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Statistik enthüllt: Anzahl der Überholmanöver 2017 fast halbiert

Wie sich die Reglementänderungen wirklich auf die Überholmanöver ausgewirkt haben, wer 2017 der Überholkönig war und wessen Spezialgebiet die erste Runde ist

Max Verstappen, Sebastian Vettel
2017 wurde zwar weniger überholt, aber nicht minder hart gekämpft
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Saisonstart war die Kritik groß: Die neuen breiteren Autos ließen deutlich weniger Überholmanöver zu als in der Vergangenheit. Doch die Verantwortlichen baten um Geduld. Die Zeit werde zeigen, dass auch in der neuen Formel 1 nicht zu wenig überholt wird. Nun liegen die Daten der gesamten Saison auf dem Tisch. Und tatsächlich zeigen die von Reifenhersteller Pirelli erhobenen Zahlen, dass 2017 um 49 Prozent weniger überholt wurde als noch im Vorjahr.

Damals wurden insgesamt 866 Überholmanöver auf der Strecke gezählt, dieses Jahr waren es nur noch 435. Da spielt es auch keine große Rolle, dass der diesjährige Kalender ein Rennen weniger umfasst als noch im Vorjahr. Interessant ist, dass die Saisons zwei Extreme darstellen: Der Wert des Vorjahres ist der höchste seit Beginn der Zählungen Anfang der 1980er-Jahre, der diesjährige ist der niedrigste seit dem Jahr 2009, als die Boliden noch nicht über die Überholhilfe DRS verfügten.

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Im Jahr 2015 wurden über die Saison 509 Überholmanöver gezählt, was eher im Bereich der Saison 2017 liegt. Dass 2017 weniger überholt wurde als in den vergangenen Jahren, ist darauf zurückzuführen, dass DRS bei der aktuellen Fahrzeuggeneration weniger Wirkung zeigt als in der Vergangenheit, außerdem reagieren die neuen Boliden, die über mehr Abtrieb verfügen, heikler auf die Luftverwirbelungen durch den Vordermann.

Baku als Überhol-Highlight des Jahres

"Im Qualifying fährt man teilweise 4,5 Sekunden hinter einem anderen Auto, und trotzdem bekommt man noch die Dirty-Air ab", brachte Haas-Pilot Romain Grosjean das Problem in Abu Dhabi auf den Punkt. Auch die überhitzenden Reifen seien ein Problem, meinte der Franzose, der mit seiner Meinung nicht alleine dasteht. Der Liberty-Technikverantwortliche Ross Brawn, der eigentlich auf DRS verzichten will, hat bereits angekündigt, sich der Problematik annehmen zu wollen.

Dennoch gibt es enorme Schwankungen zwischen den unterschiedlichen Strecken: Das Rennen in Aserbaidschan, das durch zahlreiche Safety-Car-Phasen und Zwischenfälle geprägt wurde, erreichte mit insgesamt 42 Überholmanövern den Spitzenwert der aktuellen Saison. Den Tiefpunkt stellte hingegen Sotschi mit nur einem einzigen Überholmanöver dar.

Im Vorjahr sorgte der Grand Prix von China mit ganzen 128 Aktionen für eine wahre Überholflut, die allerdings ebenfalls kritisch beäugt wurde: Ursache war, dass DRS auf dem Shanghai-International-Circuit eine enorme Wirkung erzeugte und das Überholen eher wie ein Vorbeifahren an einem Konkurrenten anmutete. Am wenigsten Überholmanöver (zehn) wurden 2016 in Ungarn gezählt.

Ricciardo löst Verstappen als Überholkönig ab

Damit die Zahlen so repräsentativ wie möglich sind, zählt Pirelli nur Verschiebungen, die direkt auf der Strecke passieren. Start und erste Runde werden nicht miteinbezogen. Außerdem muss der Fahrer die gewonnene Position bis zur Ziellinie halten.

Die Daten belegen übrigens, dass es trotz der Regeländerungen auch einige Parallelen zwischen 2017 und 2016 gibt: Das Team mit den meisten Überholmanövern (65) ist in beiden Jahren Red Bull. Während im Vorjahr Max Verstappen zum König der Zweikämpfe gekrönt wurde, ist es allerdings dieses Jahr Daniel Ricciardo. Dem "Aussie", der mit seinen Überraschungsangriffen schon viele Konkurrenten überlistete, kam auf insgesamt 43 Überholmanöver. Alleine 13 davon absolvierte er in Silverstone, als er nach einer Gridstrafe durch das Feld pflügte.

Die Fahrer, die sich gegen Attacken am besten behaupten konnten, waren Weltmeister Lewis Hamilton und Red-Bull-Pilot Verstappen, die beide nur zwei Mal in der gesamten Saison einen Rivalen ziehen lassen mussten. Als Spezialist für die erste Runde erwies sich ein Mann, von dem es nur wenige erwartet hätten: Williams-Rookie Lance Stroll, der in der Runde nach dem Start insgesamt 36 Mal an einem Konkurrenten vorbeiging.

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