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Keine Strafen in Sicht: McLaren "Best of the Rest" in Brasilien?

Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne hoffen auf ein problemfreies Rennwochenende in Sao Paulo - "Schlechte Saison" mit versöhnlichem Abschluss?

Stoffel Vandoorne, Fernando Alonso, Sergio Perez
McLaren fühlt sich für den Endspurt der Saison 2017 gewappnet
© LAT

(Motorsport-Total.com) - McLaren hat drei schwierige Rennen mit einer Menge Motorenstrafen hinter sich. Beim Brasilien-Grand-Prix sollen Fernando Alonso und Stoffel aber endlich wieder von dort aus starten können, wo sie sich qualifizieren. Das Duo träumt von einem problemfreien Rennwochenende. Das soll zeigen, wo der MCL32 mittlerweile wirklich steht um weiter Hoffnung für die kommende Saison zu schöpfen.

"Es war keine gute Saison", nimmt Alonso kein Blatt vor den Mund. "Wir stehen auf Platz neun unter den Herstellern und haben schon zwölf Motoren verbraucht. Das kann keine gute Saison sein." Er betont aber auch: "Dennoch haben wir sichtbare Fortschritte mit dem Auto gemacht und sind für das kommende Jahr optimistisch. Im Team herrscht jetzt die Stimmung, dass es ein fantastisches 2018 werden kann."

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Um die Stimmung hochzuhalten, muss in Brasilien und Abu Dhabi aber noch abgeliefert werden - und das am besten ohne Motorenstrafen oder Zuverlässigkeitsprobleme. "In der letzten Zeit waren wir recht konkurrenzfähig", so Alonso. "Wir haben aber ein paar gute Punkte liegen lassen, weil und die Zuverlässigkeit im Stich gelassen hat. In manchen Rennen hatten wir wegen der Strafen von ganz hinten keine Chance. Wenn wir einmal weder am Freitag, am Samstag noch am Sonntag Probleme haben, dann sind Punkte garantiert."

In acht von 18 Rennen hat mindestens ein McLaren-Fahrer eine Motorenstrafe absitzen müssen. Von den zehn straffreien Rennen startete viermal mindestens einer von beiden aus den Top 10. Noch wichtiger: Nur einmal konnten trotz einer Strafversetzung Punkte geholt werden.

"Wir erwarten für dieses Wochenende, ohne Problem aufzutreten und daher endlich auch unsere Arbeit erledigen zu können. Dann sollten wir in guter Form sein", freut sich Vandoorne auf seinem ersten Brasilien-Grand-Prix. Der Belgier erhält auch endlich das Update-Paket, das bisher nur Alonso fuhr.

"Wir sollten auch hier in den Kurven stark sein. Es gibt also keinen Grund, warum wir nicht konkurrenzfähig sein sollten.", aber der Youngster warnt auch: "Force India und Renault haben auch noch einmal nachgelegt. Es wird wieder einen engen Kampf mit ihnen geben. Es ist hier immer schwierig, weil die Runde so kurz ist - da liegen die Zeiten immer sehr nah beieinander."

FIA-Fast-Facts: Brasilien

Alles Wissenswerte rund um den Großen Preis von Brasilien 2017: Von Rekordhaltern und dem Start einer Serie


08.11.2017
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Wir schreiben den 45. Brasilien-GP seit 1973. Nach fünf Events in Sao Paulo wechselte das Rennen 1978 nach Jacarepagua in Rio, kam 1979 und 1980 nach Interlagos zurück, bevor man zwischen 1981 und 1989 wieder in Rio fuhr. Seit 1990 findet der Event wieder jährlich in Interlagos statt.
Wir schreiben den 45. Brasilien-GP seit 1973. Nach fünf Events in Sao Paulo wechselte das Rennen 1978 nach Jacarepagua in Rio, kam 1979 und 1980 nach Interlagos zurück, bevor man zwischen 1981 und 1989 wieder in Rio fuhr. Seit 1990 findet der Event wieder jährlich in Interlagos statt.

Alonso fallen ein paar Gründe ein, warum man sich in Interlagos dennoch zur stärksten Kraft hinter den Top-3-Teams mausern könnte. "Wir müssen schauen, wie das Wetter wird und wie wir uns auf dieser Strecke schlagen", gibt er zu bedenken, fügt aber hinzu: "Einige unserer Konkurrenten werden diesmal vielleicht Strafen bekommen. Es könnte ein gutes Wochenende werden, um Punkte zu holen."

Der Spanier reist mit dem Rückenwind einer starken Performance in Mexiko an, wo er trotz Startplatz 18 noch einen Punkt holen konnte. Mehr noch: Er konnte sich einen Zweikampf mit Weltmeister Leis Hamilton liefern. Den spielt er mittlerweile jedoch herunter.

"Als er in meinem Rückspiegel aufgetaucht ist bin ich davon ausgegangen, dass er mich schnell überholen wird", erklärt Alonso. "Aber dank des DRS und dem Windschatten, die ich von Magnussen hatte, war ich in der Lage, die Position zu verteidigen. Als ich das DRS verloren habe, war es vorbei."

Dennoch betont auch der zweimalige Weltmeister: "Mexiko war bisher unser bestes Rennen. Wir hatten dort aber keine großen Updates, deswegen könnte es an der Strecke gelegen haben. Trotzdem hat sich alles, was wir seit Ungarn am Auto angebracht haben, positiv ausgewirkt. Wir gehen in die richtige Richtung. Aber auch mit dem Chassis müssen wir die Top-Leute noch einholen. Wir müssen sicherstellen, dass wir sie ab kommenden März attackieren können."

Auch Teamkollege Vandoorne betet für ein letztes Aufbäumen vor Sommerpause: "Die Ressourcen haben sich natürlich schon alle auf 2018 konzentriert. Alles, was wir jetzt entwickeln, hilft uns für das kommende Jahr. Ich will die Saison stark abschließen. Denn wenn wir die beiden Rennen hinter uns haben, will ich ein wenig ausspannen und das Jahr Revue passieren lassen. Das kommende Jahr wird dann spannend."

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