versteht die psychologische Kriegsführung
- kommt auch mit schlechtem Material gut zurecht
- macht kaum Fahrfehler
- guter Teamleader
- sehr erfahren
Schwächen - akzeptiert keinen Gegner im eigenen Team
- lange Durststrecke könnte an den Nerven gezehrt haben
Familienstand geschieden (Ex-Frau Raquel del Rosario, neue Freundin Dascha Kapustina)
Hobbies Sport
Lieblingssportarten Radfahren, Fußball
Musikgeschmack spanische Musik und U2
Lieblingsessen Hähnchen-Curry
Was Sie über ihn noch nicht wussten Fernando Alonso finanzierte sich seine Laufbahn im Alter von 14 Jahren auch damit, als Fahrercoach und Mechaniker für jüngere Fahrer zu agieren. Er erhielt dafür nach eigener Aussage 100.000 Peseten (damals rund 600 Euro).
Was hinter der Startnummer steckt Nicht hinter dem Berg mit den Gründen für seine Wahl hält Fernando Alonso. Der Ferrari-Pilot lieferte selbst die passende Erklärung für die 14: "Sie hat mir immer Glück gebracht", meint er und gibt ein Beispiel. Am 14. Juli 1996 gewann er die Kart-WM mit der Startnummer 14, und zwar als 14-Jähriger.
Geschätztes Jahresgehalt 23 Millionen Euro
Manager Luis Garcia Abad
Karriereweg - Spanischer Kartmeister (1994)
- Junioren-Kart-Weltmeister (1996)
- Spanischer Kartmeister (1997)
- Europäischer Kart-Vizemeister (1998)
- Euro-Open-Nissan-Meister (1999)
- 4. Formel 3000 mit einem Sieg (2000)
Karriere in der F1 - Testfahrer Minardi (2000)
- Minardi (2001)
- Testfahrer Renault (2002)
- Renault (2003-2006)
- McLaren (2007)
- Renault (2008-2009)
- Ferrari (2010-2016)
Formel-1-Debüt 04.03.2001 beim GP Australien / Melbourne
Im Alter von: 19 Jahren und 219 Tagen
Erste Punkte Platz 7
09.03.2003 beim GP Australien / Melbourne
Im 18. Rennen der Karriere
Im Alter von: 21 Jahren und 223 Tagen
Erster Sieg 24.08.2003 beim GP Ungarn / Hungaroring
Im 30. Rennen der Karriere
Im Alter von: 22 Jahren und 26 Tagen
Erste Pole Position 23.03.2003 beim GP Malaysia / Sepang
Im 19. Rennen der Karriere
Im Alter von: 21 Jahren und 237 Tagen
Bestes Erg. Quali Pole Position
Bestes Erg. Rennen Erster
Bestes Erg. WM Weltmeister mit 134 Punkten (Saison 2006)
Weltmeister mit 133 Punkten (Saison 2005)
Die letzten WMs
SaisonPunkteSiegePolesPod.SRs
2013242292
20122783213
20112571101
WM-Titel
SaisonPunkteSiegePolesPod.SRs
200613476145
200513376152
Starts 227
Siege 32
Quote: 14 Prozent
Punkte 1.721
Quote: 7,58 Punkte pro Rennen
Schn. Rennrunden 21
Quote: 9 Prozent
Poles 22
Quote: 10 Prozent
Ausfallquote 15 Prozent

 

 
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