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Was Sainz' Renault-Wechsel für den Fahrermarkt bedeutet

Das Formel-1-Erdbeben zieht zahlreiche Konsequenzen nach sich - Vor allem für die Formel-1-Saison 2019 ergeben sich einige spannende Fahrer/Team-Möglichkeiten

Marcus Ericsson, Carlos Sainz, Fernando Alonso, Sergio Perez, Stoffel Vandoorne, Nico Hülkenberg, Jolyon Palmer
Carlos Sainz' Wechsel löst eine Dominokette in der ganzen Formel 1 aus
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Nach dem der Motorenwechsel McLaren/Toro Rosso und auch der Wechsel von Carlos Sainz zu Renault in den kommenden Tagen bestätigt werden soll, werden wohl auch weitere Entwicklungen auf dem Fahrermarkt klar werden. Bei den Cockpitbesetzungen für 2018 gibt es noch viele Unbekannte, trotzdem konzentrieren sich die Teams und Fahrer bereits zum großen Teil auf 2019 - wenn der Fahrermarkt wirklich offen sein wird. Sainz' eigene Situation reflektiert das.

Während er als Teil der Verhandlungen aus seinem bis 2018 fixen Vertrag entlassen wurde, um Toro Rosso aus dem Motorenvertrag zu bekommen, bleibt der Spanier Teil der Red-Bull-Familie. Er wurde für 2018 an Renault ausgeliehen - und somit lassen sich das Team aus Enstone und Red Bull Racing langfristig alle Möglichkeiten offen. Die Attraktivität von Sainz für Renault ist klar: Das Team bekommt 2018 einen der vielversprechendsten jungen Fahrer der Gegenwart - und das offenbar umsonst.

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Er und Nico Hülkenberg werden eine starke Kombination bilden und Punkte holen, wenn das Team versucht, in seiner dritten vollen Saison mit Renault in der Hackordnung nach vorne zu kommen. Ob der Wechsel bereits vor Ende der laufenden Saison über die Bühne geht und die kurzfristigen Aussichten des Teams auf Kosten von Jolyon Palmer stärkt, bleibt abzuwarten.

Ab 2019, wenn Renault potenziell näher an der Spitze und damit sogar für die Spitzenfahrer attraktiver sein wird, hätte das Team noch immer einen freien Platz. Sainz könnt ebenso gut über das nächste Jahr hinaus bleiben, die andere Möglichkeit ist aber, dass Red Bull ihn zurückholt. Die Verträge von Daniel Ricciardo und Max Verstappen laufen Ende 2018 aus und beide sind offenbar sehr interessant für andere Teams.

Theoretisch könnte es einen Platz bei Ferrari geben, wenn sich die Scuderia endlich entschließt, ihre Beziehung mit Kimi Räikkönen zu beenden, aber jeder Fahrer, der den Platz des Finnen übernimmt, müsste perfekt mit Sebastian Vettel zusammenpassen. So wie es aussieht, hat Mercedes für 2019 noch keine Fahrer unter Vertrag, allerdings könnten sowohl Lewis Hamilton als auch Valtteri Bottas ihre Verträge für diese Saison - oder sogar darüber hinaus - verlängern.

Es ist kein Geheimnis, dass Verstappen die Geduld mit Red Bull verliert. Und während Riccardo vielleicht zufriedener ist, will auch er ein Auto, mit dem er regelmäßig und aus eigener Kraft gewinnen kann und wird alle Optionen ausloten. Beide wollen wissen, welche Pläne das Team bezüglich der künftigen Motoren hat. Es besteht die Möglichkeit, dass man es Toro Rosso nachmacht und 2019 zu Honda wechselt - vorausgesetzt es gibt bis dahin Fortschritte. Wenn entweder Verstappen oder Ricciardo Red Bull Racing verlässt, wird Sainz den Platz 2019 ganz klar übernehmen.

Der wahrscheinliche Ersatz für Sainz bei Toro Rosso in der nächsten Saison (und vielleicht schon in dieser) ist Pierre Gasly. Obwohl er eine Zeitlang etwas in Ungnade gefallen war, hat der Franzose im vergangenen Jahr die GP2-Meisterschaft gewonnen und macht 2017 in der Super Formula einen ausgezeichneten Job. Vergangenes Wochenende hat er sogar gewonnen. Perfektes Timing.

