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Frank Williams kann nicht mehr zu Formel-1-Rennen reisen

Claire Williams lässt durchblicken, dass ihr Vater nicht mehr reisefähig ist - Frank Williams' Leidenschaft für den Motorsport ist allerdings ungebrochen

Frank Williams
Frank Williams muss sich die Formel-1-Rennen mittlerweile von zu Hause ansehen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Ein Urgestein der Formel 1 kann diese nicht mehr in vollen Zügen genießen: Frank Williams, mittlerweile 75 Jahre alt, muss sich die Rennen heutzutage aus dem heimischen Wohnzimmer heraus ansehen. Das bestätigt seine Tochter Claire Williams, die in den vergangenen Jahren sukzessive die Leitung des Rennstalls übernommen hat, den er aufgebaut hatte. Allerdings gehe es Frank Williams gut und seine Leidenschaft für den Motorsport sei ungebrochen, fügt sie hinzu.

"Wenn ich ihn jetzt sehe mit 75, immer noch so leidenschaftlich für seinen Sport... Es ist schade, dass er nicht mehr mitreisen kann, aber er liebt es immer noch so sehr wie am ersten Tag", sagt die 41-Jährige gegenüber der 'Bild am Sonntag'. Sir Frank Williams war Ende 2016 zunächst wegen eines Eingriffs am Rücken ins Krankenhaus eingeliefert worden und danach an einer Lungenentzündung erkrankt. Er bezwang die Krankheit und ist seitdem wieder "ganz der Alte", wie Claire bereits im November 2016 verkündete.

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Sie gibt aber zu, dass ihr an der Strecke schon etwas fehlt: "Wenn ich sehe, wie sich meine Familie verändert hat, dann vermisse ich, dass meine Eltern nicht hier sind. Ich bin hier aufgewachsen und erinnere mich daran, dass Mama und Papa immer da waren. Jetzt sind sie es nicht mehr. Jetzt bin es nur noch ich." Beim Großen Preis von Singapur 2017 wird gar zum ersten Mal seit Austin 2014 gar kein Mitglied der Familie Williams am Kommandostand sitzen - Claire nimmt eine Babypause.

Traum vom Sieg lebt trotz frustrierender Saison

Seit sie ab der Saison 2013 im Williams-Team immer mehr die Verantwortung übernommen hat, hat Claire Williams bereits zahlreiche Höhen und Tiefen erlebt - von der magischen Wiederauferstehung des Teams in der Formel-1-Saison 2014 bis zu dessen erneuten Rückfall ins hintere Mittelfeld in der aktuellen Saison. "Die Saison ist enttäuschend und wirklich frustrierend", gibt sie zu. "Offensichtlich gibt es Teams, die in der Entwicklung ihres Autos einfach einen sehr viel besseren Job gemacht haben als wir."

Die Williams-Story

Zum 70. Geburtstag von Frank Williams


1977-2012
Foto 1 von 31
Auf geht's ins Abenteuer Formel 1: Nach zwei erfolglosen Anläufen in der Königsklasse gründen Frank Williams (70 Prozent) und Patrick Head (30 Prozent) ihr eigenes Team. Mit einem March-Chassis steigt man beim Grand Prix von Spanien in die Weltmeisterschaft ein.
Auf geht's ins Abenteuer Formel 1: Nach zwei erfolglosen Anläufen in der Königsklasse gründen Frank Williams (70 Prozent) und Patrick Head (30 Prozent) ihr eigenes Team. Mit einem March-Chassis steigt man beim Grand Prix von Spanien in die Weltmeisterschaft ein.

Williams kämpft im Entwicklungsrennen gegen Werksteams wie Renault und McLaren, die wesentlich größere Ressourcen haben, hat aber auch im Mercedes-Kundenduell den Kürzeren gegen Force India gezogen. "Schon alleine in den vergangenen ein oder zwei Jahren hat sich die Formel 1 sehr stark verändert", begründet sie. "Ferrari, Red Bull, Mercedes mit all diesem Geld, ohne Kostendeckelung, ohne neue Motorenregulierungen, ohne neue Hersteller, die dazukommen - es sind einfach so viele Kräfte, die uns da gegenüberstehen."

Allerdings kündigt sie auch an, um die Zukunft des Teams zu kämpfen: "Ich werde meinen Traum, dass Williams wieder siegen wird, niemals sterben lassen. Denn in dem Moment, in dem du diese Flamme erlöschen lässt, kannst du deine Sachen packen und heimgehen. Und dafür bin ich nicht hier." Ihr Vater dürfte stolz sein...

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