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Alesi verrät: Sohn rechnete mit zwölf mit Formel-1-Karriere

Jean Alesis 18-jähriger Sohn Giuliano startete seine Rennkarriere erst mit 13 Jahren: Wieso die GP3-Hoffnung Verspätung hat und wie er den Vater dennoch überzeugte

Jean Alesi, Giuliano Alesi
Jean und Giuliano Alesi: Der 18-jährige Sohn wird inzwischen von Ferrari gefördert
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Jos Verstappen hat es mit seinem Sohn Max Verstappen vorgemacht: Nun ist mit Giuliano Alesi ein weiterer Sohn eines Ex-Formel-1-Piloten auf dem Weg in die Formel 1. Doch die Karriere des Sohnes von Jean Alesi verläuft komplett unterschiedlich als die des ehemaligen Teamkollegen von Michael Schumacher: Während der Niederländer von Kindheit an vom Vater auf die große Karriere hingetrimmt wurde und bereits mit 18 seinen ersten Grand-Prix-Sieg feierte, befindet sich der Franzose im gleichen Alter erst in der GP3.

"Er wuchs mit Rennsport-Leuten auf, und für ihn war es ganz normal, sich in dieser Welt zu bewegen, also war ihm nicht bewusst, wie schwierig es ist, Rennfahrer zu werden", erklärt der ehemalige Ferrari-Pilot gegenüber dem FIA-Magazin 'AUTO', warum sein Sohn erst mit Verspätung in die Gänge kam. "Als er fünf Jahre alt war, hatten wir kleine Buggys zu Hause. Er konnte sich im Garten damit austoben, da er ja angegurtet war und einen Helm trug. Es machte mir nichts aus, wenn er sich überschlug. Aber er sagte nie auch nur ein Wort, dass er Rennen fahren will. Und ich klarerweise auch nicht."

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Erst im Jahr 2012 wurde Alesi bewusst, dass sein damals 12-jähriger Sohn in seine Fußstapfen treten will. "Ich fuhr ja vor fünf Jahren in Indianapolis", verweist der Franzose auf sein damals völlig missglücktes Comeback. "Und er sagte mir damals, dass er nicht wisse, ob er in Indianapolis fahren wolle oder in der Formel 1." Dem einmaligen Grand-Prix-Sieger blieb der Mund offen: "Ich habe ihm erklärt, dass er mit 13 Jahren sehr spät dran ist und gegen Kinder fahren würde, die das machen, seit sie acht sind."

Wie Jean Alesi seinen Sohn testete

"Giuliano fuhr wie ein Katze, die von einem Hund gejagt wird."
Jean Alesi

Doch Giuliano Alesi ließ sich von der Warnung seines Vaters nicht entmutigen und stieg im Jahr darauf in den Kartsport ein. Nach zwei Jahren stieg der Youngster in die französische Formel 4 auf. Das hielt Jean Alesi für eine gute Idee, da die Piloten dort im Gegensatz zum Kartsport über gleiches Material verfügen. Davon erwartete er sich Aufschlüsse über das Talent seines Sohnes.

Außerdem unterzog er den Filius einem Test. "Da ich gegen Leute wie Senna gefahren bin, kann ich beurteilen ob jemand Talent hat oder nicht", erzählt er. "Und als er mit der Formel 4 begann, setzte ich mich in das Auto und sagte ihm, er solle mir in seinem Auto nachfahren. Ich würde dann das gleiche tun. Und da habe ich gesehen, dass er nach Instinkt fährt, da er erst 15 war und keine Ahnung hatte. Er fuhr wie ein Katze, die von einem Hund gejagt wird. Ich habe aber gesehen, dass er es unter Kontrolle hatte, und war überzeugt, dass etwas da war."

Das zeigte sich auch bald auf der Rennstrecke: "Es lief nicht so schlecht, und er gewann drei Rennen." Daraufhin stieg Alesi bereits in die GP3 auf. Nach einem harten Debütjahr feierte er dieses Jahr bereits drei Siege und liegt derzeit auf Platz fünf in der Meisterschaft.

Alesi: Formel-1-Karriere kann man nicht planen

Vater Alesi sieht all das aber gelassen. Laut eigenen Angaben gehöre er nicht zum Menschenschlag der Eislaufmütter, die unbedingt wollen, "dass der Sohn es in die Formel 1 schafft und dort alles um jeden Preis erreicht." Vielmehr legt Alesi Wert darauf, dass sein Sohn einen Plan B hat: "Ich bestand darauf, dass er weiter zur Schule geht, weil ich die Karriere meines Sohnes nicht ruinieren wollte."

Die Formel 1 sei hingegen kein elementarer Bestandteil der Planungen. "Auch heute denke ich noch nicht darüber nach", meint der als Lenkradakrobat bekannte Ex-Grand-Prix-Star, der seinem Sohn aber immerhin einen Platz im Ferrari-Nachwuchsprogramm bescherte. "Die Art und Weise, wie ich in die Formel 1 gekommen bin, war auch nicht geplant. Man kann es auch nicht planen, aber es ist eine Welt, die ich kenne und von der ich weiß, wie sie funktioniert. Das einzige, was ich planen kann, ist die Rennserie, in der er antritt. Und ich kann versuchen, Sponsoren zu finden."

Vergleichbar mit der eigenen Karriere ist aber die Leidenschaft, mit der Alesi bei seinem Sohn mitfiebert. "Am Anfang war es sehr stressig für mich", gibt der 53-Jährige, der sizilianische Wurzeln hat, offen zu. "Ich werde aber etwas ruhiger, weil es ihm gelingt, seine Leistungen abzuliefern. Außerdem hat er jetzt auch ein bisschen Erfahrung, und er scheint keine Dummheiten hinterm Lenkrad zu machen."

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