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Häkkinen: Bottas' Ansatz erinnert an Michael Schumacher

Ex-Pilot Mika Häkkinen schwärmt nach dem Ungarn-Grand-Prix von seinem finnischen Landsmann Valtteri Bottas - Mit Teamwork und Köpfchen zum Titel?

Valtteri Bottas, Lewis Hamilton
Bottas lässt sich die Butter bei Mercedes nicht leichtfertig vom Brot nehmen
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Valtteri Bottas hat sich vom Topteam Mercedes nicht als Nico-Rosberg-Ersatz verpflichten lassen, um die zweite Geige hinter Star-Pilot Lewis Hamilton zu spielen. Und so wie sich die Dinge beim Ungarn-Grand-Prix entwickelt haben, sieht man das bei den Silberpfeilen genauso. Im amtierenden Weltmeisterteam scheint eine Hand die andere zu waschen. Ex-Pilot Mika Häkkinen glaubt, dass sich sein finnischer Landsmann dabei gut positioniert hat.

"Ich halte seine konzentrierte Weitsichtigkeit für den richtigen Ansatz", schreibt er in seiner Kolumne für 'Unibet'. "Michael Schumacher hatte eine ähnliche Herangehensweise - ob es dabei um die Planung der nächsten zehn Runden oder einer gesamten Saison ging: er hat niemals das Gesamtbild aus den Augen verloren."

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In Budapest war Bottas im Rennen der langsamere des Silberpfeil-Duos - und ließ Hamilton freiwillig vorbeiziehen. In der letzten Runde jedoch bekam er seinen dritten Platz vom dreimaligen Champion zurück. Damit hatte er selbst nicht mehr gerechnet. Über diese Art der Teamorder lässt sich streiten. Sicherlich hätte Hamilton am Ende gerne die drei Punkte mehr gehabt. Und sicherlich gibt Bottas nicht gerne Plätze her oder lässt sich etwas schenken.

Häkkinen aber glaubt, dass genau dieses Verhalten seine Ambitionen unterstrichen hat. "Wenn es um das Team geht ist Valtteri kein Egoist. Er ist wie jeder Top-Fahrer egoistisch genug, gewinnen zu wollen. Aber er ist auch intelligent genug zu wissen, dass nur die Zusammenarbeit dem Team die Ergebnisse bringt. Was er getan hat, setzt Disziplin und gute Nerven voraus. Er hätte Lewis auch einfach hinter sich lassen können. Aber er wusste, dass es die richtige Entscheidung fürs Team war."

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29.-30.07.2017
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Er kann's noch: Nach vier sieglosen Rennen schlägt Sebastian Vettel zurück und gewinnt den Grand Prix von Ungarn. Genau wie in Monaco feiert Ferrari einen Doppelsieg. Eher streckenspezifisch, aber keine Trendwende, ist Mercedes-Sportchef Toto Wolff selbstsicher. Trotzdem wirkt Vettels Jubel besonders erleichtert.
Er kann's noch: Nach vier sieglosen Rennen schlägt Sebastian Vettel zurück und gewinnt den Grand Prix von Ungarn. Genau wie in Monaco feiert Ferrari einen Doppelsieg. Eher streckenspezifisch, aber keine Trendwende, ist Mercedes-Sportchef Toto Wolff selbstsicher. Trotzdem wirkt Vettels Jubel besonders erleichtert.

Bottas bleibt derweil weiter im WM-Kampf. Dank seiner zwei Siege und den zusätzlichen sechs Podiumsplatzierungen hat er bereits 169 WM-Punkte - nur 19 weniger als Hamilton. Auf Tabellenführer Vettel fehlen ihn bei neun noch zu fahrenden Rennen 33 Zähler.

Häkkinen sieht bei dem 27-Jährigen jedenfalls die Zutaten, die es für den Kampf um die WM-Krone braucht: "Valtteri hat enorm viel Disziplin und seine Nerven und Emotionen unter Kontrolle. Er kann die Dinge langfristig beurteilen und weiß, dass die Saison noch lang ist. Es kann noch viel passieren. Er ist darauf konzentriert, als Teamplayer zu agieren, aber auch für seine eigene WM zu kämpfen. Und er weiß, das Rennen niemals in der ersten Kurve entschieden werden."

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