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Hamiltons These: Was Vettel beim Start (nicht) gesehen hat

Lewis Hamilton versucht, sich in Sebastian Vettel zu versetzen - Warum man als Fahrer möglichst viele Informationen braucht, unterstreicht Daniel Ricciardos Start

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Wie gewonnen, so zerronnen: Als Favorit ins Wochenende gestartet, platzt Sebastian Vettels Traum vom fünften Sieg in Singapur schon am Start. Jacques Villeneuve findet: "Daran ist nur er selbst schuld. So fahren die Jungs in der Formel 3." In der WM fehlen sechs Rennen vor Schluss plötzlich 28 Punkte auf Lewis Hamilton.
Wie gewonnen, so zerronnen: Als Favorit ins Wochenende gestartet, platzt Sebastian Vettels Traum vom fünften Sieg in Singapur schon am Start. Jacques Villeneuve findet: "Daran ist nur er selbst schuld. So fahren die Jungs in der Formel 3." In der WM fehlen sechs Rennen vor Schluss plötzlich 28 Punkte auf Lewis Hamilton.

(Motorsport-Total.com) - Für Lewis Hamilton dürften beim Start zum Großen Preis von Singapur 2017 Weihnachten und Geburtstag zusammengefallen sein. Der WM-Spitzenreiter erhielt ein Geschenk, das ihm vorgekommen sein muss wie im Traum: Zunächst zog er an Daniel Ricciardo vorbei, dann kollidierten Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen und Max Verstappen zu seiner Linken und wenig später flog Vettel vor ihm endgültig ab. Am Ende waren seine schlimmsten Gegner eliminiert, da Ricciardo keine Gefahr darstellen sollte.

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Die Schuldfrage wird weiter kontrovers diskutiert und viele zeigen mit dem Finger auf Vettel. Hamilton schließt sich dem überraschenderweise nicht an, obschon es ein Leichtes wäre, seinem Rivalen psychologisch noch einen kleinen Schlag zu versetzen. Er kann nachvollziehen, wie es zu Vettels Manöver kam, in dem er Max Verstappen direkt vor das Auto zog und dabei Kimi Räikkönen übersah, der innen daneben war. Er verweist dabei auf seinen eigenen Start in Monza, bei dem er ebenfalls auf die Innenbahn zog, ohne allerdings seinem Gegner den Weg abzuschneiden.

"Wenn man losfährt, kann man denjenigen, der von Platz zwei startet, nicht sehen", erklärt der 32-Jährige. "Er ist in jedem Fall im toten Winkel, wenn er genauso gut wie man selbst losfährt. Deshalb ist der erste Gedanke bei einem Start, sein Territorium zu verteidigen, nach innen zu gehen und ihn abzuschneiden. Ich denke, das ist das, was er getan hat. Und wenn man das macht, dann tauchen die anderen urplötzlich im Spiegel auf und man realisiert erst jetzt, wo sie sind. Manchmal stellt man fest, dass man vorne liegt und es gar nicht zu tun braucht. Ich weiß nicht, ob Sebastian dieses Gefühl hatte oder nicht."

Überblick ist Trumpf

Vettel tat allem Anschein nach alles, um Verstappen den Weg abzuschneiden. Wie er selber zugibt, wusste er nicht, dass mit Räikkönen noch ein weiteres Fahrzeug ganz innen war. Hamilton beschreibt, was er gesehen hat: "Ich konzentrierte mich darauf, besser als Daniel (Ricciardo) wegzukommen. Ich sah Kimi und habe genau darauf geachtet, was links von mir vor sich ging. Würde sich da ein Drama abspielen, müsste ich in der ersten Kurve geradeaus fahren, um nicht aufgesammelt zu werden. Dessen war ich mir bewusst." Am Ende war es nicht nötig, weil Räikkönen und Verstappen verlangsamt wurden und er sogar auf gleiche Höhe mit Vettel kam.

Auch Ricciardo, der sich am Ende über seinen ziemlich schlechten Start freuen konnte, weil er sonst in der Gefahrenzone gelandet wäre, fuhr auf den ersten paar Hundert Metern mit Köpfchen, wie er erklärt: "Ich konnte durch den schwachen Start ein bisschen besser sehen, was geschah. Ich sah, dass da eine Kollision mit Kimi war und dass bei Max die Funken flogen. Da wusste ich, dass da etwas los war."

Als er sah, dass es ein Problem gibt, spielte er auf Nummer sicher und ging vom Gas. "Ich wusste nicht, welchen Weg Max' Auto einschlagen würde", begründet er. Verstappen sollte nicht zum Problem werden, aber Räikkönen war nach dem Kontakt mit beiden anderen Fahrzeugen außer Kontrolle. "Ich konnte ihn kommen sehen und wusste, dass er beschädigt war", erklärt der Australier.

Nun tauchte noch ein Beteiligter aus dem Nichts auf: Fernando Alonso stürmte nach seinem Raketenstart außen herum an Ricciardo vorbei. Das wurde ihm zum Verhängnis, denn er geriet in die Schussbahn von Räikkönen. "Er konnte wahrscheinlich nicht so viel sehen", glaubt der Red-Bull-Pilot. "Es sah so aus, als hätte er spät gebremst, um sein Überholmanöver zu vervollständigen und dann kamen natürlich die anderen beiden Fahrzeuge an." Alonso zahlte also den Preis dafür, dass er aufgrund seines guten Starts nicht genügend Informationen hatte.

"Ich bin voll auf Nummer sicher gegangen", erklärt Ricciardo weiter. "Ich habe versucht, vorauszuschauen und zum Glück war das genau das Richtige. Es war chaotisch. Die Gischt war ziemlich schlimm. Das zusammen mit dem, was passiert ist, hat die ersten Kurven ziemlich schwierig gemacht."

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