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Nur ein Punkt für Hülkenberg: Warum Renault so schwach war

Nach Brasilien kann sich Renault Saisonziel Platz fünf endgültig abschminken: Warum die Werkstruppe mit einem Pünktchen erneut unter den Möglichkeiten blieb

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Ohne Saft keine Kraft: Hülkenberg blieb mit zurückgedrehtem Motor zahnlos. Jetzt durch die Highlights des Grand Prix von Brasilien klicken!
Ohne Saft keine Kraft: Hülkenberg blieb mit zurückgedrehtem Motor zahnlos. Jetzt durch die Highlights des Grand Prix von Brasilien klicken!

(Motorsport-Total.com) - Auch beim vorletzten Saisonrennen verpuffte die große Renault-Attacke in der Konstrukteurs-WM: Nico Hülkenberg holte mit einer Runde Rückstand ein mickriges Pünktchen, während Teamkollege Carlos Sainz wegen eines beschädigten Unterbodens als Elfter gar leer ausging. Der Grund: Die Truppe aus Enstone musste nach den enormen Zuverlässigkeitsproblemen die Motoren drosseln und war wie die beiden Red-Bull-Teams dadurch klar gehandicapt.

"Wir wussten, dass wir unsere Performance zum Teil zugunsten der Zuverlässigkeit opfern müssen", bestätigt Renault-Geschäftsführer Cyril Abiteboul gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Dieses Rennen hatte ein bisschen einen faden Beigeschmack, und es ist bitter, weil wir so viel mehr Potenzial haben."

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Aussagen, die sich Woche für Woche wiederholen. Doch in Brasilien ist es mehr als nachvollziehbar, dass Renault auf Nummer sicher ging: In den sechs Rennen seit Singapur schied Hülkenberg vier Mal wegen eines technischen Defektes aus. Und seit Mexiko werden die Renault-Motoren auch noch von massiven Problemen heimgesucht, die sogar den alten Konflikt mit Red Bull wieder aufflammen ließen. In der Höhenluft gehen die MGU-H-Elektromasischnen im Stakatto kaputt.

Bauchweh vor dem Saisonfinale

Die Tatsache, dass auch das Werksteam seine Motoren zurückdrehen musste, zeigt immerhin, dass nicht nur die Red-Bull-Teams unter dem Manko leidet. "Wir müssen sicherstellen, dass das nicht noch einmal passiert und wir uns nicht zwischen Performance und Zuverlässigkeit entscheiden müssen", fordert Abiteboul. "Denn wenn wir in der Formel 1 antreten wollen, benötigen wir beides."

Gut gesagt, denn vor allem beim Werksteam hatte man dieses Jahr bereits in den unterschiedlichsten Bereichen Probleme. Das macht ein Krisenmanagement umso schwieriger. Jetzt reist man mit Bauchweh nach Abu Dhabi, wo die Entscheidung in der Konstrukteurs-WM fallen wird. Vor dem letzten Saisonrennen liegt Renault weiterhin auf Platz sieben. Saisonziel Platz fünf kann man abschminken, denn dafür müssten man den Sieg und zumindest einen fünften Rang in Abu Dhabi einfahren.

Fällt man sogar noch auf Platz acht zurück?

Daher geht es bestenfalls um Platz sechs, auf dem sich derzeit Toro Rosso befindet. Das ist keineswegs unheikel, schließlich musste man sich in Interlagos bereits Vorwürfe gefallen lassen, man würde die kleine Red-Bull-Truppe durch die Motorenprobleme absichtlich einbremsen, schließlich geht es in diesem Kampf auch um über sechs Millionen Euro aus dem Topf der TV-Gelder.

Durch die Zuverlässigkeitsprobleme fürchtet man bei Renault inzwischen aber ohnehin sogar, noch hinter Haas auf Platz acht zurückzufallen, denn auch die US-amerikanische Truppe, die in Brasilien leer ausging, liegt nur zwei Punkte hinter Renault. "Wir würden einerseits gerne aggressiv in das letzte Saisonrennen gehen, denn wenn man dort nicht aggressiv ist, wann dann?", überlegt Abiteboul. "Andererseits wissen wir, dass Haas in der WM-Wertung sehr nahe ist, also müssen wir einen Kompromiss eingehen." Hülkenberg gibt sich vorsichtig optimistisch: "Die Strecke sollte uns besser liegen."

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