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Nico Hülkenberg: Vor- und Nachteile eines Rennfahrerlebens

Ein Leben im Fokus der Öffentlichkeit, ein Leben auf Achse, ein Leben aus dem Koffer - Nico Hülkenberg will sich über seinen aufregenden Job nicht beschweren

Nico Hülkenberg
Nico Hülkenberg würde sein Leben nicht eintauschen wollen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Nico Hülkenberg kann sich bereits seit acht Jahren zu den vermeintlich besten Rennfahrern der Welt. Das berechtigt ihn nicht nur dazu, regelmäßig Formel-1-Boliden um die Grand-Prix-Strecken rund um den Globus zu bewegen. Es bietet auch ein recht angenehmes Leben rundherum. "Es ist ja schon ein ziemlich gutes Leben, ein geiler Job, ich fühle mich da sehr wohl", sagt er gegenüber 'Bild am Sonntag'. Aber das Jetsetter-Leber bietet auch seine Schattenseiten.

"Manche würden vielleicht sagen, dass man mehr in der Öffentlichkeit steht als andere Menschen", so der Renault-Pilot. "Für mich persönlich ist das nicht das große Problem, aber für Sebastian Vettel zum Beispiel ist es sicher schwieriger, sich frei zu bewegen in Deutschland. Das wäre mit Sicherheit eine Schattenseite."

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Kein Wunder also, dass es die meisten Königsklassen-Piloten weg von ihrer Heimat in Gefilde treibt, die medial ruhiger sind - und zusätzlich auch noch steuerliche Vorteile bringen. Hülkenberg gehört zu jenen Rennfahrern, die es traditionell nach Monaco verschlagen hat, während Vettel die nicht ganz so glamouröse Schweiz bevorzugt. Aber in den eigenen vier Wänden halten sich die Kollegen ohnehin selten auf.

Auch Hülkenberg sitzt öfter im Flugzeug als auf der eigenen Couch. Er weiß, dass sich das nach einem großen Abenteuer anhört, räumt aber ein: "Das sagt wahrscheinlich jemand, der nicht viel reist und meistens den klassischen 9-to-5-Job hat. Ich glaube alle, die viel reisen, können nachvollziehen, dass es zwar cool ist, aber auch echt anstrengend. Du bist einfach teilweise platt und hast Jetlag. Obwohl du an geilen Orten und Stellen bist, hast du gar keinen Bock, aus dem Zimmer zu kommen."

Und es gibt noch etwas, von dem der 29-Jährige behauptet, er "hasse es wie die Pest": aus dem Koffer zu leben. "Zu entscheiden, welche Hosen nehme ich mit, welchen Pulli. Teilweise lasse ich den Koffer einfach da liegen bis zum nächsten Wochenende ohne irgendwas daran zu ändern. Wer auch mal jahrelang gereist ist, kann das bestimmt nachvollziehen."

Aber Hülkenberg will sich eben nicht beschweren. Denn es gibt ja auch noch die Vorteile, die den ganzen Stress wieder aufwiegen - dass man als Rennfahrer zum Beispiel gut in der Frauenwelt ankommt. "Wäre ja traurig, wenn das nicht mehr gehen würde", sagt Hülkenberg, will seine Erfolgsrate aber streng vertraulich halten.

Er verrät nur so viel: "Ich glaube, ich habe ein relativ gutes Gespür für Menschen, insofern ist es meistens relativ schnell klar, warum oder wieso man jetzt Kontakt hat. Ich habe da relativ wenig Probleme damit ..."

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