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Trotz Feuerwerk: Ocon soll von verhasstem Kollegen lernen

Force India lobt Esteban Ocon für seine Entwicklung, fordert ihn jedoch auf, sich in Sachen Cleverness ein Beispiel an Stallgefärte Sergio Perez zu nehmen

Esteban Ocon
Esteban Ocon fuhr in Japan zwischenzeitlch auf dem dritten Rang
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Das Force-India-Team verneigt sich vor seinem Youngster Esteban Ocon für sein Feuerwerk beim Japan-Grand-Prix in Suzuka. Dass der Franzose auf den ersten Metern sogar Red-Bull-Konkurrent Daniel Ricciardo foppte und einige Runden lang auf dem dritten Rang fuhr, lässt den stellvertretenden Teamchef Robert Fernley ins Schwärmen geraten: "Am Start lässt sich noch der Unterschied machen. Es besteht die Chance, dass Talent das Chassis schlägt. Er hat das Beste daraus gemacht."

Dass Ocon anschließend nicht in der Lage war, den Australier sowie die übrigen heranstürmenden Favoriten Valtteri Bottas (Mercedes) und Kimi Räikkönen (Ferrari) in Schach zu halten, wundert Fernley nicht: "Wenn es im Rennen um das Tempo auf Longruns geht, können wir mit den Top-3-Teams nicht mithalten. Da müssen wir realistisch sein." Denn Force Indias Richtwerte sind nicht mit anderen finanziellen Möglichkeiten ausgestattete Werksteams, sondern die Mittelfeld-Rivalen.

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Geht es nach den Teambossen, sollte Ocon sich an seinem Stallgefährten Sergio Perez ein Beispiel nehmen. Der Mexikaner gilt seit Sauber-Zeiten als gewiefter Mann, wenn es darum geht, sich bietende Chancen mit unterlegenen Autos zu nutzen: "Er wird besser und hat das Glück, einen sehr guten Teamkollegen zu haben, der Rennfahrer durch und durch ist", winkt Fernley mit dem Zaunpfahl.

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Jetzt wird's für Sebastian Vettel richtig schwierig: Lewis Hamilton gewinnt den Grand Prix von Japan und baut seinen Vorsprung in der WM auf 59 Punkte aus. Bei 100 noch zu vergebenden Punkten "ein Riesenschritt", wie Niki Lauda sagt.
Jetzt wird's für Sebastian Vettel richtig schwierig: Lewis Hamilton gewinnt den Grand Prix von Japan und baut seinen Vorsprung in der WM auf 59 Punkte aus. Bei 100 noch zu vergebenden Punkten "ein Riesenschritt", wie Niki Lauda sagt.

In diesem Punkt ortet er bei Mercedes-Junior Ocon Verbesserungsbedarf: "Wenn es um Cleverness auf der Strecke geht, muss er noch lernen - da kann er davon profitieren, dass 'Checo' an seiner Seite ist." Ob der ehemalige DTM-Pilot allerdings so bereitwillig Tipps von Perez annimmt, ist nach jüngsten Scharmützeln zu bezweifeln - auch wenn die Stimmung besser geworden zu sein scheint.

Esteban Ocon glänzt 2017 durch Konstanz: Obwohl er viele Punkte bei Kollisionen mit Perez verschenkte, beendete er jeden WM-Lauf des Jahres und holte bei 15 von 16 Grands Prix Punkte. Aktuell ist er mit 65 Punkten Achter der Gesamtwertung, damit aber noch hinter Perez (82) zurück.

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