Aktuelle Bildergalerien
 
ANZEIGE
 
 
Tests: Zeiten, Termine, Statistik

Exklusives "Testcenter"

Im "Testcenter" finden Sie Zeiten, Termine und unzählige Statistiken zu den Testfahrten in der Formel 1!
Zum Testcenter
 
ANZEIGE
 
 
Apps zu Formel 1, MotoGP, DTM und Co. für Android, iOS und Windows Phone
Tickets für den Formula One Paddock Club - hier ordern!
Die aktuelle Umfrage

Nach Niki Laudas Rücktritt: Wer soll neuer RTL-Experte werden?

Gerhard Berger
Timo Glock
Alex Hofmann
Nico Rosberg
ein anderer
Sie sind hier: Home > Formel 1 > Newsübersicht > News

Pirelli warnt: Reifenkrieg würde die Kosten etwa verfünffachen

Pirelli-Manager Mario Isola erklärt, warum die Kosten bei einem Reifenkrieg explodieren würden - Auch für die Teams würde es in den Fall teurer werden

Mario Isola
Mario Isola erklärt, warum ein Reifenkrieg richtig teuer werden würde ...
© Sutton

(Motorsport-Total.com) - Bei einer weltweiten Umfrage unter den Fans der Formel 1, die in diesem Jahr von 'Motorsport Network' in Zusammenarbeit mit Nielsen Sports durchgeführt wurde, stellte sich heraus, dass die meisten Zuschauer einen neuen Reifenkrieg in der Königsklasse begrüßen würden. Zuletzt traten in der Formel 1 im Jahr 2006 mit Michelin und Bridgestone zwei verschiedene Hersteller an. Seit 2007 gibt es in der Königsklasse Einheitsreifen - und das aus gutem Grund.

Pirelli-Manager Mario Isola erklärt, dass eine Formel-1-Saison für den italienischen Hersteller ungefähr "vier- oder fünfmal" so teuer wäre, wenn es einen Rivalen geben würde. In Zeiten, in denen das Sparen in der Königsklasse ganz groß geschrieben wird, wäre ein Reifenkrieg zwischen zwei oder mehr Herstellern also eindeutig das falsche Zeichen. Doch warum würden die Kosten überhaupt so explodieren?

ANZEIGE

"In meiner Laufbahn habe ich in anderen Meisterschaften bereits einen Reifenkrieg erlebt", verrät Isola und erklärt: "In der Formel 1 brauchst Du mehr als einen speziellen Reifen pro Strecke. Denn auf der gleichen Strecke kannst Du fünf verschiedene Bedingungen vorfinden." Zusätzlich würde man beispielsweise auch für das Qualifying einen eigenen Reifen an den Start bringen.

Zur Erinnerung: 2018 wird Pirelli die komplette Saison mit sieben verschiedenen Mischungen bestreiten. Bei einem Reifenkrieg-Szenario würde es aber vermutlich um die 40 Mischungen pro Jahr brauchen, um auf jeder Strecke konkurrenzfähig zu sein. "Ich denke schon", bestätigt Isola und erklärt, dass man die eigenen Pneus zudem auch während des Jahres permanent weiterentwickeln müsste.

Fanwünsche für die Formel-1-Zukunft

Von Erfolgsgewichten über Kundenautos bis zur Rückkehr zu V8-Motoren - Wir verraten, was sich die Fans für die Zukunft der Formel 1 (nicht) wünschen ...


13.08.2017
Foto 1 von 12
Top oder Flop? Wenn die Formel 1 ihre Regeln ändert, muss das nicht immer in die richtige Richtung gehen. Das haben wir in der Vergangenheit bereits mehr als einmal erlebt. Wir schauen uns an, was sich die Formel-1-Fans für die Zukunft der Serie wünschen - und welche Ideen gnadenlos durchfallen
Top oder Flop? Wenn die Formel 1 ihre Regeln ändert, muss das nicht immer in die richtige Richtung gehen. Das haben wir in der Vergangenheit bereits mehr als einmal erlebt. Wir schauen uns an, was sich die Formel-1-Fans für die Zukunft der Serie wünschen - und welche Ideen gnadenlos durchfallen

"Du musst ja mit der Entwicklung der Autos Schritt halten - und nicht nur das. Du brauchst ja auch für jedes Team eigene Mischungen, weil jedes Auto anders ist", erklärt er. Zusammengefasst: Pirelli müsste für jede Strecke und für jedes Kundenteam jeweils eigene Mischungen bauen, die man zudem während des Jahres auch noch überarbeiten müsste. Isola bezeichnet die Situation daher als "sehr kompliziert".

"Man darf außerdem nicht nur die Kosten für den Reifenhersteller berücksichtigen. Auch für die Teams wäre es teurer", erklärt er und verweist darauf, dass man viel mehr testen müsste - was natürlich auch die Teams betreffen würde. Pirellis Vertrag als Alleinausrüster der Königsklasse läuft noch bis einschließlich 2019. Dass es danach wieder einen Reifenkrieg geben wird, erscheint angesichts der Kosten äußerst unwahrscheinlich.

Artikeloptionen
Artikel bewerten