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"Besonders schmerzhaft": Was Red Bull unter der Haube fehlt

Red Bull konnte in Suzuka eine gute Rolle spielen, doch Teamchef Christian Horner verrät, wo der Schuh in Japan gedrückt hat - Renault soll Qualifying-Modus bringen

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Jetzt wird's für Sebastian Vettel richtig schwierig: Lewis Hamilton gewinnt den Grand Prix von Japan und baut seinen Vorsprung in der WM auf 59 Punkte aus. Bei 100 noch zu vergebenden Punkten "ein Riesenschritt", wie Niki Lauda sagt.
Jetzt wird's für Sebastian Vettel richtig schwierig: Lewis Hamilton gewinnt den Grand Prix von Japan und baut seinen Vorsprung in der WM auf 59 Punkte aus. Bei 100 noch zu vergebenden Punkten "ein Riesenschritt", wie Niki Lauda sagt.

(Motorsport-Total.com) - Red Bull hat sich nach den Problemen zu Saisonbeginn freigeschwommen und wieder ein Auto hingestellt, vor dem die Konkurrenz sich fürchten kann. Gab es über den Winter Korrelationsprobleme mit den Daten aus dem Windkanal, was Daniel Ricciardo und Max Verstappen den Saisonstart etwas erschwerte, scheint der Rennstall nun wieder in der Spur zu sein - auch dank der Hilfe von Designer Adrian Newey.

Der größte Schwachpunkt sitzt vermutlich derzeit noch im Heck des Fahrzeuges. Der Renault-Motor kann noch nicht mit Mercedes und Ferrari mithalten und hat Red Bull das Leben auch in Suzuka schwer gemacht. Denn das Layout gepaart mit den neuen Autos spielte den Bullen nicht in die Karten. Mit der neuen Autogeneration sind mehr Kurven Vollgas zu fahren, was nicht gerade die Stärke der Kombo Red-Bull-Renault ist.

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Noch schlimmer wird es, wenn in den Kurven hohe Belastungen auftreten, wie bei der 130R im letzten Sektor. "Wir verlieren zwei Zehntelsekunden allein in der Kurve", hadert Teamchef Christian Horner. "Es ist wie Kurve 3 in Barcelona oder Kurve 3 in Russland. Solche Kurven sind für uns besonders schmerzhaft."

Kleines Leistungsloch als wunder Punkt

Denn abgesehen davon, dass dem Motor ohnehin etwas an Leistung fehlt, könne er diese unter den Bedingungen nicht zu 100 Prozent beibehalten. "An diesem Punkt ist er sehr sensibel, was die Beschleunigung angeht", sagt Horner. Daher könne man auch am Kurvenausgang trotz starken Chassis keine Zeit gewinnen. Bei Mercedes und Ferrari gebe es diese Schwachstelle nicht, was für die Teams noch einen Vorteil hat.

"Wenn man die Leistung hat, dann kann man auch sehen, dass Mercedes und Ferrari mit mehr Abtrieb als wir fahren", so der Teamchef. "Sie fahren mit einem Monkey-Seat, einem steilerem Heckflügel - und trotzdem ist ihre Geschwindigkeit extrem beeindruckend." Red Bull hatte in Suzuka versucht, mit unterschiedlichen Set-ups dagegenzuhalten: Max Verstappen fuhr mehr Abtrieb, Daniel Ricciardo weniger.

Hinzu kommt, dass die Konkurrenten am Samstag in den sogenannten Qualifying-Modus schalten können, der noch einmal zusätzlich Leistung und damit einen Vorteil bei der Zeitenjagd bringt. Renault kann das nicht. Welche Auswirkungen das hat, wird deutlich: Am Samstag fehlte Red Bull eine Sekunde auf die Spitze, am Sonntag war man auf Augenhöhe.

Horner würde 2018 gerne Quali-Modus von Renault sehen

"Im Rennen war das Chassis das ganze Wochenende über stark. Wir können an den GPS-Daten sehen, dass das Chassis gut dabei ist. Und natürlich können die anderen die Power-Modi nicht für die Renndauer nutzen", erklärt Horner, wieso es für Red Bull gestern deutlich einfacher war - zumal ihnen auch die höheren Temperaturen deutlich entgegenkamen.

Der Teamchef fordert von Renault daher nun Verbesserungen für 2018. Schon in dieser Saison hatte der Hersteller große Updates angekündigt, die am Ende jedoch nur auf Anpassungen der Zuverlässigkeit hinausliefen. "Wenn wir über den Winter ein paar PS finden, dann bringt uns das in eine bessere Ausgangsposition", sagt Horner und hält es für "entscheidend", wenn Renault auch noch einen Qualifying-Modus finden könnte.

"Man kann natürlich nicht alle Arbeit am Sonntag erledigen, von daher hoffen wir, dass unser Motorenpartner über den Winter nicht nur Anstrengungen in Zuverlässigkeit, sondern auch in Performance am Samstagnachmittag investiert", fordert der Brite von Renault deutliche Verbesserungen. "Reden kann jeder, am Ende zählt es auf der Strecke."

Gute Entwicklung seit der Sommerpause

Gleichzeitig muss aber auch Red Bull seine Hausaufgaben machen und ein gutes Auto auf die Beine stellen. Sollte es nicht wieder unvorhersehbare Probleme wie mit dem Windkanal geben, dann könnten die Bullen 2018 aber eine gute Rolle spielen, denn die Weiterentwicklung stimmt, wie der Teamchef betont. Red Bull hat sich aus dem Sumpf gezogen und den Boliden noch 2017 konkurrenzfähig gemacht.

Selbst auf Strecken wie Spa und Monza, die Red Bull naturgemäß nicht liegen, war man durchaus konkurrenzfähig. "Seit wir in Ungarn ein gutes Upgrade gebracht haben, haben wir gute Fortschritte mit dem Auto gemacht", betont Horner. Aero-Updates wie neue Frontflügel und Windabweiser und das Zurückholen von Adrian Newey scheinen sich auszuzahlen. Jetzt muss es auch unter der Haube vorangehen.

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