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Singapur-Schock: Williams will Designphilosophie ändern

Technikchef Paddy Lowe wünscht ein Auto, dass auch auf langsamen Kursen schnell ist - Lance Stroll sieht sonst "bei McLaren mehr Potenzial"

Lance Stroll
Lance Stroll möchte künftig auch in Singapur etwas reißen können
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die Williams-Mannschaft will ihre Designphilosphie für die kommende Formel-1-Saison überdenken und ein Auto bauen, das mit mehr Abtrieb ausgestattet ist, um auf langsameren Kursen besser zurechtkommt. Wie Paddy Lowe erklärt, wünscht er sich für den 2018er-Boliden mehr Kompromisse: "Man kann keinen Wagen bauen, der auf allen Kursen funktioniert. Aber man kann es vernünftiger hinbekommen", so der Technikchef. "Das ist nichts, was sich von jetzt auf gleich ändern ließe."

Lowe spricht von Monaten, vielleicht sogar Jahren. Schließlich hat sich Williams seit Anbruch der Hybridära einem Weg verschrieben, der die Truppe auf schnellen Bahnen gut aussehen, in Monaco, Budapest oder jüngst am Wochenende in Singapur aber untergehen lässt. "Wir machen im Winter substanzielle Änderungen", kündigt Lowe einen ersten Schritt an, ohne auf die Details einzugehen.

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Pilot Felipe Massa fordert mehr Abtrieb, was in Grove offenbar auf der Agenda steht. Doch so einfach, dass mit zwei neuen Flügeln alles getan wäre, ist die Sache nicht: "Es gibt kein Geheimnis bei der Aerodynamik. Man macht nicht eines Tages eine Änderung und alles ist anders", warnt Lowe und ahnt, dass sich 2017 nicht viel wird bewegen lassen. Seinem Fahrer dünkt Ähnliches: "Aufgeben ist nicht das richtige Wort, aber weit weg davon sind wir nicht", zeigt sich Massa pessimistisch.

Dass es überall so schlecht läuft wie in Singapur, wo Massa und Lance Stroll über die Ränge 17 und 18im Qualifying nicht hinauskamen, ist nicht zu erwarten. Der Kanadier wusste schon vor dem Trip nach Asien, was ihm auf dem winkligen Stadtkurs blüht: "Es war genau das, was wir befürchtet hatten. Das Auto fühlte sich schlecht ausbalanciert an und die Reifen kamen nicht auf Temperatur", bläst Stroll die Backen auf. Da ließ sich auch über die Abstimmung nicht mehr viel retten.

Die Williams-Story

Zum 70. Geburtstag von Frank Williams


1977-2012
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Auf geht's ins Abenteuer Formel 1: Nach zwei erfolglosen Anläufen in der Königsklasse gründen Frank Williams (70 Prozent) und Patrick Head (30 Prozent) ihr eigenes Team. Mit einem March-Chassis steigt man beim Grand Prix von Spanien in die Weltmeisterschaft ein.
Auf geht's ins Abenteuer Formel 1: Nach zwei erfolglosen Anläufen in der Königsklasse gründen Frank Williams (70 Prozent) und Patrick Head (30 Prozent) ihr eigenes Team. Mit einem March-Chassis steigt man beim Grand Prix von Spanien in die Weltmeisterschaft ein.

Nach dem dritten Freien Training griff Williams sogar richtig daneben: "Statt eine halbe Sekunde zu finden, haben wir eine halbe Sekunde verloren", berichtet Stroll, der nur die Sauber komfortabel in Schach halten konnte. "Selbst wenn alles nach Plan gelaufen wäre, hätten wir kaum Positionen gutgemacht. Auf jeder Strecke, wo wir nicht mit 150 km/h durch Kurven fahren, geht das Auto nicht."

Dieses Manko könnte sich noch gravierender auswirken, wenn Konkurrenten ihre Defizite mit dem Antrieb beseitigen und sich der Mercedes-Vorteil für Williams nicht mehr so stark auswirkt. "Was das Potenzial angeht, ist uns McLaren einen gewaltigen Schritt voraus", weiß Stroll um das starke Chassis des Gegners, der in der kommenden Saison mit Renault-Motoren antreten wird. Darauf mit einem extremen Weg reagieren, wie es Vorgänger bei Williams getan haben, will Lowe nicht: "Man könnte alles daran setzten, jedes Jahr Monza zu gewinnen. Dann wäre man überall anders verloren."

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