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Force India spuckt große Töne: "Sind das beste Team der F1!"

Force India ist zwar "nur" das viertschnellste Team, hält sich aber für den Branchenprimus der Formel 1: Wohin führt der Weg 2018?

Esteban Ocon
Force India hängt die Konkurrenten in Sachen Effizienz ab
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Der vierte Rang ist für Force India praktisch sicher, da ist es an der Zeit, große Töne zu spucken. Der Rennstall macht kein Geheimnis daraus, dass er seine Arbeit im Vergleich zur Konkurrenz schätzt: "Ich denke, wir sind das viertschnellste und vermutlich das zweitbeste Team - oder das beste", tönt Betriebsdirektor Otmar Szafnauer. Mit dem Nachsatz: "Es kommt darauf an, wie man 'beste' definiert."

Wie Szafnauer diese Aussage gemeint hat, wird schnell klar: Er hält Force India für das effizienteste Team der Formel 1. "Wir erreichen mehr mit weniger als alle anderen. Das ist die Definition von 'beste' - und wir sind die Besten", betont er. "Aber wenn gewinnen die Definition von 'beste' ist, dann sind wir nicht die Besten."

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In dieser Sparte teilen sich in diesem Jahr Mercedes, Ferrari und Red Bull die Erfolge auf. Alle drei Rennställe operieren jedoch mit Budgets von teilweise deutlich mehr als 200 Millionen Pfund, während Force India als Privatteam rund die Hälfte der Kosten hat. Rechnet man die drei Teams, die vor allem von starken Bonusgeldern der kommerziellen Rechteinhaber für vergangene Erfolge profitieren, raus, dann würde Force India die Meisterschaft gewinnen.

Force India entwickelt besser

Dabei lässt man auch Teams wie McLaren oder Renault hinter sich, die ebenfalls über deutlich größere Ressourcen verfügen. Das wertet man bei Force India natürlich als großen Erfolg: "Zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr haben die Leute gezweifelt, dass wir Vierter werden könnten. Und ich denke nicht, dass uns irgendjemand eine Chance eingeräumt hat, dass wir noch einmal Vierter werden", sagt Co-Teamchef Robert Fernley.

Denn das neue Reglement hat es für Teams mit geringem Budget schwieriger gemacht, sagt Szafnauer. Man musste mit einem weißen Blatt Papier anfangen und die Entwicklung deutlich vorantreiben. "Ich finde, dass wir eine ordentliche Arbeit abgeliefert haben", brüstet sich Szafnauer. Der VJM10 war schon zu Saisonbeginn stark, doch die Mittelfeld-Konkurrenz hat man im Saisonverlauf noch deutlicher hinter sich gelassen.

Auch im Schlussspurt der Saison findet Force India immer wieder Neuerungen wie die Stegosaurus-Flügel, was vor allem die Fahrer freut: "Seit Singapur haben wir einen großen Sprung in der Performance gesehen. Das Auto fährt sich jetzt total anders als in der Vergangenheit", berichtet Esteban Ocon. "Es ist großartig zu sehen, dass alle Verbesserungen, die wir von Rennen zu Rennen bringen, funktionieren, und dass das Team das Auto weiter verbessert. Das ist fantastisch."

Finanzkraft wird wichtiger

In Japan konnte man den nächsten Verfolger um 20 Sekunden distanzieren, zuvor in Malaysia war Sergio Perez der einzige Fahrer außerhalb der Topteams, der nicht überrundet wurde. "Wir haben derzeit ein wenig Luft", freut sich Fernley. Denn dass der vierte Platz fast sicher ist, hilft auch bei der Entwicklung für 2018. Man muss nicht auf Gedeih und Verderb noch Zeit für die aktuelle Saison verschwenden, sondern kann die Entwicklung gezielt vorantreiben, um 2018 gut zu starten.

Wohin das im kommenden Jahr führen wird, ist angesichts der erwarteten Stärke von McLaren und Renault nicht abzusehen, doch Fernley warnt davor, Force India abzuschreiben: "Es wäre töricht zu unterschätzen, was Force India 2018 erreichen kann", sagt er. Allerdings weiß man im Team auch, dass die nächsten Schritte noch schwieriger werden. Was man bislang durch Effizienz und Cleverness geschafft hat, benötigt ab sofort vor allem eines: Geld.

"Es wird härter, weil es nicht darum geht, clever zu sein, man braucht auch die richtigen Werkzeuge. Und einige dieser richtigen Werkzeuge kosten Geld", sagt Szafnauer. So ist der Rennstall vor allem darauf bedacht, die notwendige Infrastruktur auszubauen - doch gerade das benötigt starke Finanzen, die dann an anderer Stelle fehlen. "Das macht es härter. Aber wir geben nicht auf", so der Betriebsdirektor.

Budgetgrenze reicht nicht

Helfen könnte Force India wohl eine Budgetobergrenze, die aber frühestens 2021 nach Auslaufen des aktuellen Concorde-Agreements kommen könnte. Gespräche darüber gab es schon, doch dem Team würde das nicht reichen. Denn Gerüchte werfen 150 Millionen Pfund in den Raum. "Da liegen wir noch weit drunter", sorgt sich Szafnauer darüber, dass die Topteams trotzdem noch mehr Geld ausgeben würden.

Er fordert noch einen zweiten Schritt: eine bessere Einnahmenverteilung. Force India profitiert nämlich nicht von jährlichen Bonuszahlungen und ist so in jedem Jahr deutlich im Nachteil. Doch das Team hat gezeigt, dass es mit dem Handicap durchaus umgehen kann - und so will man auch weitermachen. "Es ist, wie es ist", so Szafnauer. "Wir müssen etwas mit dem erreichen, was wir haben."

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