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Marcus Ericsson: Wehrleins Sauber ist um zehn Kilo leichter!

Gegen Pascal Wehrlein sieht Marcus Ericsson bei Sauber regelmäßig schlecht aus, doch der Schwede liefert nun die Erklärung: Er hat einen Nachteil von zehn Kilo

Marcus Ericsson, Pascal Wehrlein
Gegen Wehrleins Gewichtsvorteil hat Marcus Ericsson einen schweren Stand
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Vor der Formel-1-Saison 2017 freute sich Marcus Ericsson darauf, mit Pascal Wehrlein eine gute Messlatte an seiner Seite zu haben, doch gegen den Deutschen sieht der Schwede regelmäßig schlecht aus. In gerade einmal vier Qualifying-Duellen lag Ericsson vorne, und auch bei den Punkten ist Wehrlein mit fünf zu null voraus. "Er hat die Zahlen auf seiner Seite, was mir nicht gefällt", grummelt der Sauber-Pilot, hat dafür aber eine gute Erklärung.

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Denn der ehemalige DTM-Champion hat einen großen Gewichtsvorteil auf seiner Seite. Während Wehrlein nur 61 Kilogramm Gewicht mit sich herumtragen muss, bringt Ericsson 70 Kilogramm auf die Waage. Der Sauber-Bolide hat aber keinen Puffer mehr, um die zusätzlichen Kilogramm des Schweden abzufangen, wodurch er seit einiger Zeit über dem Gewichtslimit fährt. "Ich bin zehn Kilo über dem Limit, und er ist bei null - das ist ein großer Unterschied", hadert er.

"Das ist eine Menge Rundenzeit, die man in jeder Runde verliert", weiß Ericsson. Alten Formel-1-Weisheiten zufolge sollen zehn Kilogramm rund drei Zehntelsekunden pro Runde ausmachen - natürlich liegt die Wahrheit auf jeder Strecke woanders. Doch der Gewichtsnachteil erklärt, wieso der 27-Jährige zuletzt in Singapur und Malaysia gut eine halbe Sekunde Rückstand im Qualifying aufwies. In Italien und Belgien davor lag Ericsson sogar jeweils vorne - doch da klagte Wehrlein über Motorenprobleme.

Die Einschätzung des Sauber-Duells ist somit keine einfache Angelegenheit. "Wir liegen nah beisammen", beteuert Ericsson, auch wenn es nicht immer danach aussieht. Schon bei Caterham hatte er mit Kamui Kobayashi einen Teamkollegen, der signifikant leichter ist, während der Bolide gleichzeitig übergewichtig war. "Das ist ein großer Nachteil, bei dem man nicht weiß, was man tun soll", seufzt der Schwede.

Denn mehr Kilos verlieren, kann Ericsson nicht. Mit 1,80 Metern Körpergröße gehört er zu den höher aufgeschossenen Piloten der Szene. "Ich kann nicht so viel dafür", weiß er und ist sich auch bewusst, dass in der Formel 1 kaum einer darauf Rücksicht nimmt. Wehrlein ist die Messlatte, und Ericsson versucht ihn zu schlagen

Doch im schlechtesten Auto des Feldes und mit Übergewicht gut auszusehen, ist eine Mammutaufgabe. Deswegen steht auch die Karriere des Sauber-Piloten auf tönernen Füßen. Ohne die schwedischen Geldgeber des Teams wäre seine Formel-1-Zeit wohl schon längst vorbei, doch für 2018 könnte es eng werden. Ferrari würde gerne die Junioren Charles Leclerc und Antonio Giovinazzi platzieren, und Wehrlein wurde zuletzt als bessere Messlatte in Erwägung gezogen.

"In der Formel 1 gibt es immer Druck", winkt Ericsson auf seine Zukunft angesprochen ab. Man habe sich mit verschiedenen Cockpits beschäftigt - unter anderem Williams -, doch aktuell sieht es danach aus, als wäre lediglich Sauber eine realistische Option. Dabei träumt der Schwede eigentlich von mehr: "Es ist kein Geheimnis, dass ich Material haben möchte, bei dem ich zeigen kann, was ich drauf habe", sagt er.

Aktuell heißt es aber wohl Sauber oder Abschied. Zwar würde Ericsson gerne in der Formel 1 bleiben, doch sollte es nicht klappen, hat er auch schon Alternativen im Kopf: "Ich mag die IndyCar-Serie, die sehen cool aus", lacht er und würde vor allem gerne im Oval fahren: "Ich mag es schnell, und auf Highspeed-Strecken habe ich meine Stärken. Das wäre cool."

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