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Red-Bull-Teamchef: "Und dann könnten wir Geld verdienen ..."

Red-Bull-Teamchef Christian Horner steht den Plänen der neuen Formel-1-Besitzer aufgeschlossen gegenüber: Franchise-System gut, "Gesundschrumpfen" ebenso

Christian Horner
Christian Horner ist ein Fan des angedachten Franchise-Modells
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 soll unter der Leitung der neuen Besitzer von Liberty neu aufgestellt und für die Teilnehmer wieder lukrativ werden. Kernelement ist ein Franchise-System. Die Teams erhalten Anteile am Grand-Prix-Business und bekommen somit echte Werte in die Hinterhand. So soll es gelingen, die Mannschaften der Formel 1 wieder auf wirtschaftlich gesündere Füße zu stellen. Gleichzeitig sollen Sparmaßnahmen umgesetzt werden, sodass die Teams sogar potenziell Geld verdienen könnten.

Als Vorbild dient die aktuelle Formel E, die derzeit aus unterschiedlichen Gründen einen Boom erfährt. Für vergleichsweise kleines Geld können Hersteller und Teams Motorsport auf WM-Niveau betreiben, der Zuspruch zu der noch jungen Serie steigt weiter an. "In der Formel E sind sie alle: Porsche, Mercedes, Renault, Audi und so weiter. Es sind dort mehr Hersteller als es jemals in der Formel 1 waren. Ist klar: Die Budgets liegen mal gerade bei fünf Prozent von dem, was ein Topteam in der Formel 1 ausgibt", meint Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

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Auf ein solches Kostenniveau werden die Teams der Formel 1 niemals kommen können. Zu groß sind Entwicklungsmöglichkeiten und damit verbunden auch Investment und Personalbedarf. Dennoch: Die Mannschaften sollen in den kommenden Jahren "Gesundschrumpfen". Red Bull beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit 740 Mitarbeiter im Formel-1-Projekt. Guter Motorsport, so meinen die Liberty-Verantwortlichen, kann auch mit einem deutlich kleineren Team geboten werden.

Franchise-System verleiht den Teams wieder Wert

"Man kann aber die Zahl der Mitarbeiter nicht schlagartig halbieren. Das muss in einem gleitenden Übergangsprozess passieren, Schritt für Schritt", so Horner. Viele Mitarbeiter sind langfristig an Teams gebunden. Eine Entlassungswelle würde mit hohen Kosten einhergehen. "Wir müssen jetzt schnell festlegen, welche Mitarbeiterzahl am 2020 oder 2021 anvisiert wird. Dann können wir entsprechend einen Plan zum schrittweisen Abbau des Personals erarbeiten. Über Nacht geht so etwas nicht."

"Das, was sich die neuen Formel-1-Besitzer vorstellen, ist ein Franchise-System, das dafür sorgt, dass die Teams in der Grand-Prix-Szene wieder einen echten Wert haben", freut sich Horner. "Derzeit ist die Situation komplett anders. Wenn du vorne mitfahren willst, musst du so viel Geld ausgeben, dass du es niemals über Sponsoren oder Vermarktungsbeteiligungen abdecken kannst. Es ist kein tragfähiges Businessmodell. Das muss man sich genau anschauen."

"Wenn das Team wieder Wert hat und gleichzeitig die Kosten sinken, dann steigt die Chance, dass man Geld verdienen kann. Wenn man weiterhin große Zuschauermassen erreicht, dann kann ein Business daraus werden. Diesen Weg will Liberty einschlagen", erklärt der Red-Bull-Teamchef, der allerdings im eigenen Hause andere Voraussetzungen vorfindet als bei Herstellerteams wie Ferrari und Mercedes oder bei kleinen Privatmannschaften wie Sauber oder Force India.

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