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Force-India-Boss vor Gericht: Kommt Mallya in den Knast?

Der Spirituosen-Baron kämpft gegen seine Auslieferung von Großbritannien nach Indien und inszeniert sich als politisch Verfolgter: Stand der Dinge in der Lex Mallya

Vijay Mallya
Causa Vijay Mallya: Nach jahrelangem Kampf fällt wohl bald eine Entscheidung
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Der juristische Showdown um Force-India-Boss Vijay Mallya und seine finanziellen Machenschaften spitzt sich zu: Bis spätestens Januar fällt vor einem Gericht in London eine Entscheidung über eine Auslieferung in seine Heimat, die der 61-Jährige zu verhindern versucht. Doch auch britische Behörden werfen dem Spirituosen-Baron nun Geldwäsche vor. Nach einer jüngsten Anhörung verkündete er vor Journalisten: "Vor Gericht wird sich alles klären." Wirklich? Wir fassen zusammen.

Status Quo ist: Mallya ist nach seiner zweiten Verhaftung Anfang Oktober in Großbritannien auf freiem Fuß, jedoch nur gegen eine Kaution in Höhe von rund 730.000 Euro. Seinen Pass musste er abgeben. Ehe am 4. Dezember sein Prozess beginnt, ist er bemüht, sich in den europäischen Medien als Opfer einer Verleumdungskampagne der indischen Politik gegen ihn zu präsentieren.

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Im Anschluss an eine Vorverhandlung stellte er sich vor dem Gerichtsgebäude vor die Journalistentraube und sprach - lautstark, auf offener Straße und mit einer Tageszeitung in der Hand - davon, politisch verfolgt zu werden. Auf besagtem Blatt zu sehen: Sonia Gandhis Schwiegersohn Robert Vadra und Virbhadra Singh - indische Topprominenz mit zahleichen juristischen Problemen.

Force-India-Präsentationen seit 2008

Seit der Übernahme von Spyker zur Saison 2008 hat Force India diese Fahrzeuge für die Formel-1-WM vorgestellt


21.01.2015
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2008: Am Gateway of India in Mumbai hat alles begonnen. Dort stellte Force India 2008 den ersten Formel-1-Wagen des Teams vor, den VJM01. Und wie alle seine Nachfolger, so ist schon das erste Auto nach Teamchef und Teameigner Vijay Mallya benannt.
2008: Am Gateway of India in Mumbai hat alles begonnen. Dort stellte Force India 2008 den ersten Formel-1-Wagen des Teams vor, den VJM01. Und wie alle seine Nachfolger, so ist schon das erste Auto nach Teamchef und Teameigner Vijay Mallya benannt.

Auch dem Geschäftsmann und dem ehemaligen Industrieminister Indiens wollen die Strafverfolgungsbehörden an den Kragen. Steuerhinterziehung und Korruption lauten die Vorwürfe. Mallya siegessicher: "Kommen Sie alle zu Gericht und schauen sie sich meine Anhörungen an. Die Anschuldigungen gegen mich sind haltlos und konstruiert." Doch so klar ist der Fall längst nicht.

So sehen die Sache wohl auch Mallyas Anwälte und versuchen, das Verfahren zu beschleunigen. Ziel: Der indischen Justiz, die in London durch die britische Staatsanwaltschaft vertreten wird, so wenig Zeit wie möglich lassen, um neue Beweise zu sammeln und eine Auslieferung durchzusetzen.

Im Zentrum der Vorwürfe stehen Gelder, mit denen Mallya in Indien und im Ausland Ankäufe von Firmen und Grundstücken sowie Investments - unter anderem in sein Formel-1-Team Force India - getätigt haben soll. Angeblich stammen sie aus anderweitig aufgenommenen Krediten, die der Unternehmer nicht zurückzahlte, sondern in Steuerparadiese verschiffte, womit er einen Schuldenberg von rund 1,16 Milliarden Euro angehäuft haben soll. Ein Grund für Pleite seiner Airline Kingfisher.

In den kommenden Wochen legen Anklage und Verteidigung ihre Sicht der Dinge dar: Dabei geht es nicht nur um Mallyas Schulden, sondern auch um die Frage, ob ihm in Indien ein faires Verfahren in Aussicht steht. Angehört werden soll auch Force Indias Finanzchef. Es ist gut möglich, dass die Zukunft des Teams von Mallyas Schicksal abhängt. Das ist seit Oktober offener als je zuvor.

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