Toro Rosso war schon immer als Team gedacht, bei dem junge Fahrer Erfahrung sammeln können und Gasly wird sich keine Gedanken um das Potential des Honda-Motors machen müssen. Daniil Kwjat, der 2018 bei Toro Rosso bleibt, könnte sich da etwas mehr Sorgen machen.

Alonsos Zukunft

Nachdem der Renault-Deal unter Dach und Fach ist, kann Alonso nun seinen Vertrag bei McLaren verlängern. Angeblich hat er das noch nicht getan - und man könnte davon ausgehen, dass Geld dabei eine wichtige Rolle spielt, da Honda nicht da sein wird, um ein Gehalt in der Höhe zu zahlen, wie er es in den vergangenen drei Jahren hatte. McLaren ist für Alonso offenbar verlockend, aber nur, wenn er sicher sein kann, dass das Auto 2018 ebenso stark sein wird wie der Red Bull Racing und er in der Lage sein wird, um Podiumsplätze zu kämpfen.

Es ist wahrscheinlich, dass er auch nur für eine Saison unterschreiben wird und seine Optionen für 2019 und darüber hinaus offenhalten will. Wer würde also im unwahrscheinlichen Fall, dass Alonso beschließt, 2018 nicht zu bleiben, zu McLaren gehen? Zak Brown erklärte in Italien, das Team aus Woking habe einen Plan B. Theoretisch ist es zu früh für Lando Norris, dieses Team hat jedoch schon in der Vergangenheit mit Rookies gezockt. Ein starker Kandidat, der momentan noch verfügbar ist, ist Sergio Perez.

Nachdem die Türe zu Renault nun geschlossen ist, wird der Mexikaner wohl seinen Vertrag bei Force India verlängern - ein Prozess, der durch seine Sponsoren kompliziert wird - und der Deal ist noch nicht getätigt. Sein letztes Mal bei McLaren war kein Erfolg, das Team und das Management haben sich seitdem aber verändert, und auch Perez hat sich geändert. Er hat nun eine Menge Erfahrung und einen viel beeindruckenderen Lebenslauf als 2013. Man darf nun nicht erwarten, dass er bei Force India unterschreibt, bevor die Chance bei McLaren offiziell nicht mehr besteht. Und selbst wenn er es tut, ist er ein weiterer Fahrer, der sich wohl nur für 2018 verpflichtet.

Einen weiteren freien Platz gibt es möglicherweise bei Williams. Das Team aus Grove ist zwar nach außen hin mit Felipe Massa zufrieden, für 2018 und danach hat es aber große Ambitionen und sucht nach dem bestmöglichen Partner für Lance Stroll - und einem, der aufgrund des Martini-Sponsorings über 25 sein muss. Die verfügbaren Möglichkeiten sind limitiert. Alonso war im Gespräch, wird er aber wirklich Williams als bessere Option betrachten als McLaren, auch wenn er nur kurzfristig denkt?

Paul di Resta hat sich in Ungarn selbst ins Gespräch gebracht und auch Robert Kubicas Name tauchte auf. Er wäre eine großartige Wahl, das Problem, vor dem der Pole steht, ist aber, dass das Team, mit dem er alle Tests gefahren ist, sich gegen ihn entschieden hat, und aufgrund der beschränkten Testmöglichkeiten ist es nicht einfach für ihn, zu beweisen, dass er den Job noch immer erledigen kann.

Somit bleibt nur Haas übrig, wo Romain Grosjean und Kevin Magnussen bestätigt sind, und Sauber, wo es so aussieht, als sollte Marcus Ericsson mit Charles Leclerc einen neuen Teamkollegen bekommen, wobei Letzterer noch keinen Vertrag hat. Ferrari würde den Formel-2-Star gerne dort unterbringen, hat aber auch Antonio Giovinazzi in der Warteschlange - und es gibt nicht genügend Plätze für alle.

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