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Stewards greifen nicht ein: Fahrstil für Magnussen in Ordnung

Weil die Rennkommissare Kevin Magnussen selten bestrafen, sieht er seinen harten Fahrstil als nicht so dramatisch an - Kein Problem mit Idiot-Aussagen von Alonso

Kevin Magnussen
Kevin Magnussen hat sich in der Formel 1 den Ruf des "Bad Boys" erarbeitet
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die Feindesliste von Kevin Magnussen in der Formel 1 wächst und wächst. Dass Nico Hülkenberg auf den Haas-Piloten bekanntlich nicht gut zu sprechen ist, weiß man spätestens seit den Vorkommnissen von Ungarn und dem "Lutsch-mir-die-Eier"-Spruch. In Malaysia gesellte sich auch Fernando Alonso zu den Magnussen-Kritikern hinzu, als er nach einem harten Manöver in den Funk brüllte: "Was für ein Idiot! Hülkenberg hatte Recht!"

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Magnussen selbst interessieren solche Ausbrüche über seine Person nicht - vor allem nicht, wenn sie im Eifer des Gefechts im Rennen passieren. "Wir reagieren alle etwas hitzköpfig im Auto in der Situation. Wenn euch im Straßenverkehr jemand schneidet, dann flucht ihr doch auch", zuckt er mit den Schultern. "Es bedeutet nicht so viel, wenn es in diesem Moment im Auto passiert."

Anders sehe die Sache aus, wenn der Grand Prix längst gelaufen ist. In Ungarn platzte Hülkenberg in ein Magnussen-Interview und gratulierte ihm zum Preis des unfairsten Fahrers, was der Däne mit dem Eierspruch konterte. Denn damit kann das heutige Geburtstagskind (25 Jahre alt wird er) wenig anfangen: "Nach dem Rennen Dinge zu sagen und sich weiter reinzusteigern, würde ich nicht machen", sagt er.

Doch bekanntlich zählt ohnehin das Geschehen auf der Strecke, und dort hat sich Magnussen mittlerweile einen Ruf erarbeitet, der für einige hart an der Grenze ist. Der Däne verteidigt sich häufig sehr hart und lotet den Spielraum des Erlaubten weit aus. Für ihn selbst das aber in Ordnung, denn er würde von seinen Kollegen das Gleiche erwarten. Außerdem verlässt er sich im Zweifel auf die Rennkommissare: "Wenn es für die Stewards okay ist, ist es auch für mich okay."

In Ungarn wurden Magnussen beispielsweise fünf Strafsekunden für sein Manöver gegen Hülkenberg aufgebrummt, ansonsten kommt er mit seiner Fahrweise meist ungeschoren davon und fühlt sich daher in seinen Aktionen bestätigt: "Was für mich zählt, ist die Meinung der Stewards", sagt er. Auch das Team stehe komplett hinter ihm. "Dadurch fühlt man sich gut und frei, um zu racen."

Dass er sich häufig gegen andere Piloten zur Wehr setzen muss, macht Magnussen daran fest, dass er zu Rennbeginn häufig in einer besseren Position liegt, als er mit dem Haas eigentlich sein dürfte. Denn am Start lasse es sich nun einmal einfacher Positionen gutmachen, bevor später die Pace im Rennen wichtiger ist. "Wenn man auf dem achten Platz liegt und nicht schnell genug ist, dann muss man kämpfen", so der Däne.

Denn im Gegensatz zu anderen Fahrern habe er keinen Boliden, mit dem man einfach aus eigener Kraft in jedem Rennen in die Punkte kommt. Er müsse hart kämpfen, um in den Punkterängen zu bleiben, wenn er einmal dort ist. Und im Gegensatz zu WM-Kandidaten habe er dabei nichts zu verlieren, wodurch er es auch härter angehen kann. "Wir müssen in jedem Rennen das Maximum geben, um einen Punkt zu bekommen."

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