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Trainingslager für Youngster: Fehlt Minardi in der Formel 1?

Haas-Teamchef Günther Steiner über die Schwierigkeiten für den Formel-1-Nachwuchs: Nach Minardi-Aus fehlt das etablierte "Trainingslager für Talente"

Charles Leclerc
Charles Leclerc durfte in Ungarn im aktuellen Ferrari Testfahrten unternehmen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Obwohl bei den aktuellen Formel-1-Topteams die vermutlich besten Fahrer unter Vertrag stehen, sorgen Mercedes, Ferrari und Red Bull mit ihren jeweiligen Nachwuchsprogrammen dafür, dass die potenziellen Superstars der Zukunft schon bald eine Option sein könnten. Allerdings haben nicht alle Youngster so viel Glück wie die Mercedes-Zöglinge Esteban Ocon (Force India) und Pascal Wehrlein (Sauber) sowie die Red-Bull-Kaderpiloten Daniil Kwjat und Carlos Sainz (beide Toro Rosso), die bei kleineren Teams wichtige Erfahrung sammeln dürfen.

Derzeit schauen die stärksten Nachwuchsfahrer aus dem Ferrari-Lager oftmals in die Röhre. Antonio Giovinazzi darf nach seinen Einsätzen als Wehrlein-Ersatzmann bei Sauber nur noch an Freitagen bei Haas fahren, Formel-2-Leader Charles Leclerc hat ebenso wenig Aussichten auf Renneinsätze. Kurzum: Die potenziellen Ferrari-Stars der Zukunft haben keine Chance, die Formel 1 zu erfahren und zu erlernen. Das, was frühere Teams wie Minardi, Manor oder (zum Teil) HRT als Spielwiese bieten konnten, ist verschwunden.

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"Leclerc und Giovinazzi sind beides richtig gute Jungs mit sehr gutem Potenzial", stellt Haas-Teamchef dem Ferrari-Nachwuchs ein gutes Zeugnis aus. "Aber sie an einen Rennsitz in der Formel 1 heranzuführen, ist enorm schwierig. In diesem Punkt hat die Szene ein Problem", so der Südtiroler, der engste Beziehungen zu Ferrari unterhält. "Sie müssen einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Mehr können sie nicht tun. Heutzutage ist es kaum mehr möglich, einen Platz einfach so zu kaufen."

Teams wie Minardi fehlen: Keine Spielwiese für Youngster

"Das war früher anders, als zum Beispiel noch Minardi dabei war", schildert der Italiener. Erst vor wenigen Tagen hatte Ex-Teambesitzer Giancarlo Minardi beklagt, dass es selbst den höchst talentierten Ferrari-Nachwuchspiloten nicht möglich sei, in der Formel 1 notwendige Erfahrungen im Schatten der Topteams zu sammeln. "Ferrari scheint in Bezug auf seine Kunden keine Entscheidungsgewalt zu haben", merkte der ehemalige Teamchef an. Die Youngster können nicht einfach bei Sauber oder Haas platziert werden.

"Bei Minardi war man vielleicht nicht immer glücklich, dass man ganz hinten fuhr, aber man hat sich damit abgefunden und daraus ein Geschäftsmodell gemacht", erklärt Steiner. "Die Entwicklung von Fahrern war deren Business." Das ehemalige Team Minardi ermöglichte beispielsweise späteren Topstars wie Fernando Alonso oder Mark Webber die ersten Renneinsätze in der Königsklasse. In den meist viel zu langsamen Autos aus Faenza konnten die Youngster ohne großen Druck Erfahrungen sammeln.

"Das war auch zum Beispiel mit Ricciardo bei HRT so. Es war völlig klar, dass er dort nichts reißen kann, aber es hat ihm unglaubliche wichtige Erfahrungen gebracht. So etwas gibt es heutzutage nicht mehr", so der Haas-Teamchef. "Vielleicht ist es auf der einen Seite schlecht, wenn solch langsamen Teams mitfahren. Auf der anderen Seite ist es aber auch gut, solche Teams zu haben. Der Schritt von der Formel 2 in die Formel 1 ist sehr groß. Da braucht es Möglichkeiten zum Lernen."

"Wenn man irgendwann Charles Leclerc oder Antonio Giovinazzi direkt in ein Ferrari-Cockpit steckt, dann ist das Risiko viel zu hoch. Das kann gut gehen, aber viel wahrscheinlicher ist es, dass es schief geht, weil die Erwartungen einfach viel zu hoch sind", meint Steiner. "Dann passieren Fehler. Die passieren immer in diesem komplexen Sport, das ist bei jungen Leuten ganz normal. Mit 20 kann man sich keine Erfahrungen irgendwo kaufen. Man braucht die Zeit und Möglichkeiten, diese zu sammeln und aufzubauen."

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