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Renault tritt auf der Stelle: Hülkenberg chancenlos in Spielberg

Österreich: Zum dritten Mal in den letzten vier Rennen keine Punkte für Renault - Nico Hülkenberg patzt am Start, Jolyon Palmer wird zum Mann für elfte Plätze

Nico Hülkenberg
Nico Hülkenberg hat in den letzten Rennen mit Renault nicht viel zu lachen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Mit den Plätzen 11 für Jolyon Palmer und 13 für Nico Hülkenberg verlässt das Renault-Werksteam den Red-Bull-Ring in Spielberg mit leeren Händen. Enttäuschend verlief das Wochenende besonders für Teamleader Hülkenberg: Der Deutsche fiel schon beim Rennstart entscheidend zurück, kämpfte im Anschluss mit den Reifen und fehlendem Grip und kam fast 26 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Palmer ins Ziel. Der Brite immerhin zeigte leicht aufsteigende Form, verpasste seinen ersten Zähler der Saison aber um Haaresbreite.

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Nach seinem ärgerlichen Fehler in Baku, der wertvolle Punkte kostete, erlebte Hülkenberg schon den zweiten Rennsonntag in Folge zum Vergessen. Zwar gelang ihm am Samstag mit Platz elf eine ordentliche Startposition, die auf Zählbares hoffen ließ, doch dann verwachste der Emmericher am Start und fiel auf Platz 15 zurück. "Ich hatte einen katastrophalen Start. Ich habe die Kupplung kommen lassen und bin direkt in den Anti-Stall-Modus gekommen, weil der Grip hier extrem hoch ist. Da greift die Kupplung ein und verhindert, dass der Motor abwürgt. In der ersten Kurve war ich fast Letzter", erklärt er schulterzuckend.

Eigentlich konnte es von da an nur vorwärts gehen - doch hatte der 29-Jährige nach dem Qualifying am Samstag seine Hoffnungen noch in die richtige Reifenwahl gesetzt, erwies sich diese schon nach wenigen Runden im Rennen als grundfalsch. Auf Supersoft-Pirellis gestartet, rutschte er um den Kurs. "Auf den Supersoft habe ich überhaupt keine Balance und keinen Grip gefunden, da ging es rückwärts. Deswegen hat man mich recht kurzfristig reingeholt", so Hülkenberg. Bereits nach 14 Runden kam der Renault-Pilot an die Box, ähnlich wie bei Lewis Hamilton erfolgte der Stopp also wesentlich früher als geplant.

Falsche Strategie führt zum "Blaue-Flaggen-Festival"

Doch während der Brite auf Supersoft-Reifen über 30 Runden lang durchhielt, war der Deutsche der erste Einstopper, der frische Pneus aufzog. Weil die aber noch über 56 Runden lang halten mussten, entschied man sich für die Soft-Pirelli-Mischung, auf der Hülkenberg eine gefühlte Ewigkeit mit stumpfen Waffen kämpfte. "Ab dann hatte ich ein Blaue-Flaggen-Festival. Natürlich konnte ich nach vorne nichts mehr ausrichten, sondern habe Zeit verloren, weil ich die Führenden immer durchlassen müssen", seufzt der WM-Zwölftplatzierte.

Zeitweise verlor er in seinem zweiten Stint bis zu sieben Zehntelsekunden pro Runde auf seinen Teamkollegen Palmer, der in Runde 34 Ultrasoft-Reifen aufzog. "Wir wollten etwas anderes probieren. Ich muss mir die Strategie noch einmal anschauen. Gefühlt haben wir uns das Leben schwer gemacht, aber wir hatten auch nicht viele andere Alternativen", gibt 'Hulk' zu bedenken. Das ganze Wochenende in Frage stellen will er dennoch nicht: "Gestern war okay, gestern war gut. Aber so ist es an Sonntagen: Eine schlechte Sache passiert, und direkt steht alles in Frage. Manchmal gehen Sachen schief, und heute ist das gleich beim Start passiert."

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09.07.2017
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Zweiter Sieg für Valtteri Bottas nach Sotschi, noch 15 Punkte Rückstand auf Lewis Hamilton in der WM: Österreich ist für den Finnen eine Reise wert. Daniel Ricciardo steht zum fünften Mal hintereinander auf dem Podium. In der Europa-Saison hat er gleich viele Punkte gesammelt wie WM-Leader Sebastian Vettel.
Zweiter Sieg für Valtteri Bottas nach Sotschi, noch 15 Punkte Rückstand auf Lewis Hamilton in der WM: Österreich ist für den Finnen eine Reise wert. Daniel Ricciardo steht zum fünften Mal hintereinander auf dem Podium. In der Europa-Saison hat er gleich viele Punkte gesammelt wie WM-Leader Sebastian Vettel.

Einen Top-Start erlebte dagegen Teamkollegen Palmer, für den es von Rang 16 auf Platz elf vorwärts ging. Auf Soft-Reifen gestartet, hielt der Brite Anschluss an die Williams-Piloten vor ihm - ein Anblick, an den er sich im Laufe des Rennens gewöhnen sollte. Denn obwohl er gegen Ende rundenlang Rookie Lance Stroll jagte, ins DRS-Fenster kam und an seinem ersten Zähler der Saison schnupperte, sollte er dennoch keinen Weg vorbei an Stroll finden. "Da stand mir leider ein Williams im Weg. Ich habe 50 Runden hinter Lance verbracht, das ist schon frustrierend, weil die Pace heute eigentlich gut war", so Palmer.

Klappt's beim Heimrennen in Silverstone für Palmer?

Am Ende betrug der Rückstand auf den jungen Kanadier nur etwas mehr als eine halbe Sekunde, doch knapp vorbei ist auch daneben. "Es scheint wohl, als sei ich ein Meister des elften Platzes", erklärt der Brite im Interview mit 'Sky Sports F1' mit bissigem Unterton. "Das ist jetzt schon das dritte Mal, dass ich auf diesem Platz ins Ziel komme. Ich bin immer haarscharf dran an dem Punkt, aber ich kann ihn mir nicht schnappen. Nach Monaco habe ich mir gesagt, das nächste Mal packe ich es. Nach Montreal habe ich es dasselbe wieder gedacht, und nun ist es erneut so. Na gut, Silverstone wird also mindestens einen Platz besser", so seine Hoffnung.

Nachdem er zuletzt arg kritisiert wurde, zeigt aber zumindest die Formkurve des glück- und punktlosen Briten etwas nach oben. Von Teamchef Cyril Abiteboul gab es nach dem Rennen Lob für eine beherzte Leistung - verbunden mit der Aufforderung, im Qualifying noch zuzulegen. "Das Wochenende war schon viel besser. Ich war sehr zufrieden mit dem Auto, es war hier die ganze Zeit über gut. Leider habe ich es verpasst, im Qualifying ein bisschen besser zu sein und musste von Platz 16 aus starten. Platz elf war da wohl das Maximum", so Palmer abschließend. Schon kommende Woche bei seinem Heim-Grand-Prix soll es aber endlich mit den ersten Punkten klappen.

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