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Neue Formel-1-Studie: Nur jeder zehnte Sportfan schaut immer

Liberty Media betont, dass zwei Drittel der Sportfans stark bis lose an der Formel 1 interessiert wären, doch nur jeder Fünfte will Tickets kaufen - Sound eher unwichtig

Max Verstappen, Valtteri Bottas
Die Formel 1 lockt ihre Fans mit ganz verschiedenen Aspekten vor den TV
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Eine offizielle Formel-1-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich zwei Drittel der Sportfans in den sieben "wichtigsten Märkten der Welt" für die Königsklasse interessieren würden. Die Verantwortlichen des neuen Besitzers Liberty Media feiern die Erkenntnis als Zeichen für ihr Potenzial. "Wir haben erkannt, dass es große Chancen gibt, die Beliebtheit der Formel 1 noch weiter zu steigern", erklärt Matt Roberts, der bei den US-Amerikanern für die Marktforschung verantwortlich zeichnet.

Wie vorgerechnet wird, gäbe es in Großbritannien, den Vereinigten Staaten, Italien, Brasilien, China, Russland und Deutschland 556 Millionen Menschen, die sich als Formel-1-Fans bezeichnen ließen. Operationalisiert wurde der Begriff über die Häufigkeit, mit der ein Befragter angab, sich Rennen im Fernsehen anzusehen oder Nachrichten über das Geschehen in der Beletage zu konsumieren.

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Als Anhänger tituliert wurden die Kohorten, die nach eigenen Angaben "niemals oder selten" einen Grand Prix verpassen (neun Prozent), "öfters schauen und auf dem Laufenden bleiben wollen" (27 Prozent), sich als "teilweise interessiert" bezeichnen (fünf Prozent) und von einem "grundlegenden Interesse" sprechen (zwölf Prozent). Insbesondere in dem letzten Fall lässt sich von einem Cutting-Point-Problem sprechen. Über die fehlenden 13 Prozent wird keine Aussage gemacht.

Vier Gruppen von Fans: Freaks, Puristen, Soziale, Gewohnheitstiere

Roberts meint: "Die Leute sprechen verschiedene Elemente an. Einige lassen sich von der Technologie locken, andere von den menschlicheren Geschichten wie den Rivalitäten zwischen den Piloten, dem Glamour des Drumherum oder den Prominenten." Die Studie brächte die Erkenntnis, dass zwei Fans niemals identisch wären. "Unsere Aufgabe ist es, den Sport so darzustellen, dass er jedes Teilinteresse unserer Fans bedient", leitet der Formel-1-Verantwortlich den Auftrag für Liberty ab.

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Die Autoren klassifizieren Fans in vier Gruppen: "Freaks" sind junge Leute, die sich für viele Sportarten begeistern, öfter selbst vor Ort sind und Affinität zu Merchandise-Produkten besitzen. Nur sie werden auch quantifiziert - mit 20 Prozent. "Puristen" sind an Technik mehr als an Besuchen der Rennstrecken interessiert, weil das Erleben eines Grand Prix vor dem TV besser mit ihren Vorlieben korrespondiert - sie können das Geschehen genauer verfolgen. Die "Sozialen" sind jünger, im Internet aktiv und dann besonders an der Formel 1 dann interessiert, wenn sie Gesprächsstoff liefert.

Zahlreiche methodische Schwächen der Untersuchung zu erkennen

Die vierte und letzte Gruppe sind die "Gewohnheitstiere". Sie schauen sich die Formel 1 an, sind aber überzeugt, dass sie zuletzt an Attraktivität verloren hätte und lobpreisen häufig die Vergangenheit. Außerhalb des Fankreises bewegen sich die "Laufkundschaft" und "Verbundenen". Sie haben von Zeit zu Zeit Kontakt mit der Formel 1, ihr Interesse ist aber zufällig respektive untergeordnet.

Clusterübergreifend geben 55 Prozent der Befragten an, dass sie das Rennfahren an der Formel 1 faszinieren würde, während für 48 Prozent die Geschwindigkeit der Autos den Reiz ausmacht. Die Piloten als Charaktere locken 34 Prozent vor die Mattscheibe. Nur 25 Prozent nennen den Sound der Boliden. Ein Drittel der Fans will die Technologie der Wagen besser verstehen und die Hälfte die Fahrer besser kennenlernen.

Für die Studie befragte ein Markforschungsinstitut 14.000 Personen in den sieben genannten Ländern, die als Formel-1-Kernmärkte identifiziert wurden. Die Auswahl sorgt für Erstaunen, schließlich gilt die Königsklasse in einigen der genannten Staaten als mediale Randerscheinung. Zu ihrer Operationalisierung des Begriffs "Kernmarkt" machen die Autoren keine näheren Angaben und nennen auch sonst keine Kriterien für ihre Auswahl - eine methodische Schwäche der Untersuchung.

Hinzu kommt, dass über die Rekrutierung der Teilnehmer und das Untersuchungsmedium keine Aussage gemacht wird. Da sich aber insbesondere Internet-basierte Studien wegen der Selbstselektion der Probanden in der Forschung als kaum verallgemeinerbar herausgestellt haben, sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen. Auch auf die Repräsentativität des Samples bei soziodemografischen Merkmalen in Bezug auf die Gesamtbevölkerung wird nicht eingegangen. Sie sind wohl verzerrend, wenn es etwa um das Geschlecht oder den Urbanisierungsgrad des Wohnortes geht.

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