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Panik vor einem Reifenplatzer: So schlich Hamilton zum Sieg

Er war fast sieben Sekunden langsamer: Wie Lewis Hamilton mit "Halbgas überall" auf die Pannen bei Ferrari reagierte - Problem schon aus Spielberg bekannt

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2008, 2014, 2015, 2016, 2017: Lewis Hamilton feiert seinen fünften Sieg in Silverstone, seinen vierten hintereinander, und zieht beim britischen Grand Prix mit UK-Legende Jim Clark gleich. Vergessen sind alle Diskussionen um seinen Party-Urlaub auf Mykonos. Wie er gewonnen hat? Jetzt durch die 16 besten Highlight-Fotos klicken!
2008, 2014, 2015, 2016, 2017: Lewis Hamilton feiert seinen fünften Sieg in Silverstone, seinen vierten hintereinander, und zieht beim britischen Grand Prix mit UK-Legende Jim Clark gleich. Vergessen sind alle Diskussionen um seinen Party-Urlaub auf Mykonos. Wie er gewonnen hat? Jetzt durch die 16 besten Highlight-Fotos klicken!

(Motorsport-Total.com) - Für die Fernsehzuschauer und die Fans auf den Tribünen sah es so aus, als sei Lewis Hamilton beim Großbritannien-Grand-Prix in Silverstone am Sonntag locker-lässig seinem Sieg entgegengefahren. Doch am Kommandostand und im Cockpit liefen die Schweißperlen. Der Grund: Die Reifenplatzer bei Ferrari hatten Hamilton und Mercedes alarmiert. "Ich habe davon gehört und bin vom Gas gegangen", sagt der Brite. Seine Soft-Pneus waren sogar eine Runde älter als die Kimi Räikkönens.

Hamilton wusste, wie er mit dem Problem umzugehen hatte, da es ihn vor einer Woche in Österreich betroffen hatte. "Ich hatte die Bläschenbildung schon beim vergangenen Rennen - auch am rechten Vorderreifen. Das Team sagte mir, dass es kein generelles Problem wäre, aber es wurde hier zu einem", stellt er fest. Nach eigener Aussage schlich er nur noch mit Halbgas um den Kurs, maximal mit 60 Prozent: "Ich war in den letzten zwei Runden locker drei bis vier Sekunden langsamer."

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Die Daten unterfüttern die Behauptung: In der 48. Runde fuhr Hamilton in 1:30.621 Minuten noch den schnellsten Umlauf des Rennens. Als Räikkönens Gummi sich kurz darauf verabschiedete, war er 2,1 Sekunden langsamer. Die 50. und vorletzte Runde beendete der Mercedes-Star erst nach 1:36.470 Minuten. Anschließend hörte er von Vettels Pech und legte nochmals 0,8 Sekunden drauf, um es ins Ziel zu schaffen. "Ich wollte es nach Hause bringen", pustet Hamilton kräftig durch.

Allen voran im zweiten Sektor mit den schnellen Kurvenkombinationen Maggots, Becketts und Chapel hielt sich der Ex-Weltmeister zurück. Zum Schluss ließ er alleine in diesem Abschnitt, der den rechten Vorderreifen besonders drangsaliert, bis zu 3,5 Sekunden liegen. "Ich hätte auch noch langsamer fahren können, hatte aber nicht das Gefühl, dass ich es müsste", so Hamilton. Denn sein Vorsprung auf Valtteri Bottas betrug zum Zeitpunkt des ersten Ferrari-Malheurs 18,5 Sekunden. Beim Überfahren des Zielstrichs waren davon noch 14,1 Sekunden übrig.

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